Scharf.Macher.

Es gibt Menschen, die sich alle halbe Jahr die neueste Digicam kaufen. Dazu dann ein hochlichtstarkes Objektiv, wie zum Beispiel ein 1.4/40mm mit einem Eigengewicht von rund 1,2 Kilogramm (!). Es dauert gewöhnlich nur ein paar Tage, bis sie in irgendeinem Forum aufploppen und sich über die Kamera und/oder das Objekt beschweren, weil es nicht richtig scharf stellen würde. Entweder erkennen sie einen ‘Backfocus’ (nein, hat nichts mit Backen oder Bäckerei zu tun), oder einen ‘Frontfokus’ (nein, hat nichts mit der Front im Krieg zu tun, obwohl in den meisten Foren so eine Art Glaubenskrieg herrscht).

Diese Leutchen (‘Edel-Amateure’!) haben keine Ahnung von Fotografie. Sie erwarten, dass die Präzision im Sub-Millimeter-Bereich liegt – immer. Es leuchtet ihnen nicht ein, dass eine grosse Blendenöffnung eine hauchdünne Schärfentiefe produziert. Weil sie es nicht schaffen, nur die Wimpern einer Person scharf abzubilden, wird die Marke an den Pranger gestellt und ohne Ende gemeckert, denn schliesslich haben sie dafür so richtig tief in die Tasche greifen müssen. Natürlich wird eigenes Versagen oder Unwissenheit vehement ausgeschlossen, ist klar, oder?

Wenn man diese Leute fragt, weshalb sie sich für das Objektiv entschieden hätten, kommen haufenweise falsche Antworten: Man könne damit besser in der Dämmerung fotografieren, man könne damit besser Objekte freistellen, die Bestleistung erhält man schon mit Blende f=2.0, gutes ‘Bokeh’, als ‘Profi’ braucht man(n) so etwas, etc.

Alles 100% nonsense. Die Blende ist zwar ein wichtiges Element für die Bildgestaltung (ebenso wie die Verschlusszeit), aber man sollte schon wissen, wie man sie kreativ einsetzt. Um es mit den Worten meines Mentors vor fast 40 Jahren auszudrücken: So genau scheisst kein Pferd. Uns allen war klar, was er damit meinte: Obwohl wir mit Grossformatkameras gearbeitet hatten, deren Schärfebereich noch dünner war, konnten wir mit einer entsprechenden Blende die Schärfentiefe recht grosszügig definieren. Nur haben wir das nie mit offener Blende gemacht, weil es damals noch keine Foto-Foren gab, in denen die ‘Offenblenden-Sau’ durchs Dorf getrieben wurde.

Ein Beispiel: Ein 1.4/85mm ‘Portrait-Tele’ hat bei f=1.4 und einer Distanz von 200 cm eine Schärfentiefe von 44,5 mm – grade ausreichend, um eine Nase scharf abzubilden. Bei f=5,6 sind es grade mal 178,5 mm – immer noch nicht ausreichend, um einen Kopf komplett scharf abzubilden. Eine leichte Bewegung bei der Aufnahme, und schon liegt der Schärfebereich an einer anderen Stelle – trotz AF mit 256 oder mehr Messpunkten.

Sehen wir uns mal eine ‘alte’ Kamera und deren Objektiv an. Dort hatten die Objektivkonstrukteure dafür gesorgt, dass oben eine Schärfenskala eingraviert wurde. Das war so simpel, dass es immer funktionierte.

Beispiel A: Ein 1.4/50mm Nikon Ai auf f=8.0 eingestellt, der Schärfebereich geht von 5 Meter bis Unendlich, die grösste Schärfe liegt bei 10 Metern. Unter Blende 4.0 haben die Konstrukteure bereits auf die Angaben eines Schärfebereichs verzichtet, weil es keinen Sinn macht(e).

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Beispiel B: Die Rollei 35S mit dem 2.8/40mm auf f=11 eingestellt, der Schärfebereich reicht von ~4.5 Meter bis Unendlich. Zwischen 6 Metern und Unendlich wurde auf weitere Angaben verzichtet, weil das 40er über ausreichend Schärfentiefe verfügt (leger ausgedrückt). Wenn man sich die Markierungen der Entfernungsangaben in Relation zu den Blendenwerten ansieht, wird klar, dass eine grössere Blende als f=4.0 keinen Sinn mehr macht. Welchen Sinn ergibt dann ein f=1.4 in diesem Brennweitenbereich? Eben.

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Mit diesen Markierungen wurden alle Fotos scharf, weil man bereits vor dem Auslösen  sehen konnte, wie gross der Schärfebereich sein wird. Diese Markierungen gibt es – ausser bei Fuji – auf keinen modernen KB-Objektiven mehr, weil der AF ja soooo viel besser und präziser ist. Dass er dann häufiger in der ‘Backstube’ oder an der ‘Kriegsfront’ landet, ist halt ein Kollateralschaden, eine kleine Unzulänglichkeit, die der geneigte Käufer dieser Edelstücke doch bitteschön stillschweigend in Kauf nehmen sollte. Ist doch sein Problem, wenn er mit f=1.4 knipst und nicht weiss, was er macht, oder?

Übrigens hatte die alte Nikkormat FT3 ebenfalls eine Belichtungsanzeige auf der oberen Kameraplatte, was ungemein praktisch ist, wenn man im Vorfeld die Belichtung einstellen will. Aber das war damals schon eine Kamera, über die sehr abfällig in den – inzwischen glücklicherweise nicht mehr existierenden – Fotomagazinen geschrieben wurde.

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Rollei 35S, Kodak Portra 160. Einfach scharf. Aber es sind ja auch keine Wimpern im Bild…

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Strunz.Dumm.

Es gibt Momente, in denen mir nichts mehr einfällt. Heute Morgen hatte ich wieder einen:

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Der Artikel dazu, falls Sie es auch nicht wissen.

In der Bildunterschrift schreibt der Autor:

Echte Fotos in der Hand zu halten ist ein haptisches und visuelles Erlebnis

Ah ja. Das haben die meisten Menschen komplett verlernt. Wie viele kennen eigentlich noch den Begriff ‘Haptik’ und ordnen ihn nicht irgendeiner Koch-Show zu?

Wir haben zwei Möglichkeiten: Die Redaktion der WELT – als sogenanntes Leitmedium – lässt Artikel als Lückenfüller auf Halde schreiben, die sie bringen kann, wenn übersaure Gurkenzeit ist. Oder Wahlen in Hessen, so wie heute.

Alternativ hat ein ‘Expertenteam’ herausgefunden, dass die Masse Mensch strohdumm ist, und die Redaktion der WELT  fühlt sich dazu berufen, diese Menschen über Banalitäten und selbstverständliches Wissen aufzuklären.

OK, sei es, wie es ist. Das Bildungsniveau in der westlichen Welt rauscht schneller in den Keller als eine Lawine einen Hang hinab. Das hat inzwischen dazu geführt, dass die Menschen vor allen Dingen, die nicht glatt wie die Glasoberfläche eines Smartphones sind, zurückschrecken oder sich davor ekeln. Die meisten Smartphone-Benutzer werden sich eh keine Gedanken über die Möglichkeiten machen, die ihnen ihr ‘Smartföhn’ bietet.

Fotos drucken? Hm, wahrscheinlich war deshalb die erste Fotoausstellung in einer amerikanischen Galerie so erfolgreich, die ausschliesslich mit Fotos aus Smartphones bestückt wurde.

Wenn man denkt, es könne nicht grausamer kommen, dann liest man eines Tages so eine Überschrift und verzweifelt am Verstand der Menschen.

Von der Schönheit einiger Gebäude und Gartenanlage wollen wir besser nicht mit den degenerierten Menschen sprechen – sie würden nicht wissen, wovon wir reden.

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Weg zum Eingang der Sottrumer Sankt Georg Kirche.

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Kirchenfenster der Sankt Georg Kirche mit Bänken der Gartenanlage. Die Kirche wurde 1737 nach einer kompletten Zerstörung wieder neu erbaut und befindet sich noch im Originalzustand. Achten Sie auf die Details der tragenden Elemente.

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Kein Smartphone, sondern eine Rollei 35S mit einem Kodak Portra 160 bestückt: 36 Vollformat-Sensoren, für jede Aufnahme ein neuer.

 

Innen.Leben.

‘Dann drehe ich mal eben die ISO hoch und shoote.’

Ein Spruch, den ich häufig in Foren lese. Da wird mir schlecht und ich könnte k*tzen. Die Typen haben die Sache mit dem Belichtungs-Dreieck (Blende/Zeit/Empfindlichkeit) nicht verstanden. Aber sie behaupten, dass man es so machen muss, weil es anders nicht geht. Und anschliessend erschiessen sie jemanden, weil sie nicht wissen, was sie sagen…

Genau. Deswegen mache ich gerne das, was angeblich ‘nicht geht’. Zum Beispiel im Inneren eines Leuchtturms, wie dem hier in Wremen. Er wird heute gern für Trauungen gebucht. Das Innenleben wurde so erhalten, wie es früher war.

Der Arbeitsplatz eines Leuchtturmwärters, absolut unvereinbar mit den heutigen Anforderungen der Berufsgenossenschaften. Ganz schlimm für die Besucher: Dort drin gibt es keinen ‘Händy-Empfang’. Gut so. Wer einen Rücksprung in vergangene Zeiten macht, braucht kein Fratzenbuch oder ‘Was-ist-los’.

Die kleine Hexe (die Ofen-/Herd-Kombination) hat wahrscheinlich den ganzen Leuchtturm heizen müssen, der natürlich nur eine Stahlhaut ohne Isolierung hatte. Ob das wirklich romantisch war, wage ich zu bezweifeln…

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Rollei 35S, Kodak Portra 160. ASA 80. Entfernungsmesser Watameter II. Dazu eine ruhige Hand und KEINEN Anti-Wackel-Dackel über 5 Blenden. Geht doch – was zu beweisen war.

Laster.Haft.

Sie stehen alle hinter einem hohen Zaun. Wie in einem Gefängnis. Laster. Hunderte. Wer noch kein(en) Laster hat, wird hier fündig. Oder auch nicht, weil der Traumlaster zu einem Laster werden kann, wenn er ausgelutscht wurde bis zum Gehtnichtmehr. Das wäre dann eine Be-Lastung.

Von dieser Sorte Unternehmen gibt es entlang der A1 zwischen Bremen und Hamburg diverse. Ich frage mich immer wieder, welche Bank diese Risiken finanziert…

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Pitsch.Patsch.

Ein Gang durch das Watt macht Spass. Pitsch, patsch, schlurp – wenn man irgendwo tief einsinkt und feststeckt. Denken Sie sich nichts dabei, dass die Beine nackert sind, und der Mensch ‘oben rum’ dick eingepackt ist. Der Wind ist lausig kalt, das Wasser noch warm, weil es dort nur sehr flach ist und die dünne Wasserschicht bei Sonne ausreichend erwärmt wird.

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Im Hintergrund rechts die sogenannten Pricken, die die Fahrrinne zum Hafen markieren und immer wieder neu gesetzt werden müssen, weil sich durch den Tidenhub die Bahn verändert. Ganz hinten am Horizont sind Leuchtfeuer und Leuchttürme der Wesermündung.

Para.Dies.

Für Kinder ist das Wattenmeer ein Paradies: Dort können sie mal so richtig herumplanschen und im Schlick spielen. Sehr zum Leidwesen der Eltern, die alles daran setzen, das Kind sauber zu halten. Die Möwe sieht zu und feixt sich einen. Wir auch. Schadenfreude ist auch eine Freude! Nun ja, die Kleine wurde später an der Promenade mit ihrem wasserdichten Overall mit Wasser aus dem extra dafür installierten Schlauch abgespült, und die Welt war für alle Beteiligten wieder in Ordnung. Man muss nicht unbedingt in die Wüste von Namibia fliegen, um Spass zu haben…

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Rechts der Nupsi ist der ‘Kleine Preusse’, der Leuchtturm vom Wremer Tief.

Watt.Satt.

Watt, so weit man sehen kann. Frische, klare Luft, Möwenschreie vom Hafen im Hintergrund, ansonsten rauscht nur der Wind. Menschliche Laute hört man dort nicht mehr. Der Rest der Welt ist weit weg und furchtbar klein hinter uns am Horizont. Vor uns die endlose Weite. Wäre die Welt keine Kugel, könnte man von hier aus erst Helgoland und dann die Färöer-Inseln sehen.

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Früh.Stück.

Capture the moment. Fange den Augenblick ein. Sei einfach mal spontan.

Nein, das reicht ja nicht, man muss (!) den ‘decisive moment’ einfangen, möglichst mit dem neuesten Modell der Top-Digitalkamera am Markt, alles andere ist kalter Kaffee.

Mein Kaffee war noch heiss, die Sonne schien auf den Tisch, es war warm und versprach ein schöner Tag zu werden. Meine Kamera ist fast 40 Jahre alt, wird ab und an mit einer neuen Rolle Sensoren gefüttert, das ist alles. Freude und Begeisterung pur.

Wie oft habe ich gehört, dass ich mit einer ‘alten’ Kamera nicht spontan sein könne. Kann ich doch, weil sie schneller einsatzbereit ist als die Digi, die im Schrank in einer grossen Tasche steckt. Warum bin ich nicht mit drauf? Ähm, weil die kleine Rollei keinen Selbstauslöser hat und weil ich ‘selfies’ ebenso geistig umnachtet finde, wie die Leute, die sie anfertigen. Wer so etwas macht, sollte sich dringend in eine Psychotherapie begeben. Dumm nur, dass es auf der ganzen Welt nicht genügend Psychologen gibt…

Künstliche Intelligenz könnte mit der Szene nichts anfangen, weil KI keine Emotionen kennt, denn sie kann nicht wahrnehmen und hat kein Bewusstsein. Erleben auch nicht. Sie hat – richtig – nichts, ausser den Variablen, die ihr eingeimpft wurden. Sie kann mit Wärme nichts anfangen, mit Wohlgefühl, mit Sein, mit Freude.

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Rollei 35S, Kodak Portra 160. Aufgenommen irgendwann Anfang August 2018.

Vorne links liegt ein ‘neuer’ Entfernungsmesser, mit dem ich beim Frühstück gespielt habe. Das Sahnestück hatte sogar noch ein Leder-Etui und keine ausgasende, multifunktionale Billig-Tasche chinesischer Provenienz aus recycelten Joghurtbechern, Trinkflaschen und Outdoorjacken.

 

Lügen.Welt.

Gestern habe ich einen Artikel bei Techcrunch gelesen:

The future of photography is code.

Übersetzt: Die Zukunft der Fotografie ist Programm-Code.

Eigentlich sind wir schon mittendrin, denn welche Fotos des digitalen Zeitalters entsprechen noch der Realität? In einer Welt, in der eine bestimmte Farbe von jedem Programmanbieter anders interpretiert und somit angezeigt wird? Nehmen Sie zum Beispiel den Weissabgleich: 5 Programme, 7 unterschiedliche Interpretationen.

Ausserdem die tausend Optionen mit den vielfältigen Reglern. Was hinten rauskommt, ist so nie gewesen. Input ungleich Output. Oder: Input = Realität, Output = Wunschdenken. So geht das heute.

Das alles wird sich in Zukunft ändern. Durch KI – ‘Künstliche Intelligenz’. Ach, Sie waren in Island, weil Sie auf Instagram ein ‘geiles’ Foto mit einem Eisberg in einer Bucht gesehen haben,  inclusive GPS-Daten, die Sie dann per google gesucht und dann im Reisebüro als Ziel Ihrer Reise angegeben haben? Fein. Und das Wetter hat nicht mitgespielt? Macht nichts, nehmen Sie das Bild, das Sie geknipst haben, jagen es durch das Programm mit KI, und es sieht nach ein paar Sekunden fast so ‘geil’ aus wie das, das Sie auf Instagram gesehen haben.

Zum Artikel

Wenn Sie zu der oben beschriebenen Zukunft keine Lust haben, legen Sie einfach mal einen Film in Ihre filmbasierte Kamera und fangen die Realität ein.

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Die Windgeneratoren stehen wirklich hinter dem Deich, die beiden Menschen waren wirklich vor dem Deich, der Himmel war wirklich graublau.

Ein Programm der Zukunft hätte den Himmel knallblau gefärbt, die Windgeneratoren und Menschen wegretuschiert, ein paar lila Kühe auf die Weide gezaubert und eine vollbusige Blondine auf einer Sonnenliege im Vordergrund platziert. Warum? Weil das Bild nach Urlaub aussieht, da gehört so etwas dazu. Meint die KI. 

Ganz ehrlich, solange die KI keine Klospülung reparieren kann, sollten wir darauf verzichten. Und nein, ich habe nichts gegen den Fortschritt (sonst hätte ich keine Digitalkamera!), aber ich widersetze mich der Verbiegung von Realität und Fakten oder spinnerten und abstrusen Visionen von irgendwelchen dahergelaufenen Programmierern.

Leer.See.

Bei dem Wetter wollte ich noch ein paar Aufnahmen von dem Mühlenteich machen. Als ich dort eintraf, war die Enttäuschung gross: Er war leer. Man hatte das Wasser abgelassen und den Bach oberhalb des Teiches gestaut, um ihn nach vielen Jahren (oder Jahrzehnten? So genau wusste das niemand) auszubaggern. Momentan könnte man ihn ‘Baggersee’ nennen…

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Vor ein paar Tagen sah es dort noch so aus:

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Alte.Ziegelei.

Am Ortsrand des Nachbardorfes stehen noch die Reste einer alten Ziegelei. Von aussen ist sie noch in einem guten Zustand, von der Hofseite her sieht sie grausam verfallen aus.

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Herbst.Feld.

Nicht weit davon zeigte sich schon wieder frisches Grün. Das perfekte Wetter für perfekte Fotos: Die Nacht vorher hatte es noch geregnet, somit war der Staub aus der Luft rausgewaschen.

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Herbst.See.

Entgegen dem Wetterbericht kam heute die Sonne recht früh durch und vertrieb die Wolken – Zeit, raus zu gehen. Wohin? Erstmal zum See um die Ecke.

Es wehte ein schneidend kalter Wind über den See – entsprechend hart wurden die Finger…

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Werkstatt.Graffito.

Bei mir in der Nähe ist eine verlassene Werkstatt, die unter anderem von Sprayern als Übungsgelände genutzt wird:

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Einfach stark. Wenn die Leute kommerziell arbeiten würden…

City.SUV.

Das ist fast so wie mit den fetten SUVs in den Städten: Eigentlich sind sie nicht für Städte gebaut, sondern für freies Gelände. Aber sie eignen sich hervorragend zum Angeben, denn in Deutschland steht vor jedem ‘freien Gelände’ ein Schild: Einfahrt verboten.

Nun, jetzt habe ich auch so eine Art SUV. Allerdings braucht das Monster (ich nenne es Moskito wegen der witzigen Form) kein Benzin oder Diesel. Höchstens mal ein Kilo Gulasch oder Rinderbraten pro Woche für den Fahrer, Reichweite 4 Tage, abwechselnd mit Gemüse und Kartoffeln oder Pasta.

Das ist der Moskito:

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Tja, ein SUV für die Stadt? Yup, es hat mich nur die Ersatz- und Austauschteile gekostet. Deshalb, und weil ich noch nie ein exotisches Fahrrad mit 3×7 Gängen hatte. Vernünftig ist es nicht, obwohl die vernachlässigten Strassenbeläge doch eine gewisse Geländegängigkeit der Fahrzeuge erfordern.

Ganz fertig ist es noch nicht, es fehlen noch ein paar Teile, und etwas (Flug-) Rostbehandlung ist erforderlich.

Jetzt habe ich mich so gefreut, ein Rad für die Stadt rund um die Werkstatt zu haben, und dann kommt das hier:

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Zum Video geht es hier.

Besonders schlimm: Wenn so ein Seil direkt auf den Kehlkopf triff, ist es tödlich. Das interessiert aber offenbar niemanden, weil die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung entweder in gepanzerten Limousinen und mit Leibgarde oder mit dem Statussymbol Auto unterwegs sind.

 

 

Revolution.

Grade eben wurde von DPreview eine kleine Fotostrecke veröffentlicht, die mit dem neuen Kodak Ektachrome E100 aufgenommen wurde, der – wahrscheinlich – ab Dezember 2018 im Handel sein wird. Ein Diafilm für den E6-Prozess.

Zum Artikel

Technische Daten

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Je einen Film werde ich dann für meine Rollei 35S und die Minox 35 GT kaufen und testen. Wenn er wirklich so ist, wie beschrieben und gezeigt, wäre das eine Revolution, dass Kodak nach 6 Jahren wieder einen Diafilm anbietet.

Ob allerdings der Preis von US $ 12,99 in Europa in € 11,30 umgerechnet wird, glaube ich nicht. Da werden die Händler eine fette Marge draufpacken, und der Strassenpreis dürfte dann eher bei 18 € liegen und somit – wieder einmal – für europäische Fotografen – abschreckend sein.

Tunnel.Blick.

Es gibt Situationen, da ahnt man, was passiert. Dies war so ein Moment: Mir war klar, dass die beiden in ein paar Minuten in das Streiflicht gehen würden. Also habe ich gemessen (=zur Wiese gelaufen, Blende und Verschluss eingestellt, zurückgelaufen) und gewartet. Dann: Klick!

Spaziergang am Nachmittag eines Spätsommertags in Norddeutschland:

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Rollei 35S, Kodak Portra 160. Einfach herrlich, wie die Schatten noch durchgezeichnet sind. Das ist definitiv kein Motiv für einen Diafilm oder eine Digicam… Was habe ich damit gemacht? Nun, gescannt, zwei vergessene, pinkfarbene Pfosten eines Landvermessers beseitigt und verkleinert.

Farben.Rausch.

Es geht noch bunter:

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

Fragen Sie mich nicht, was für ein Strauch das ist – ich bin kein Botaniker. Für mich waren nur die Farben interessant.

Rot.Zeit.

Dieses Jahr ist die Herbstzeit leider etwas kurz geraten: Von der Badehose in den Wintermantel…

Nachdem ich schon diverse Aufnahmen mit dem Teufelswerkzeug (DSLR*) gemacht hatte, jetzt ein paar mit Film:

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Rollei 35S, Kodak Portra 160.

* Nein, das ist nicht unbedingt ernst gemeint. Ich arbeite gern mit einer Digitalkamera und mache viele (professionelle) Aufnahmen damit. Aber nicht in meiner Freizeit.

Käfer.Haus.

Nicht weit von mir steht neben einem kleinen Wäldchen ein Insekten-Hotel. Ich nenne sie immer Käfer-Häuser. Dieses hat mal eine andere Form: Durch den L-förmigen Grundriss ist die Windstabilität erheblich grösser als bei den simplen Varianten.

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Rollei 35S, Kodak Portra 160. Irgendwann im Spätsommer auf einer Rad-Tour durch die norddeutsche Pampa auf dem Weg zum See aufgenommen.

Wenn ich sehe, was heute an Objektiven angeboten wird, wird mir schlecht. Diese Woche hat Sigma ein 1.4/40 mm Objektiv herausgebracht. Ein riesiger Glasklotz, in den meine kleine Rollei inclusive Objektiv garantiert 2x hinein passt. OK, es ist lichtstärker, aber wer will das Gewicht permanent mit sich schleppen? Abgesehen davon ist es noch kein Garant dafür, dass ‘man’ damit bessere Geschichten erzählen kann…

Wer jetzt glaubt, ich sei ein Insektenfreund, den muss ich enttäuschen. Bin ich nicht. So lange sie mich in Ruhe lassen, ist alles in Butter, aber wenn sie mir zu nahe kommen oder meine Wohnung besiedeln, ist ganz schnell Schluss mit Lustig: Patsch!

Alster.Arkaden.

Vor 14 Tagen in Hamburg, später Nachmittag eines Bilderbuchtages, als wir vom Jungfernstieg zu den Alsterarkaden gingen:

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Rollei 35S und einem Kodak Portra 160, Pano aus 2 Aufnahmen (aus der Hand) zusammengesetzt. OK, ich hätte die Kamera vertikal halten und mehr Aufnahmen machen können, um den Rathausturm vollständig abzulichten. Aber ich war ganz bewusst ‘nur’ Tourist an dem Tag und habe mich an der Leichtigkeit des Seins in der Stadt voller Leben gefreut. Das war übrigens auch so ein Moment mit ‘Zauberlicht’…

Zwischen.Zone.

Häh? Doch, steht da auf dem Schild. Ist Bürokraten-Deutsch. Niemand weiss, was genau das ist. Eigentlich soll es ein Nationalpark sein, aber er darf von 01. April bis zum 31. Juli nur auf den markierten Wegen betreten werden. Also was nun: Nationalpark oder nicht?

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Natürlich darf ein Zaun (bürokratisches Verschandelungs-Element) bis zum Horizont nicht fehlen.

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Ohne Verbotsschilder und Zäune wäre das Leben legerer, aber dann wäre es nicht Deutschland.

Sprachlich liegen die deutschen Bürokraten immer noch daneben, das stammt aus der Vorkriegszeit, die Gene sind drin. Als ich in den USA war, wurde ich immer wieder angesprochen, warum in Deutschland alles ‘VERBOTEN’ ist. Überall würden solche Schilder stehen. Ich habe dann geantwortet, dass das die Reste von Hitler sind… Die Amerikaner (und viele andere Völker) sind da netter im Umgang miteinander: ‘Please do not walk on the lawn’, ‘No trespassing’, etc. Also immer mit einer Bitte, nie im Blockwart-Befehlston. Das Witzige daran: Es funktioniert dort besser als in diesem Land. Achten Sie mal drauf: Wenn Sie ein Schild sehen mit dem Befehl ‘Parken verboten’, stehen dort garantiert diverse Autos, weil die Bürokratie ignoriert wird. 

Wie viel anders würde unsere Landschaft ohne Schilder aussehen:

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Blick vom Wremer Deichvorland (ich stand mitten im Nationalpark!) Richtung Norden. Der kleine, weisse Nupsi am Horizont ist ein Leuchtturm – ich weiss nur nicht, welcher der vielen in der Wesermündung, denn normalerweise sind die Leuchttürme rot/weiss oder rot, aber nicht komplett weiss. Es sei denn, der Leuchtturm ‘Alte Weser’ hat einen neuen Anstrich erhalten.

Ketten.Rasseln.

Zum Erntedankfest und Herbstmarkt wird am Ortsrand jedes Jahr eine kleine Kirmes aufgebaut. Das zeitlose Kettenkarussell gehört unbedingt dazu und ist ein Highlight für die Kleinen:

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Rollei 35S, Kodak Portra 160

Letztes Jahr hatte ich auch schon Aufnahmen gemacht, unter anderem von ‘Ankes Mandeln’. Sie wollte unbedingt ein Foto von ihrem Wagen haben. Nachdem ich eine kleine Version per e-mail gesendet hatte, war Sendepause. Nach einem halben Jahr bekam ich eine e-mail mit der Bitte, das Foto nochmal zu senden, weil das erste ‘irgendwie verloren gegangen ist’.

Da habe ich eine kleinere Version gesendet, mit Copyright-Zeichen drin. Seitdem habe ich nichts mehr von den Betreibern gehört. 

Leute, wenn Ihr denkt, Ihr könnt mich laschen und Fotos für lau bekommen, dann müsst Ihr erstmal 40 Jahre lang morgens vor 5:00 aufstehen, sonst wird das nichts. 

Letztes Jahr noch digital, dieses Jahr schon mit Film – das ist ein grosser Fortschritt für mich!

Fang.Frisch.

Ein Krabbenkutter läuft bei Flut aus dem Wremer Hafen aus, um auf grossen Fang zu gehen.

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Nein, nicht mit einer Drohne aufgenommen, sondern mit der Rollei 35S und Kodak Portra 160. Ich bin auch nicht mit Schallgeschwindigkeit an der Wasserkante entlang gelaufen – es sind zwei unterschiedliche Kutter, die auf Fangreise gehen. Also bitte keine Verschwörungstheorien entwickeln… Die ersten beiden Fotos habe ich vom Leuchtturm ‘Kleiner Preusse’ aufgenommen. Im unteren Bild ist im Hintergrund das Container Terminal von Bremerhaven und links – der schwarz-weisse Nupsi – der Leuchtturm von Wremen zu sehen. 

Die Kisten für den Fang stehen schon im Hafen bereit:

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Der kleine Kutter muss ganz früh von der Fangreise zurückgekommen sein – die Granat waren knackfrisch:

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Härte.Fall.

Die meisten Digitalkameras haben einen Tonwertumfang von rund 10 EV, ein paar wenige von 12 EV. Die Modelle zum Preis einer Eigentumswohnung bis zu 14 EV.

Auf dem Papier.

Diafilm hat einen Tonwertumfang von maximal rund 7 bis 8 EV.

Negativfilm – besser gesagt Farbnegativfilm – hat von Haus aus einen Tonwertumfang von 14 bis 15 EV, s/w bis 19,5 EV wenn er entsprechend entwickelt wird.

In der Realität.

Bei einem Farbnegativfilm die Lichter ‘wegfliegen’ zu lassen, erfordert schon erheblichen Aufwand. Bei Digital und Diafilm ist das einfach: Ein EV mehr, und in den Lichtern ist keine Zeichnung mehr zu sehen.

Warum hat Farbnegativ diese Eigenschaft? Um es kurz und leger auszudrücken: Es erfordert enorm lange Belichtungszeiten, den Film komplett zu schwärzen. Huh? Richtig, die Lichter werden negativ dargestellt, d.h. dunkel, die Schatten dagegen hell.

Drehen Sie einfach die Werte für den Negativfilm in der oberen Grafik (Linear) um:

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Ein Sensor (untere Grafik) hingegen erfasst die grösste Bandbreite in den ersten 3 Stops (=Blenden) in den Lichtern (exponentiell), ein Negativ dagegen von ‘unten’ (linear).

Deshalb soll man Digital immer nach der ETTR-Methode arbeiten. Angeblich. Weil beim Anheben der Schatten sonst Rauschen entsteht, und die Tonwerte trotzdem nicht differenziert genug wiedergegeben werden: Wo keine Breite ist, gehen Informationen verloren. Wenn man jedoch permanent mit der ETTR-Methode belichtet, wird auch eine Dämmerungsaufnahme taghell, und das ist sicher nicht Sinn der Sache. Der ETTR-Methode stehe ich sehr kritisch gegenüber, weil niemand auf dem kleinen Mäusekino der Digitalkameras die kleinen Spitzen der Lichter ganz rechts erkennen kann, was zur Folge hat, dass die Zeichnung in den Lichtern komplett weg ist.

Links eine normale Belichtung, rechts die angeblich ‘bessere’ ETTR. Dass damit die Helligkeitswerte enorm verschoben werden, ist offenbar noch niemandem aufgefallen.

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Ein Negativfilm ist dagegen fast linear (leichte S-Kurve). Kurz: Wenn ich mehr Tonwerte ‘einfangen’ kann, habe ich mehr Details zur Verfügung. Will ich den Tonwertumfang reduzieren, geht das problemlos, indem ich ihn – leger gesprochen – zusammendrücke. Umgekehrt geht es nicht: Habe ich nur 7 EV, kann ich keine 14 daraus machen.

Ich will das mal verdeutlichen: Wenn ich einen Eimer mit 10 Liter rotem Wasser fülle, kann ich den Inhalt problemlos auf 5 Liter reduzieren – die Farbe ändert sich nicht. Habe ich nur noch diese 5 Liter rotes Wasser im Eimer, kann ich das Volumen nicht auf 10 Liter vergrössern, weder durch kochen oder ziehen oder rühren… Beten hilft auch nicht. Wenn ich nur Wasser hinzufüge, wird alles zusammen – genau – schweinchenrosa.

Negativfilm nur gescannt:

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Sättigung +20, Kontrast + 5:

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Sättigung +30, Kontrast +10:

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Die Schatten laufen langsam zu, die Lichter bleiben entgegen den Erwartungen erhalten. Nehmen Sie einfach die letzte Variante und versuchen Sie, daraus die erste zu machen. Wird nicht funktionieren.

Die Histogramme dazu von links nach rechts entsprechen der Bildfolge von oben nach unten:

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Wir wir früher sagten: Von einem harten Negativ (oder Dia) kann man keinen weichen Abzug machen. Und jetzt viel Spass beim Basteln.

[Nachtrag]

So sieht ein normal belichtetes Foto aus:

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Und so ein nach ETTR belichtetes:

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Die Histogramme dazu: links das normale, rechts das ETTR:

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Noch Fragen? Bei riesigen Nebenwirkungen erschlagen Sie Ihren Arzt und Apotheker!

Dieses Video erklärt die Zusammenhänge sehr gut:

Spieler.Ei.

Es gibt keine Zufälle… Irgendeine Macht hat mich auf meinem Weg zurück wieder zu der alten Wassermühle geführt, um nachzusehen, ob es dort auch schon etwas farbig ist.

Ist es.

Erstmal das 20mm montiert, davor dann den Polfilter. Die erste Aufnahme mit einem Hauch Sonne und ohne Filter, die zweite ohne Sonne und mit Filter.

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Die Wasseroberfläche ist durch die Reflexe viel zu hell, irgendwie unnatürlich.

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Beim Weitwinkel hat der Polfilter leider nur eine geringe Wirkung… Zu allem Überfluss fing es noch an, etwas zu regnen, aber eine Aufnahme mit dem 2.5/105 mit Polfilter musste noch sein, als die Sonne nochmal kurz durch die Wolken kam.

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Für die grössere Schärfentiefe hatte ich auf f=16 abgeblendet. Geht gar nicht laut der Foren-Verdummungsmaschinen, denn ab f=8.0 schlägt angeblich die Beugung gnadenlos zu. Überhaupt: Mit so einem alten Objektiv noch Aufnahmen machen gehört verboten.

Mir ist das herzlich egal, und so habe ich noch ein paar Aufnahmen gemacht. Die erste ohne Polfilter. Sieht etwas nach Silberfolie um Schokolade aus. Ein gutes Beispiel für den Satz: ‘Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.’

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Die zweite Aufnahme mit Polfilter. Da wird es dann rund.

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Weiter geht es mit den Wasserspielen und Polfilter. Die erste Aufnahme wieder ohne, die zweite mit.

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Komplett auslöschen konnte ich die Reflexe leider nicht, weil das diffuse Licht nicht gerichtet ist.

Zum Schluss noch eine Aufnahme mit dem 300er. Manchmal ist so ein Teleobjektiv recht nützlich, wenn man sich die Füsse nicht nass machen will.

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Interessantes am Rande: Normalerweise ist das Wasser des Baches dunkelbraun – ich nahm an, dass die Ursache die Quelle im Moor sei. Heute war es kristallklar. Als ich das dem Mann erzählte, der das Stau von Ästen befreit hatte, sagte er: Das hat mit dem Moor wenig zu tun. Es liegt daran, dass es so wenig geregnet hat, dann wird das Oberflächenwasser mit Gülle und Dünger nicht in die Flüsse geschwemmt.

Uih, daran kann man sehen, wie viel Gülle normalerweise im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runtergeht und nicht nur die Flüsse, sondern auch die Meere belastet.

Fazit des Tages: Ich werde mir mal einen Circular Polfilter für grosse Objektivdurchmesser zulegen. 82 mm sollten reichen, denn die passen auf mein unmögliches 24-105er Objektiv und auf das 300er. Für die Grossformatkamera und den Rest habe ich schon einige Filter und passende Adapter.

Eigentlich sollte ich noch einen Polfilter mit Markierungen (Heliopan) für die kleine Rollei besorgen, aber ich glaube, dass es für 30,5 mm keine Polfilter (mehr) gibt. [Edit] Doch, gibt es noch, und sogar von Heliopan bei FotoImpex.

Das erinnert mich an den netten Spruch von Werner Mitsch:

Was das Fotografieren und die Frauen so teuer macht, ist das passende Zubehör.

(Noch mehr Zitate von dem Aphoristiker Werner Mitsch gibt es hier)

Pol.Filter.

Eine Version mit Polfilter, um Reflexe zu beseitigen. Mit einem Uralt-Objektiv, dem Tamron 35-135 f=3.5-4.5 Adaptall T2 Macro. Liegt immer noch bei mir rum und kommt ab und an zum Einsatz, weil es auch ganz nah ran kommt.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die Schärfentiefe ist bei 18 cm Objektdistanz naturgegeben hauchdünn. Dann muss man überlegen, welchen Tod man sterben will: Hauptmotiv scharf oder die rechte Blattspitze. Keine Frage, wenn man eine saubere Bildwirkung erreichen will. Das Objektiv nutze ich nicht mehr, weil es ein sogenanntes Wander-Objektiv ist: Etwas Schräglage, und die Brennweite ändert sich, weil der Objektiv-Tubus des Schiebe-Zooms wandert, d.h. ausfährt.

Dazu kommt, dass der Tubus und somit der eingesetzte Filter sich dreht. Verstelle ich den Polfilter, verändert sich auch die Schärfe. Eine herbe Fummelei, aber ‘früher’ war das so. Angeblich ist das Objektiv absolut unterirdisch, was die Auflösung betrifft. Kann ich nicht behaupten, denn damit habe ich eine Serie Nachtaufnahmen gemacht, die an Schärfe nicht zu übertreffen waren. Optisch ist das Objektiv top, nur eben halt sehr umständlich in der Handhabung.

Bunte.Tupfer.

Kein Herbst-Bouquet, sondern ein Herbst-Bokeh. Mit einem Objektiv, mit dem ‘man’ eigentlich keine Fotos machen kann, das angeblich absolut untauglich für ‘Bokeh’ oder überhaupt für irgendwelche Abbildungsleistungen ist. Wie man sieht, ist das alles nur eine Frage der Physik, d.h. der Abstände und Blendenöffnung. Jedes Objektiv ist dazu in der Lage, aber eben nicht jedes Motiv ist dafür geeignet.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Keine f=1,0 oder f=1,2, sondern f=5,6. ‘Geht gar nicht’ würde jetzt in Foren gebrüllt werden. Aber wie war das noch? Foren sind Verdummungsmaschinen und lassen keinen Raum für gesunden Menschenverstand oder physikalische Gesetze.

Roter.Oktober.

Nein, der rote Oktober hat nichts mit der russischen Oktoberrevolution 1917 oder dem Film ‘Jagd auf roter Oktober’ zu tun. Sondern mit den Herbstfarben direkt vor meiner Tür. Ich glaube, das Objekt meiner Freude ist ein wilder Wein, aber ich bin mir nicht sicher, denn ich habe ihn nicht gepflanzt. Er war schon da, als ich einzog.

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Der Oktober 2018 mit goldenem Licht und intensivem Rot. 

Gäste.Haus.

Heute habe ich ein paar Innenaufnahmen eines Seminarhauses mit angeschlossenem Gästehaus gemacht:

Der kleine Tagungsraum:

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Gästezimmer # 8:

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Gästezimmer # 9:

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Licht balanciert und mit dem Tageslicht draussen abgestimmt, damit man sehen kann, was draussen ist. 3 Blitzköpfe mit unterschiedlichen Lichtformern. Den dreidimensionalen Effekt habe ich mit einem Blitz mit runter geregelter Leistung unter den Betten gezaubert, das gibt dem Bild mehr Leichtigkeit und Transparenz.

Die Perspektive ist ungewöhnlich, weil ich zeigen wollte, wie hell und freundlich die Zimmer durch die tiefen Fenster sind, und natürlich um den Blick ins Grüne darzustellen – ein grosser Vorteil und ein wichtiges Argument für die Auswahl eines Seminarhauses im ländlichen Bereich,  in diesem Fall dem ‘Zürnshof’ in Hassendorf.

Viele Gästezimmer werden von erhöhter Position aufgenommen, mit zugezogenen Vorhängen und ‘abgeschnittenen’ Fenstern oder in der Dämmerung, weil sonst die Kontraste zu gross sind und die Lichter ausfressen, wie z.B. hier , wo die Gardinen überstrahlen und es recht dunkle Schattenbereiche neben den Betten sowie unschöne Reflexe auf den Oberflächen gibt.

Sieht einfach aus, ist es aber nicht. Wer meint, er könne das auch ‘mal eben’ machen, sollte sich dringend über den Dunning-Kruger-Effekt informieren. Bei den meisten Menschen scheitert es bereits an der Tatsache, dass sie kein Licht sehen können. Wenn Sie jetzt denken, dass Sie sehr wohl sehen können, ob es hell oder dunkel ist, sind sie für den Beruf des Fotografen definitiv nicht geeignet.

Übrigens: So sähe es aus, wenn jemand die Aufnahme macht, der behauptet, er/sie würde nur mit ‘natürlichem Licht’ arbeiten, weil es ‘besser’ aussehen würde (das ist für mich eine Bankrott-Erklärung, weil es übersetzt heisst: ‘Ich kann nicht mit Licht umgehen’!):

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Trotz intensiver Bildbearbeitung immer noch überstrahlte Lichter und viel zu viel Grau sowie wenig Struktur in den Oberflächen.

Hoffentlich.Nicht.

Grade eben beim Scrollen durch Welt.de gefunden:

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Himmel hilf und lass Hirn regnen – mein Zuhause soll funktionieren, aber keine smarten Macken haben! Wenn ich an mein Smartphone* denke, denke ich nicht an ‘smart’, sondern nur ‘phone’. Die vielen Macken, die das Ding hat, die vielen Aussetzer, die langsame iNet-Verbindung, der überforderte Prozessor, der einen lange auf irgendetwas warten lässt, die nervige Werbung, die ich nicht abschalten kann, sobald ich eine App oder einen Browser nutze… Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf dem WC, und an der Tür läuft eine ‘smarte Werbung’ für Toilettenpapier ab. Sie schauen zur Seite und stellen fest, dass dort kein Fitzelchen Papier hängt. Nur eine leere Rolle. Sie gehen ins Bett, und die Algorithmen von google & Co. belästigen Sie von der Zimmerdecke aus mit Zwangswerbung für Bettlaken, Bettdecken, Whiskey, Wodka und Partnerbörsen für ‘heisse Nächte’. Dudeln bis Mitternacht, weil irgendein angeblicher ‘Experte’ herausgefunden hat, dass 4 Stunden Schlaf für den Durchschnittsmenschen – also einen wie Sie! – ausreichen. Sicherheit gibt es auch nicht, weil wir in einem Land des Staatsversagens leben. Die Einbrecher erschiessen die Eigentümer und der Film ist zu Ende (kommt immer häufiger vor). Voll im Trend liegt das Abschlachten von Biodeutschen mit langen Messern… Ein Kettenhemd bietet da mehr Schutz als der elektronische Firlefanz 4.0.

All das, was uns als grossartige Zukunft verkauft wird, ist flüchtig. Es sind leere Versprechen, leere Phrasen wie die Worthülsen der heutigen Politiker. Kaum noch etwas ist real.

Da ist mir ein solides, normales und wohnliches Zuhause lieber. Inclusive ‘alter’ Fotos:

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FOTO © 1963 BY WALTER BENTHIEN

Das Foto hat mein Vater vor 54 Jahren auf der Mittelweser aufgenommen. Er fuhr mit einem alten Holzruderboot, an dem ein 3 PS (!) Aussenborder montiert war, neben uns her. In dem kleinen Segel- und Ruderboot (würde heute Multifunktionswassersportfahrzeug oder Denglisch ‘Multiple Water Sports Vehicle’ heissen) sitzen mein Bruder (links im Bug) und ich (rechts auf dem Spiegel am Heck). Eigentlich war das ein Dingi, das mit einem Mast und Segel bestückt war. Nein, es war kein ‘Optimist’, sondern eine ‘Kieler Wanne’. 

Die Kamera war meine Agfa Isoly, der Film ein Adox im Format 4×4 cm. Scan von einem Positiv, das in der Drogerie um die Ecke angefertigt wurde, weil ich das Negativ auf die Schnelle nicht finden konnte. Zwischen der Drogerie und unserer Wohnung verlief damals eine Rinne im Gehweg, weil ich dort Dauerkunde war . Die Kamera war einfach, aber sehr gut: 3 Symbole für die Entfernung (Portrait, Gruppe, Landschaft) und 3 Symbole für die Belichtung (Sonne, eine Wolke, drei Wolken). Beide Einstellungen wurden jeweils mit einem Metallhebelchen und kerniger Rastung eingestellt. Sie werden es nicht glauben, aber alle Bilder, die ich damit gemacht hatte, waren top! Nun ja, es gab ja auch noch kein Internet mit Fotoforen, die einen 9-jährigen versauen konnten.

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Wie werden die heutigen Digitalbilder in 55 Jahren aussehen? Die Chancen sind gross, dass sie unsichtbar geworden sind, weil es keine Lesegeräte für die Datenträger mehr gibt. Der Erdmagnetismus hat den bits dann den Rest gegeben, wie bei den alten VHS-Kassetten (wohl dem, der bei 8mm-Film geblieben war). Das werden mehrere Generationen ohne Gedächtnis und ohne Erinnerung werden…

Every famous photograph was made with a camera less advanced than the one you are using now. — Ted Forbes

* Jedes Smartphone ist strunzdumm, denn es kann nur das machen, was der Nutzer ihm vorgibt. Die meiste Zeit saugt es lediglich den Akku leer, um Daten an google & Co. zu senden, sonst nichts. An der Dummheit ändern auch die KI (‘Künstliche Intelligenz’ – was genau ist das?) oder 3 Kameras nichts. Diese Behauptung können Sie ganz einfach testen: Fragen Sie mal Ihr Smartphone, wo Sie den Versicherungsvertrag für Ihr Fahrzeug vor 3 Jahren hingelegt haben, den Sie nicht wiederfinden können. Die Antwort wird ein Schweigen bis zum Ausschalten sein. Oder legen Sie eine Hasel- oder Erdnuss auf die Terrasse – nach kurzer Zeit wird ein Eichhörnchen sie mitgenommen oder gefuttert haben. Ihr Dumm-Phone hingegen ist nicht einmal in der Lage, einen neuen Akku zu finden, geschweige denn selbst einzulegen. Jede kleine Blaumeise ist intelligenter, cleverer und smarter als dieser gehypte, technische Nonsense! Denken Sie immer daran:

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen neuen herstellen. 

Ich möchte meine heile Welt ohne ‘smartes Phone und Zuhause’ behalten, bitte!

Park.Platz.

Mit einem Park hat die Sache herzlich wenig zu tun, es sei denn, man würde sagen ‘Blechpark’, weil da viel Blech herumsteht.

‘Shoppen’ ist jetzt vollständig in der Gesellschaft angekommen und eine anerkannte Freizeitaktivität. Soll heissen: Die Menschen fühlen sich ‘aktiv’, wenn sie Geld für Dinge ausgeben, die sie nicht wirklich brauchen. Da fällt mir der treffende Spruch von Walter Slezak ein:

Viele Menschen geben Geld aus, das sie nicht haben, für den Kauf von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.

Somit ist klar, was das hier ist: Der Parkplatz eines Shopping Centers in Norddeutschland. Angeblich des grössten im Norden. Früher war der Slogan: ‘Die Einkaufsstadt, die alles hat.’ Den Slogan hat man offenbar fallen lassen, weil man inzwischen mehr als ‘alles’ hat. So zum Beispiel überflüssige Flicker-Flacker-Displays gigantischen Ausmasses an den Fassaden, weil ‘shoppen’ allein nicht mehr reicht – von Anfang bis Ende des Besuchs sollen die Kunden noch mehr berieselt und zum Geld ausgeben animiert werden:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Als Zweitnutzen wird ‘Öffentliches Begaffen’, d.h. ‘public viewing’, genannt. Was ‘public viewing’ in Wirklichkeit auf Deutsch heisst, wollen Sie jetzt nicht wirklich wissen: Leichenschau. Nun denn, viel Spass dabei! Laden Sie doch einfach mal Ihre Angehörigen, Freunde und Nachbarn zur nächsten öffentlichen Leichenschau ein…

Rollei 35S, Portra 160, Digitalisierung Nikon Coolscan LS 9000 @ 4.000 ppi @16/48 bit.

 

Einsatz.Bereit.

Der kommt seltener zum Einsatz um Feuer zu löschen, aber häufiger bei Verkehrsunfällen, die seit der Errichtung der Baustelle auf der A1 zunehmen. Vor und nach dem Einsatz steht er direkt neben dem Rathaus in der Garage.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Kodak Gold 200, Minox 35 GT, Nikon Coolscan LS 9000 @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe, Ausschnitt aus einem Hochformat

Ammen.Märchen.

Wie oft habe ich gehört, dass ‘man’ ein Negativ nicht so gross vergrössern kann wie ein digitales Bild – ich weiss es nicht mehr, weil ich nicht mitgezählt habe. Und wie oft habe ich darüber gelesen, dass Negativfilm nicht für grosse Vergrösserungen geeignet sei…

Glauben Sie das auch? Dann müssen Sie jetzt Sie ganz stark und tapfer sein. Zum Sommeranfang 2018 hatte ich zwei fast identische Aufnahmen gemacht, einmal mit der grossen Digi, einmal mit der Rollei 35S und einem Kodak Portra 160.

Das Motiv:

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Die beiden Ausschnitte mit 800% Ansicht:

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Den Scan vom Negativ musste ich in der Ansicht etwas mehr vergrössern (886% statt 800%), damit die Abbildungen identisch sind (Das Format des Scans ist 5596 x 3730 pixel, das Digi ist 5953 x 3968 pixel).

Der Scan vom Negativ ist weicher und hat mehr Zwischentöne, das Digi ist recht hart. Der Scan hat in diesem Ausschnitt nur 3 Pixel ohne Zeichnung, das Digi 18. Die dunklen Bereiche des Digi haben kaum noch Details.

Die blaue Fläche des Digi ist in grossen Bereichen unnatürlich homogen – so kommt das im Chaos der Natur nicht vor. Die Farben des Digi sind knackiger, in den Rädern sieht man noch sehr deutlich die schwarzen Ringe, allerdings ohne Details. Dass da noch was drin ist, sieht man auf dem Scan.

Ganz deutlich sind die Treppchen des Digi-Bildes, obwohl der Scan um 10% mehr vergrössert wurde.

Der Tonwertumfang des Digi-Bildes ist erheblich kleiner als der des Negativfilms, obwohl ich versuche, das Maximum herauszuholen, indem ich die Konvertierung ohne Änderungen durchführe.

Nun rechnen wir mal. 5.596 pixel x 8,86 = 49.580 pixel ./. 300 pixel per inch = 165,27 inch ./. 2,54 = 419,78 cm. Die gleiche Berechnung für die Höhe ergibt 279,8 cm. Das heisst, dass das, was Sie hier aus einem extrem kleinen Betrachtungsabstand (ca. 30 cm) auf dem Monitor sehen, einem Ausschnitt aus einem mit 300 dpi gedruckten Bild im Format von rund 4,20 x 2,80 Meter entspricht. So nah würden Sie nie an ein Bild der Grösse herangehen.

Machen Sie mal einen Test: Platzieren Sie das Vergleichsbild in der Mitte des Monitors und gehen Sie 5 bis 6 Meter nach hinten (Das ist der optimale Betrachtungsabstand für dieses Format). Was sehen Sie jetzt? Das Negativ ist zu weich? Dann schärfen Sie es nach und erhöhen den Kontrast. So zum Beispiel:

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Ist das der Punkt, warum viele Menschen sagen, es würde so sehr nach Plastik aussehen? Klar, das Spielzeugauto ist aus Plastik, aber irgendwie zu glatt.

Ganz schön gross, oder? Wahrscheinlich haben Sie noch nie so gross drucken lassen (ich auch nicht). Deshalb stellen Sie sich mal vor, sie würden das Bild nur in einem Format von 60 x 40 cm oder 90 x 60 cm mit einem Belichter wie dem LightJet oder Lambda drucken lassen – was würden Sie da aus einem Betrachtungsabstand von sagen wir mal 80 cm respektive 100 cm, dem jeweils optimalen Betrachtungsabstand, sehen?

Wie war das doch gleich nochmal: Kleinbild oder 35 mm Negative kann man nicht gross drucken lassen wie ein Digitalbild, weil das Korn viel zu grob ist? Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, hatte nicht nur einen Korn zu viel intus, sondern täglich eine Flasche.

Was zu beweisen war. Holen Sie ihre Schätzchen aus dem Schrank, legen einen Film ein und freuen sich über das Leben. Es lohnt sich.

Farben.Spiel.

Ich hatte in dem Artikel Rück.Schritt. über den Standard von Diafilm geschrieben. Gleiches gilt natürlich auch für Negativfilme. Es wird zwar immer wieder behauptet, dass ein Negativfilm nicht zu kalibrieren oder profilieren sei, aber das ist Unsinn.

Die orange Maskierung ist kein Problem, denn die kann man bei der Digitalisierung herausrechnen (lassen). Jeder vernünftige Filmscanner mit entsprechender Software sollte dazu in der Lage sein.

Somit habe ich auch mit einem Portra 160, Fuji Pro 160 NS, Kodak Gold 200, Portra 400 oder Fuji Pro 400H ebenfalls einen Standard, den ich in jedem zertifizierten Fach-Labor der Welt im C41-Prozess entwickeln lassen kann. Die Billig-Entwicklungen über die Drogeriemärkte sind in dem Fall natürlich ein absolutes no-go, ist klar, oder?

Es gibt für Unix-Systeme das Argyll Color Management System, mit dem man einen Film profilieren kann, für den Mac gibt es den roughProfiler. Eine Alternative ist VueScan, das es erlaubt, die Maskenfarbe von einem Stück unbelichteten Film auszulesen und diesen Wert als Korrekturfaktor verwendet. Bei Kleinbild nimmt man einfach ein unbelichtetes Bild vom Filmanfang oder lässt am Ende eins frei. Bei grösseren Formaten reicht es, ein 8×8 mm ‘Patch’ aus dem Steg zwischen zwei Bildern zu nehmen.

Für die Maskierung werden dann beispielsweise folgende Korrekturwerte ermittelt:

  • Film Base Color Red: 0.959
  • Film Base Color Green: 0.896
  • Film Base Color Blue: 0.692

Die Komplementärfarbe zu Orange ist Blau, somit ist klar, dass der Blauwert entsprechend korrigiert wird.

Dass ein Negativfilm trotzdem eine andere Charakteristik hat, liegt auf der Hand, denn der Tonwertumfang ist ungleich grösser als der eines Diafilms (14 bis 16 EV zu 5-7 EV). Und ja, selbst wenn alles richtig gemacht wurde, kann man noch einen Weissabgleich in der Bildbearbeitung machen, nur: Jedes Programm macht das anders, d.h. es gibt bereits an dieser Stelle keinen Standard mehr, wenn man meint, mit der EBV alles verbessern zu können. Ein Sonnenuntergang mit Weissabgleich auf einen Weisspunkt sieht daher recht bescheiden aus. Gleiches bei Modeaufnahmen ist schon wieder eine ganz andere Geschichte, jedoch sollte man sich hier auf den Wert verlassen, den das Scan-Programm liefert, um vergleichbare Resultate zu erhalten. Das Scan-Programm ist näher dran am Original (=Negativ) als die ‘beste’ Bildbearbeitung es jemals sein kann.

Kompliziert? Nein, nicht wenn man beherzigt, nicht an allen Reglern drehen zu wollen (müssen).

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Eisenbahner-Häuschen am Bahnhof Ottersberg im Frühjahr 2018 am frühen Vormittag. Kodak Gold 200, Minox 35 GT, C41-Entwicklung, Digitalisierung mit Nikon LS 9000 @ 4.000 ppi @16/48 bit Farbtiefe.

Das obere Bild wurde ohne, das mittlere mit der Korrektur der Maskierung digitalisiert. Ganz deutlich zu sehen ist der differenziertere Schattenbereich (links im unteren Bereich der Bäume, rechts auf dem Balkon des Hauses im Hintergrund und in den Fensterflächen). Das obere Bild ist für Displays ok, würde aber beim Druck schon zu dunkel werden, das mittlere ist im Druck perfekt. Auch wenn man es nicht sieht: Es hat einen 100%igen Schwarzpunkt und einen Weisspunkt von 99.998%. 

Da Negativfilm so gut wie nicht überbelichtet werden kann (ok, von mutwilligen Ausnahmen abgesehen) und Reserven von bis zu +3 EV im Normwert aufweist, wird es keine ‘ausgefressenen’ Lichter geben. Man kann also mit dem Korrekturwert einen kompletten Film (oder eine ganze Charge aus dem gleichen Labor vom gleichen Tag) digitalisieren, ohne den Korrekturwert ändern oder neue Weiss- & Schwarzpunkte setzen zu müssen.

Das mittlere und untere Bild wurde ausserdem mit einer speziellen Glasbühne plan gehalten, so dass es keine Filmwölbung und somit Unschärfebereiche gibt – das ist auch der Grund für den etwas anderen Bildausschnitt. Es ist näher an der Realität mit dem zarten Frühlingsgrün und der Farbe des Gebäudes in dem diffusen Morgenlicht dran als die Simpel-Version. Im Prinzip also natürliche Farben ohne digitalen und trendigen Geschmacksverstärker 🙂

Bei dem unteren Bild habe ich noch leicht den Kontrast angehoben, was bei dem grossen Tonwertumfang kein Problem darstellt und es auf nicht kalibrierten Displays besser aussehen lässt.

Fort.Schritt.

Ein Leser meines blogs hat auf den Artikel Rück.Schritt. einen interessanten Vorschlag gemacht (Achtung Foto-Industrie, gut aufgepasst!):

Cool wären doch Sensoren für Kameras (gewesen), welche auf Wunsch genormte RAW Daten liefern können. Dazu einen nach Anwendungsvorlieben wählbaren RAW Konverter, der den dazugehörigen genormten Entwicklungsprozess ebenfalls unterstützt (z.B. eine Art E6-Profil). Damit wäre man wirklich frei zwischen Herstellern und einzelnen Kameramodellen, könnte frei mischen und erhält zueinander schlüssige Fotos.

Du hättest die Freiheit, digital beliebig alles zu verbiegen, oder eben auch den von Dir genannten Vorteil zu nutzen: Du und ich stellen unsere Knipsen im Menü auf „Fujifilm Pro 160 E6“ oder „Kodak Gold E6“, können dabei flexibel die ISO variieren (Vorteil Digital), spontan den Film wechseln (Vorteil Digital), haben einen „Endlosfilm“ eingelegt (Vorteil Digital), können die Belichtung sofort kontrollieren (Vorteil Digital), schieben unsere Bilder beide durch einen Konverter unserer Wahl und entwickeln nach E6-Profil und haben eine konsistente Serie erzeugt und können sofort die Bilder mischen und gemeinsam verwenden. Und das ohne Zeitverzug (Vorteil Digital).

Wenn dann noch das Digitallabor das digitale Farbprofil E6 ebenfalls auswertet, dann könnte man auch die ganze Farbkalibrierung in den Wind schießen. Die Hersteller dürfen dabei ja weiterhin ihre eigenen Süppchen kochen, aber so hätte man eine echte Symbiose aus beiden Welten. Anstatt dessen kreieren irgendwelche Start-Ups seltsame Digitalrückteile für alte analoge Kameras (die wahrscheinlich auch noch gekauft werden) – Damit hat dann der Hipster vermutlich die Nachteile aus beiden Welten endlich vereint.

Anmerkung des blog Betreibers:

Danke für das feedback, das ist ein wirklich neuer, plausibler und sehr guter Weg!

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Front eines Fendt Traktors. Fuji GW690 III (6×9 Kamera), Fuji Provia 100F (Diafilm), Digitalisierung mit Nikon LS 9000 @ 4.000 ppi @16/48 bit Farbtiefe. Ausschnitt aus einem Hochformat-Foto, Originalgrösse 8.600 x 12.900 Pixel.

Rück.Schritt.

Aus gegebenem Anlass (photokina 2018) gehe ich mal ein paar Jahre zurück. Sagen wir mal 34 Jahre, ins Jahr 1984. Eine Zeit, in der es das (Un)Wort ‘Digital’ noch nicht gab. Damals hiess es einfach ‘Fotografie’. Man stritt darüber, ob es nicht korrekter Weise ‘Photographie’ heissen sollte, daher gab es auch Hybridformen wie ‘Fotographie’ oder ‘Photografie’ aus dem Lager der Möchtegern-Elitären. Ganz grausame Sprachverbrechen!

Bleiben wir bei der Fotografie (in korrekter und logischer deutscher Schreibweise). In dem Jahr waren auf der photokina kompakte 35mm-Sucherkameras, Mittelformatkameras, DX-Codierung, neue Objektive und höchstempfindliche Filme die absoluten Renner im Amateurbereich.

Es war also die Dekade der Minox 35, der Rollei 35, Olympus, kurz – der Sucherkameras. Mit Spiegelreflex hatte man es noch nicht so sehr, weil man es nicht nötig hatte, mit einer Schwanzverlängerung anzugeben, denn die Anschaffungen für die Familie waren wichtiger als mit einer teuren Fotoausrüstung verhunzte Knipsbildchen in einem Forum zu verbreiten (die gab es damals zum Glück auch noch nicht).

Leica hiess noch Leitz und hatte wunderschöne Kameras mit normalen Preisschildern, weil die Dreistigkeit noch nicht um sich gegriffen hatte.

Das war auch das Jahr, in dem meine Arca Swiss gebaut wurde. Eine Zeit also, in der es noch solide Mechanik für das Geld gab.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die Batterien der Amateur- & Profikameras hielten zwischen 3 und 5 Jahren. EINE einzige Zwergen-Batterie oder auch Knopfzelle reichte aus, ohne Nachladen. Würde man täglich einen Film á 36 Aufnahmen damit belichten, könnte man mit einer Batterie 52.560 Aufnahmen machen (bei 4 Jahren Nutzungsdauer). Genial, was? Diese Batterie kostet zur Zeit rund 3 Euro.

Ein neuer Akku für meine Nikon liegt bei 70 Euro und hält maximal 3 Jahre. Da ich immer zwei brauche (nix da, keine 330 Aufnahmen am Tag, aber sobald der Schalter auf ON steht, saugt das Teil Strom, und ich brauche viel Zeit am Sucher, und der AF und der Stabi scheinen auch tierisch Kapazität zu nuckeln), wird das teuer. Wenn ich dann 30 oder 40 Aufnahmen habe, geht das Display aus, einfach so. Sind also 140 Euro für einen Satz Batterien (ich muss grade einen neuen Satz kaufen).

Und: Die Zeit, um die Bilddaten auf das Speichermedium zu schreiben, lag selbst bei einfachsten Kameras bei exakt 0,00 sec. Das Einschalten hat eine Verzögerung von 0,00 sec. Das Auslösen hat eine Verzögerung von 0,00 sec. Als Sahnehäubchen gab es noch einen Drahtauslöser-Anschluss. Ja, ich weiss, die Digis kann man per App auslösen, aber wenn da der Akku leer ist, ist Sense. Ein mit Ballistol geölter Drahtauslöser – ggf. noch mit Feststeller – läuft immer: von – 30° C bis + 50° C, von 10% bis 100% relativer Luftfeuchtigkeit.

Mechanik kann man reparieren, ggf. neue Teile anfertigen und einbauen. Digital kann man nur Bauteile tauschen, die aber – wie im Fall meiner Nikon – nach 4 Jahren nicht mehr verfügbar sind, sondern aus Japsland geliefert werden müssen. Nach 6 Jahren weiss niemand mehr, wie man die Dinger zerlegen muss, weil es bereits die 12. Neugeneration gibt und sich niemand um den Schrott von gestern kümmern will oder kann (Vergesslichkeits-Faktor), denn der bringt kein Geld mehr.

Ausserdem setzt die neue Digital-Kamera-Generation den Konverter ABC Version 24.1.9 voraus, der das Betriebssystem XYZ Version 12.1 voraussetzt. Da ich aber noch bei Version KLM Version 2.7 bin, muss ein neuer Rechner her, nur das dafür erforderliche Einkommen fehlt effektiv. Der Vorteil von filmbasierter Fotografie: Film kann ich ins Labor geben, das mir auch gern Prints fertigt. Ohne Rechner, ohne stundenlang an Reglern fummeln zu müssen.

Ferner lösten und lösen die kleinen Kameras fast geräuschlos aus – ein Feature, das erst jetzt mit den neuen ’Mirrorless’ und elektronischem Verschluss auf den Markt kommt – rund 20 Jahre, nachdem Millionen Käufer von Digitalkameras mit hohen Preisen für wenig Leistung abgelascht wurden.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Minox 35 GT, Kodak Ektachrome 100, Entfernungsmesser war eine Visitenkarte nach dem Triangulationsprinzip, Entwicklung Fotolabor Görner, Digitalisierung mit Nikon LS 9000 @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe, keine Nachbearbeitung, nur Verkleinerung. Für einen Digitalfotografen eine kaum machbare Aufnahme, weil er zu der Tageszeit neben seiner Knips am Küchentisch sitzt und sein Abendessen einwirft oder dem Glotzofon frönt um die unerträgliche Tagessau (kein Schreibfehler) zu beglotzen.

2 Dekaden lang wurden die Kunden für dumm verkauft. Mit angeblichem Fortschritt und angeblich zukunftsweisenden Technologien. In Wirklichkeit waren das 2 Dekaden Rückschritt: Winzige Sensörchen, kleine Tunnel-Sucher mit winzigen Vergrösserungsfaktoren, notgeil kleiner Tonwertumfang, lausige Akkus… Kurz: Die Käufer waren Versuchskaninchen und Sponsoren der Entwicklungsabteilungen. Wurde dann doch einmal eine neue Technologie entwickelt, wurde sie von der Industrie mit Salami-Taktik scheibchenweise zu exorbitanten Preisen auf den Markt gebracht. Die Kunden kauften, inzwischen angeheizt durch die zahlreichen Foto-Foren, wo jeder Likes sammeln wollte, als ob es Geld dafür gäbe. Gab es aber nicht, im Gegenteil: Die Teilnehmer dieses Rattenrennens mussten immer mehr Geld ausgeben, um ‘auf der Höhe der Zeit’ zu bleiben.

Das alles ist in meinen Augen ein Rückschritt. Wir werden für dumm verkauft, weil der Titel darüber lautet: Industrie 4.0 und Zukunft. Welche Zukunft bitte? Objektiv-Tuben aus Plastik – haben wir nicht schon mehr als genug Plastikmüll? Früher wurden die Teile aus Messing gezogen/gedreht und verchromt, waren somit feuchtigkeitsbeständig und hielten (und halten!) mehrere Dekaden.

Oder nehmen wir den eingebauten, künstlichen Horizont der modernen Digiknipsen mit bis zu 1° Toleranz. Na prima, meine kleine Präzisions-Libelle hat eine Abweichung von 20 Bogensekunden, und darüber rege ich mich schon tierisch auf. Im Senkrechtbetrieb (Objektiv nach unten) schaltet der künstliche Horizont ab, weil der das nicht kann, wogegen die Libelle dann immer noch funktioniert.

Und dann diese Glasklötze im Kunststoffmantel: Schauen Sie sich  mal das neue Sigma 40mm F1.4 DG HSM | Art (stellvertretend für alle anderen Anbieter) an:

https://www.photoscala.de/2018/09/25/sigma-bringt-fuenf-neue-objektive/

Mein Rollei hat auch 40 mm Brennweite, braucht keine Objektivkorrektur in der ‘Postproduction’, und ist bereits bei Offenblende perfekt. Die ganze Rollei 35S **mit** Objektiv (345 Gramm) passt einfach in eine Jackentasche oder mehrfach in den bescheuerte Glasklotz von heute (1.200 Gramm) <seufz>.

Ausserdem löst sie fast geräuschlos aus – ein ‘Feature’, das erst jetzt mit den neuen ’Mirrorless’ und elektronischem Verschluss auf den Markt kommt. Also wieder einmal alter Wein in neuen Schläuchen, oder heisse Luft für den Hype.

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Minox 35 GT, Kodak Gold 200, Entfernungsmesser MEDIS, Entwicklung Fotolabor Görner, Digitalisierung mit Nikon LS 9000 @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe, keine Nachbearbeitung, nur Verkleinerung.

Das war aber noch nicht alles. Es folgte ein langer Rattenschwanz an erforderlichen Zusatz-Investitionen für Rechner, Software, ggf. Drucker, deren Haltbarkeitszyklen eher gen 6 Monaten als 6 Jahren tendierten.

Meine Kameras aus der Zeit arbeiten heute immer noch. Ab und an mal eine Wartung, eine neue Knopfzelle, das war es. 34 Jahre. Wie lange wird meine DSLR durchhalten?

Und noch etwas, was ich sehr wichtig finde:

Wenn ich einen Fuji Provia 100F Diafilm oder einen Fuji Pro 160 NS oder einen Portra 160 Negativfilm (oder irgendeinen anderen Film, den es in verschiedenen Formaten gibt) nehme, habe ich den identischen ‘Sensor’ für meine Rollei 35S, die Minox 35GT, die Fuji GW 690 III und GSW 690 III, die Plaubel und die Arca Swiss, den jedes zertifizierte Labor auf dieser Welt nach einem internationalen STANDARD entwickelt. Und ich habe jedes Mal einen Ursprung! Das kann Digital definitiv nicht bieten, da kocht jeder Hersteller sein eigenes Farb-Süppchen und überlässt den Rest den freien Interpretationen der nicht unbedingt fähigen Bediener des nicht standardisierten RAW-Konverters.

Sie merken schon: Fortschritt geht für mich anders als von der Foto-Industrie gewünscht. Und mein Fortschritt sieht richtig gut aus:

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Rollei 35S, Kodak Gold 200, Entfernungsmesser Watameter II, Entwicklung Fotolabor Görner, Digitalisierung mit Nikon LS 9000 @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe, keine Nachbearbeitung, nur Ausschnitt und Verkleinerung.

Allein mit den Farben der Pfingstrose hätten die meisten Digitalkameras grosse Probleme. Kaum eine wäre in der Lage, diese Farbe naturgetreu abzubilden, kein Konverter kann sie problemlos in ein sauberes TIFF umwandeln. Purpur und Neonfarben sind eine echte Herausforderung für Sensoren und Konverter. Glauben Sie nicht? Dann machen Sie mal eine Aufnahme von Neonröhren in einer Disko oder von einer Fassaden-Deko und reiben sich anschliessend die Augen, was dabei herauskommt.

Hat jemand Adobe gesagt? Vergessen Sie es. Die haben auch nur einen Möchtegern-Industrie-Standard, oder können Sie mir eine DIN oder UL Norm zeigen, in der das geschrieben steht?

Zum Schluss noch etwas Entspannung. Das Video bringt es auf den Punkt, weshalb ich vom angeblichen Fortschritt und Sensoren nicht viel halte:

Analog.Lift.

Nun ist es also rechtzeitig zur Photokina 2018 amtlich:

Die Analog-Fotografie ist wieder im Kommen – so titelt zumindest ein Artikel des Heise Verlags:

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Foto: © Heise Verlag

In den USA gibt es den Trend schon erheblich länger, ebenso in Latein Amerika und Asien, weshalb Kodak jetzt den ‘alten’ Ektachrome wieder ‘neu’ auf den Markt bringt.

Und einen Negativfilm, den Pro Image 100.

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Nein, so richtig Pro ist er nicht, denn der RMS-Wert (Körnigkeit) liegt bei 43, der des Gold 200 bei 44, und der des Portra 160 bei 23 (je kleiner der Wert, desto feinkörniger der Film). Mal schauen, ob das nur ein Marketing-Gag ist, um höhere Preise zu verlangen, oder ob er tatsächlich anders aussieht als der Gold 200. Ein paar Händler bieten den Pro Image 100 für rund 7,00 € an – das sind grade mal ein paar Cent weniger als der Portra 160 bei Calumetphoto in Hamburg kostet und würde sich dann nicht lohnen.

Es wird spannend… jetzt fehlt nur noch ein Hersteller, der wieder rein mechanische 35mm Kameras baut.

Apropos photokina. Sie kommt sehr reisserisch daher:

CREATE! DISCOVER! CONNECT! 26.-29.09.2018 | photokina

Mit neuen Themen, neuem Turnus und neuem Termin zeigt die photokina die rasante Entwicklung der Imagingbranche.

Das kotzt mich an. Eine Messe in Deutschland, die sich wie ein spätpubertierender Teenie benimmt und mit Englischen Schlagwörtern protzen will.

Ist Ihnen schon aufgefallen, was dort fehlt? Nein? Noch ein paar Sekunden warten? OK, es fehlt das Wort ‘Fotografie’.

Soll ich mich jetzt auch ‘Imager’ nennen, oder einfach warten, bis die Welt den absurden Furz der Fuzzies im Wind verdaut hat? Inquiring minds want to know…

Also, ab morgen gibt es in Köln wieder viele Schwanzverlängerungen zu sehen. Aber ohne mich, weil ich kein Imager bin!

Ich bin Fotograf und liebe Film.

400% Ansicht eines Ausschnitts…

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…aus diesem Gold 200 Foto (Minox 35 GT):

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Nun raten Sie mal, wo der Ausschnitt hingehört…

Film.Gold.

Jetzt habe ich fast den ganzen Sommer mit den kleinen Kameras und Film fotografiert. Zuerst mit dem Kodak Gold 200, später mit dem Portra 160.

Ich wollte wissen, worin sich beide Filme unterscheiden. Fangen wir mal beim Preis an: Den Kodak Gold 200 mit 36 Aufnahmen gibt es im Dreierpack bei Rossmann für 7,95 €, den Kodak Portra 160 bei Calumet Photo für 7,49 € pro Stück. Das heisst, dass ich für den gleichen Preis drei Mal so viel Film bekomme, wenn ich den Kodak Gold 200 wähle.

Aber da ist noch mehr. Der Portra 160 hat ein feineres Korn als der Gold. Beide haben groberes Korn als ein Diafilm, das ist klar.

Die Farben sind etwas zurückhaltender, um nicht zu sagen ‘natürlicher’. Wobei der Gold in diffusem Licht ähnliche Eigenschaften aufweist. Belichtet man ihn hingegen in der Sonne bei blauem Himmel, werden die Farben etwas satter, aber nicht buntig.

Den Gold 200 bekomme ich in jedem Drogeriemarkt, d.h. ich muss mir keinen Karton auf Lager legen – sehr praktisch. Den Portra 160 kann ich in meiner Umgebung (Fotohändler in Bremen) nicht unter 12 € kaufen, ansonsten muss ich ihn bestellen, was manchmal eine Woche Lieferzeit beinhaltet.

So sehr ich für professionelle Filme bin, so gering sind die Unterschiede für mich, zumal es sich um 35mm Film handelt – da ist eh irgendwann eine Grenze erreicht.

Den Gold 200 habe ich mal mit richtig gutem Licht belichtet, und siehe da, dann ist das ‘Korn’ kaum merklich grösser als beim Portra. Bei dunklen Szenen gehen aber schon mal ein paar Details in den Schatten verloren.

Wenn ich dann lese, dass Vicky Lambert den Gold 200 für ihre professionellen Hochzeitsfotos verwendet, die wirklich sehr emotional und grossartig sind, denke ich, dass ich damit nicht viel falsch mache, zumal mir der ‘Look’ gefällt. Nein, nicht wegen irgendwelcher Bonbon-Farben, sondern weil es ein ‘ehrlicher’ Film für jede Gelegenheit ist. Nur im Studio oder für Aufträge könnte ich ihn nicht verwenden, da es ihn nicht für grössere Formate als 35 mm gibt – manchmal ist die Welt recht simpel gestrickt.

Jetzt kommt das grosse ABER: Man sollte die Filme, wenn man gleichmässige Resultate haben und scannen will, unbedingt in einem Fachlabor entwickeln lassen, z.B. bei Fotolabor Görner oder Studio 13. Niemals bei den Massenanbietern.

Der Gold kommt mit einer sehr guten Auflösung daher. Es würde schwierig sein, ein Objektiv zu finden, das ihn überfordert. Und ja, man kann ihn problemlos um +1 bis +3 EV überbelichten. +1 EV ist meine Standardeinstellung für Negativfilme. Meiner Meinung und Erfahrung nach wird er dadurch sogar noch etwas feiner und gleichmässiger.

Mitzieher am späten Nachmittag mit relativ langer Verschlusszeit:

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Ausschnitt aus einem Hochformat, am frühen Morgen bei wolkenverhangenem Himmel aufgenommen (man könnte es einen ‘Norddeutschen Graustufentest’ nennen):

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Kurz nach Sonnenaufgang mit Dunst über den Wiesen (schon wieder Wolken):

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Ebenfalls morgens, aber ein paar Wochen früher im Jahr, kurz nach Sonnenaufgang, ein Tag ohne Wolken:

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Am Ende des Tages (mit einem Mini-Stativ und Drahtauslöser):

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die letzten beiden Fotos hatte ich mit der Minox 35 GT aufgenommen, mit 2-fach sampling digitalisiert und dann auf 60 x 90 cm vergrössert. Die luftig, zarten Grüntöne kommen einfach phänomenal gut rüber, und wenn man nicht mit der Nase an den Druck geht, sieht man das Korn nicht. Ab 60 cm Betrachtungsabstand (mit Lesebrille, sonst sehe ich auf die Distanz nichts) ist das ein perfektes Foto, das ich bedenkenlos verkaufen würde.

Warum sind die Fotos alle am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen? Ganz einfach: Weil ich dann eine der kleinen Kameras dabei habe und die neu entdeckte ‘Leichtigkeit des Seins geniesse’. Sie sind seit ein paar Monaten meine ständigen Begleiter in der Freizeit – ich hatte keine Lust mehr, die schweren Kameras zu schleppen. Und ganz ehrlich: Ich vermisse nichts. An 40 mm respektive 35 mm ohne Wechselmöglichkeit habe ich mich sehr gut gewöhnt. Als ich mit der Fotografie vor 50 Jahren anfing, hatte ich auch nur diese eine Variante zur Verfügung.

Was habe ich mit den Fotos gemacht? Nichts, nur digitalisiert und etwas beschnitten, weil ich beim Scannen immer den Bildrand mit abtaste. Das Digitalisieren geht recht schnell, weil ich je 12 Negative in einem Durchgang scanne – und während der Scanner vor sich hin werkelt, kann ich andere Dinge erledigen. Inzwischen bin ich so weit, dass ich mir einen Ablauf erstellt habe, bei dem ich keine Vorschau der einzelnen Fotos mehr brauche… So einfach kann das Leben sein. Da ist Digital doch aufwendiger.

Morgen werde ich in den Drogeriemarkt vor Ort flitzen und mir zwei 3er-Packs Kodak Gold 200 kaufen. Goldener Film regiert die Freizeitwelt 😉 Und anschliessend geht es direkt zu einem Projekt im Bereich Architektur…

Dämmerungs.Handel.

Nein, keine illegalen Geschäfte, sondern ein Flohmarkt um kurz vor 8:00.

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Park.Statue.

Ein ganz kleiner Park zwischen Wohngebieten in Bremen, sogar mit einer Statue. Ist aber schon länger her, dass die angefertigt wurde, damals war die Stadt noch nicht Pleite und es gab Mäzene (die es heute wegen der hohen Steuern nicht mehr gibt).

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Kurz vor Hell.

Ganz früh morgens beim Laufen, die ersten Nebel hängen schon in den Wiesen.

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Kurz vor Dunkel.

Im letzten Moment nochmal die untergehende Sonne einfangen…

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Es ist toll, dass Negativfilm diesen gigantischen Tonwertumfang abbilden kann. Nein, keine Nachbearbeitung…

No.Moon.

Es sollte DIE Nacht werden, um den Mega-Blut-Mond aufzunehmen. Aber leider war der Horizont in Dunst gehüllt, somit war der Aufbau nur eine überflüssige Fingerübung.

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Rolling.Hills.

Mitten in Norddeutschland ganz sanft rollende Hügel mit schnurgeraden Alleen.

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Rund.Gepresst.

Das ist schon etwas länger her, dass die Strohballen auf den Feldern lagen. Dieses Jahr wegen der langen Trockenheit etwas farbloser und ausgeblichener als sonst:

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Fassaden.Blumen.

Ist der Balkon noch so klein, ein wenig Farbe mit Blumen bringt Leben in die Welt:

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Pampa.Turm.

Irgendwo in der ‘Pampa’ in unserer Region:

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

PPNV.

Privater Personen Nah Verkehr. Auf dem Dorf funktioniert die Alternative zum ÖPNV ganz einfach mit der ‘Mitfahrerbank’ jeweils kurz vor dem Ortsschild:

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Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.