Aus.Die Maus.

Weil ich nur noch wenig Zeit habe, und weil es im Moment ein paar Probleme über das Thema gibt, welche Fotos ich veröffentlichen kann/darf/soll oder nicht, stelle ich diesen blog vorläufig ein. So eine Art Winterpause, bei der ich mir vorbehalte, wie lange ich sie ausdehnen werde.

Ich werde diesen blog nicht gleich schliessen, sondern einfach so stehen lassen, bis ich eine neue Idee habe.

Mein Dank geht an 1.534 Interessenten und Leser, die mir 2 Jahre und 7 Monate in über 286 Beiträgen gefolgt sind.

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN
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Saison.Ende.

Der Sommer und Spätsommer sind dieses Jahr ins Wasser gefallen. Zu viel Regen und grauer Himmel. Wir sind mitten im Herbst, die meisten Blätter sind von den Bäumen runter. Am kommenden Wochenende werden die Uhren wieder auf Winterzeit gestellt: Eine Stunde zurück – dann kommt die elend lange, dunkle Jahreszeit.

Bevor das eintritt, bin ich nochmal zum See um die Ecke gefahren. Ein Mann war noch schwimmen (die Menschen müssen definitiv andere Gene für ein anderes Wärmeempfinden haben!).

Herbst-Stille:

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Shades of Grey:

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Die Wolken ziehen sehr schnell über den See hinweg – es soll am Wochenende stürmisch werden:

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Das Restaurant ‚Zum See‘, der Strand menschenleer:

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Die Stühle sind schon auf den Tischen zusammengelegt und warten auf den Abtransport:

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Spielzeugreste im Sandkasten:

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Ein Griff fehlt, das Rad ist weg – die Schubkarre ist definitiv hinüber. Ob sie im nächsten Frühjahr immer noch dort liegen wird?

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die ersten 4 Aufnahmen habe ich mit einem GND 0.9 Filter gemacht, damit der Himmel noch Zeichnung hat. Die vierte Aufnahme ist zusätzlich mit einem ND 3.0 (1000x) gemacht, um den See ‚glatt‘ zu bekommen und die Wolken zu verwischen. Belichtungszeit 4 Minuten 35 Sek. Alle Aufnahmen wie meistens mit einem Objektiv, mit dem ‚man‘ eigentlich keine Fotos machen kann 😉

Leben.VERBOTEN.

Ich wollte heute nach längerer Erkältung einfach mal raus an die Luft. Die Weiden entlang der Mittelweser sind bei Sonne ideal dafür.

Leider wurde ich ausgebremst. Die Staats- oder besser Beamtenwillkür hatte wieder zugeschlagen: Verbote an allen Ecken, Enden und Wegen. Wie krank ist das eigentlich: Da werden Strassen durch die Wiesen und Weiden von den Geldern der Steuerzahler gebaut, aber benutzen dürfen die Bezahler sie nicht. Absurd, oder? Es dürfen nur die Bauern mit ihren Monster-Trekkern dort fahren. Wenn die Bauerntölpel die Strassen aus eigener Tasche bezahlt hätte, könnte ich diese Schilder noch nachvollziehen…

Aber so, und dann noch mit Bedienungsanleitung, damit die Bauerntölpel niemandem – auch keinem schwächeren Radfahrer! – ausweichen müssen:

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Noch eins an der nächsten Ecke:

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Es steht direkt an der Einmündung einer Prachtstrasse entlang eines Kanals:

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Wie gesagt: Wir alle haben die Strassen bezahlt, werden aber davon ausgesperrt.

Das kann kein Zufall sein: grade heute erschien ein Artikel zu diesem Thema in der WELT.

Und noch ein Verbot (offenbar der Deutschen Lieblingswort):

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Da wird sogar mit der ‚Strompolizei‘ gedroht. Nun ja, irgendwann werden in diesem Land sicher wieder die Blockwarte eingeführt. Vor allem, damit niemand im Sommer wegen des mangelnden Winterdienstes die Treppe herunterfällt.

Auch hier: Von den Steuerzahlern bezahlt, aber sie dürfen nicht einmal die Treppe hinunter gehen, um sich das Gelände anzusehen.

Frage: Hat sonst niemand das Wahrnehmungsvermögen und sieht solche Diskrepanzen? Sind alle nur hohl im Kopf und zufrieden mit ihrem gekrümmten TV in Megaformat?

Nun gut, die staatliche Willkür geht mir am Arm vorbei, und ich habe noch ein paar Aufnahmen auf verbotenem Terrain gemacht. Die ganze Gegend videoüberwacht. Könnte ja Terror-Ziel #1 sein… So ein ausgemachter Quatsch, Terroristen klauen lieber beladene LKW und fahren damit auf Märkten Menschen platt.

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Wie Hühner – ähm Möwen – auf der Stange. Viel zu banal.

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Aber näher ran wird das was: Spalier-Trara!

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FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Fratzen.Zwang.

Jetzt geht es auch hier los: Der Besucher wird ausgesperrt und diskriminiert.

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Bisher konnte man (ich) problemlos die öffentliche Bereiche des Fratzenbuchs sehen.

Wenn das so weitergeht, werden wir demnächst nur noch weisse Seiten im Netz haben, weil die Anbieter und Betreiber vom Zwang besessen sind.

Ich hoffe, dass sich möglichst viele Menschen darauf besinnen, dass es noch andere Medien gibt, die keine Willkür walten lassen. Oder einfach mal abschalten.

Sollte WordPress ebenfalls eine Zwangsregistrierung für Besucher einführen oder sie auffordern, Ad Blocker abzuschalten, werde ich meine blogs sofort killen. Versprochen!

De.Maskiert.

Sehen Sie sich das Gesicht der Person rechts im Bild an.

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Foto: © ZEIT Online

Darin sehen Sie:

  • Arroganz
  • Verachtung
  • Hass
  • Eiskalte Berechnung
  • Alles Negative dieser Welt

Das Foto wurde am Wahlabend nach der Wahl des niedersächsischen Landtags 2017 gemacht. Es ist perfekt, weil es die Person komplett demaskiert.

Unglaublich und unvorstellbar, dass mehr als 30% der Deutschen so ein Gesicht an erster Stelle des Staates haben wollen. Oder können die Menschen einfach nicht mehr sehen?

Der Fotograf sollte mit dem Preis des ‚World Press Photo Award 2017‘ ausgezeichnet werden.

 

Stasi.Willkür.

Sonntag Morgen. Ich wollte in aller Ruhe mal schauen, was so in den Amateurkreisen los ist. Besuche das DSLR-Forum, klicke auf einen Bereich und:

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Man will mich also zwingen, visuelle Hundescheisse zu akzeptieren. Nun, nachdem die Staatsratsvorsitzende Merkel den Deutschen gezeigt hat, wie sie ohne parlamentarische Legitimation autokratisch die Grenzen öffnet und den Bürger zwingt, das Unerwünschte zu fressen, ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Bürger an Willkür gewöhnen und Unternehmen ähnliche Methoden entwickeln.

Dass die Deutschen schon immer ein Willkür-Gen hatten, zeigt die Geschichte (Nazis mit Blockwarten, Stasi). Offenbar ist das Gen nicht aus den Deutschen heraus zu bekommen, sonst gäbe es diese Willkür nicht.

Steht das Forum vor einem finanziellen Kollaps? Dann wäre es an der Zeit, ein anderes Geschäftsmodell zu wählen, wie beispielsweise bessere Inhalte zu generieren, die nur zahlenden Mitgliedern zur Verfügung stehen. Aber nein: Man will mir – und allen anderen Besuchern – Dreck servieren. Das ist schlimmer als eine Mafia-Schutzgeld-Erpressung!

Da ich eine extrem grosse Abneigung gegen Willkür, Dreck und Hundescheisse habe, werde ich derartige Plätze im Internet einfach nicht mehr ansteuern. Gut, dass ich fliessend Englisch spreche und auf freie Seiten rund um den Globus ausweichen kann, die bereits erfolgreich und komplett ohne Willkür ein neues Geschäftsmodell implementiert haben.

Deutschland schafft sich wirklich ab, da muss ich Thilo Sarrazin inzwischen Recht geben.

Oh, bevor jemand fragt, was das Thema mit Fotografie zu tun hat: Es ist ein Forum für Kamera-Technik.

Gute Nacht Deutschland!

Farb.Verschiebung.

[Update 2017-10-15]

Eigentlich heisst der neue Hype ‚color grading‘, auf Deutsch Farb-Korrektur. Nur meinen die Amerikaner mit Farb-Korrektur heutzutage nicht den Abgleich auf Normwerte, sondern auf Falschfarben, um damit eine dramatische Wirkung zu erzielen oder die Bilder ‚poppen‘ (ins Auge springen) zu lassen (‚make the images pop‘).

Als ich vor 35 Jahren Industrie- und Dokumentarfilme mit richtigem 16mm und 35mm Film gedreht hatte, wurden die Filme in einem Kopierwerk entwickelt und sogenannte Klatschkopien gezogen, die wir zurückbekamen. Die kleinen Rollen wurden dann am Schneidetisch in Szenen geschnitten, und die Szenen miteinander mit einer Art Tesa-Streifen verbunden. Harte Schnitte (immer noch eine Kunst) wurden dann im Kopierwerk 1:1 übernommen, Überblendungen, die mit einem entsprechend langen Kreuz über eine bestimmte Anzahl von Einzelbildern auf den Szenen gekennzeichnet waren, wurden entsprechend aufwändig optisch eingefügt.

Dann kam der Farb- und Lichtausgleich, d.h. heute würde man sagen ein Weissabgleich, nur war das im Film ungleich aufwändiger, damit es nicht zu ungewollten Farbsprüngen zwischen den Szenen kam – immerhin arbeitete man zwar mit dem gleichen Filmtyp, aber unterschiedlich gegossenen Emulsionen, die sich in Nuancen unterscheiden konnten. Das Ziel war klar: Natürliche Farben.

Der Farb- & Lichtausgleich wurde von Spezialisten durchgeführt. Anschliessend wurde wieder eine Kopie gezogen, die wir kontrollierten, dann wurde die Tonspur bearbeitet, synchronisiert und in die Endkopie, das Master, mit einbelichtet.

Soweit zur Geschichte. Die Spezialisten für Farb- & Lichtausgleich gab es natürlich auch in Hollywood, und irgendwann fing jemand an, die Farben bewusst zu verändern, um einen düsteren Effekt zu generieren oder eine lichte Szene. Als Film durch Video und später durch digitale Kameras und digitale Nachbearbeitung verdrängt wurde, brachen die Dämme und es wurden Farben bis ins Extrem verschoben. Es wurden Drehbücher extra für die Farbwirkung einzelner Szenen geschrieben… Man denke nur an Matrix oder viele andere Filme, die diese Technik bis zum Exzess ausreizten. Die Umgebung blau bis blaugrün, die Gesichter leicht orange – images popped!

Inzwischen hat color grading auch die Fotografie erreicht und wird zum Hype, nach dem Motto: je weiter weg von der Realität, desto besser. Der Trend wurde mit den Apps für Smartphones verbreitet, die man auf Instagram postete. Quietschbunt musste es sein. Die  Mainstream-Medien zogen nach, ebenso die Druckerhersteller, die Algorithmen entwickelten, die automatisch die Farbsättigung erhöhten (bei Canon-Druckern ganz schlimm!). Aber das war noch kalter Kaffee gegen color grading, wie es heute auf den Markt drängt.

Es ist schon absurd: Als die ersten Farbfernseher auf den Markt kamen, stellten viele Menschen die Farben sehr knallig ein, um zu zeigen, wie toll die Kiste war. Die Industrie war bemüht, die Prozesskette von der Herstellung der Filme bis zum TV zu optimieren, um möglichst natürliche Farben zu erhalten. Jetzt dreht sich das Rad – wieder einmal – in die böse Richtung der Falschfarben, ähnlich dem hässlichen Hype der HDR-Bilder (High Dynamic Range), weil die Digi-Knipsen der ersten Dekade nur einen lausig kleinen Tonwertumfang lieferten.

Inzwischen wurden die einschlägigen Programme mit der Technik ausgestattet: LUT und 3D LUT (LUT = Look Up Table). Man nimmt ein Bild, ändert die Farben, und exportiert die Einstellungen als 3D LUT, um dann die gleichen Einstellungen auf eine ganze Serie von Fotos automatisch anwenden zu können. Man kann das selbst machen, oder man kann auch LUT-Einstellungen bei den berüchtigten Quellen kaufen, wenn man dabei sein will, aber nicht weiss, wie es geht.

Was ich von diesen Verschlimmbesserungen halte, ist klar, oder? Eben, deshalb hier mal ein Beispiel:

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Oben: Natürliche Farben. Unten: Sehr dezentes color grading.

Jetzt wird es ganz bitter – das gleiche Foto wie das erste, jedoch mit einem speziell (nicht von mir!) entwickelten 3D LUT namens ‚Technicolor‘:

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FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Wer solche LUTs entwickelt, hat noch nie einen echten Technicolor-Film im Kino gesehen. Oder er/sie hat einen gewaltigen Farbfehler in den Augen (nein, im Hirn!). Damit macht man bleiche Norddeutsche zu knalligen Kaliforniern, oder wie?

Noch zwei Beispiele, als erste die Normalversion:

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Es folgt ein ‚teal/orange‘ 3D LUT:

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Ganz herbe: Das ‚Aspen LUT‘

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Ich weiss nicht, ob Sie Ihren Monitor kalibriert haben, wenn ja, werden Ihnen spätestens beim letzten Bild die Augen schmerzen. Mit ‚pop‘ hat das nichts mehr zu tun, das ist schlimmer als eine versalzene oder mit einem ganz besonders bösen Maggi Fix angereicherte Suppe…

Color grading beruht auf dem Fakt, dass wir Komplementärfarben stärker und intensiver wahrnehmen, daher wird viel mit blau/grün und rot/gelb (=orange) gearbeitet. Die Amerikaner nennen das inzwischen ‚teal/orange look‘. Aha.

Wenn einem die Realität zu langweilig wird, weil man vergessen hat, wie Sehen funktioniert, spielt man Gott und biegt sich seine eigene Realität mit Reglern oder LUT zurecht. Dazu fällt mir grade der Spruch von Anaïs Nin ein:

„We do not see things the way they are. We see things the way we are.“ 

Meine Wette: Gäbe es den ganzen Quark nicht, und gäbe es die digitale Nachbearbeitung nicht, wären 99,999% der Bilder auf der Welt irgendwo zwischen sterbenslangweilig bis total beschissen und würden höchstens vom Nichtkönnen des Urhebers zeugen. Aber leider können wir das Rad der Geschichte nicht anhalten.

Moment, doch, kann ich:

Wir befinden uns im Jahre 2017 n.Chr. Ganz Deutschland ist von den color gradern besetzt… Ganz Deutschland? Nein! Eine kleine Werkstatt von einem unbeugsamen Fotografen hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die color grader, die als Besatzung in den befestigten Lagern Bremen, Hamburg, München, Düsseldorf und Kleinbonum liegen…

Beim Teutates – am 19. Oktober 2017 erscheint der neue Band von Asterix und Obelix! Komplett ohne color grading!

Herbst.Zeit.

Spätestens jetzt ist klar, in welcher Jahreszeit wir uns befinden. Der berühmte ‚indian summer‘ findet auch bei uns im normalerweise grauen Norddeutschland statt. Als die Sonne kurz durchkam, habe ich abgedrückt, weil ich die Farben im letzten Jahr irgendwie verpasst habe. Banale Motive, die sich jedoch gut für Grusskarten eignen – wenn man noch selber schreiben will…

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Lob.Tadel.

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FOTO © 2017 BY INFRAROTAUSLÖSER WÄHREND EINES LICHTAUFBAUS

Es gibt viele absurde Situationen, über die ich gern schreibe. Aber ich schreibe noch lieber über gute Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Gestern wollte ich meine ‚elektrische‘ Kamera so einstellen, dass auf Karte 1 die RAWs, und auf Karte 2 die JPEGs geschrieben werden. Wurde mir im Menu auch so angezeigt, nur in der Info auf dem Mäusekino (Display) zeigten beide Speicherkarten RAW an. Somit konnte ich die Karte 2 nicht in einen Slot stecken und die Bilder auf dem etwas älteren Rechner zeigen. Es kam nur die Meldung: Unbekanntes Datenformat, und die Dateiliste zeigte nur *.RAW-Dateien an.

Anruf heute Morgen beim Nikon Deutschland Support. ‚Tja, da können Sie nur einen Reset auf die Werkseinstellungen machen. Wenn Sie vorher die Einstellungen auf die Speicherkarte schreiben, können Sie sie später wieder laden. Aber Achtung: Es gibt 2 Ebenen für den Reset – Sie müssen beide Ebenen bearbeiten.‘

Notiert, gemacht und – Bingo! – jetzt läuft sie wieder, wie sie soll. Die individuellen Einstellungen konnte ich von der Speicherkarte laden. Alles ‚wunderbest‘.

Meine Kamera ist – gemessen an der schnelllebigen Zeit – schon ein altes Werkzeug, und trotzdem hat mir die Dame im Support sofort sagen können, welche Besonderheiten bei dem Modell zu berücksichtigen sind. Donnerwetter!

Also, ich war überrascht und bin sehr zufrieden mit dem Service. Geht doch! Das Schönste daran: Man wird nicht über ein Telefonsystem mit einem Inder oder Ceylonesen verbunden, der mit mageren Deutschkenntnissen versucht, etwas zu erklären, was er sprachlich nicht versteht (Hallo Lufthansa, daran können Sie sich ein Beispiel nehmen!)

Lob und Tadel – heute war mal wieder ein Ausgleich zur guten Seite da…

Single.Light.

Haben Sie sich schon mal gefragt, weshalb in den meisten Fotostudios 3, 4, oder sogar 5 Blitze eingesetzt werden? Und warum fast alle Portraits dann ähnlich aussehen?

Licht sehen ist mehr als eine Kunst – es ist (angeborenes) Können und viel Erfahrung. Wer mit Licht arbeitet, weiss, wie schwierig es ist, allein eine Lichtquelle – in den meisten Fällen draussen in Form eines Himmels oder der Sonne – zu beherrschen. In den meisten Studios gilt die vorherrschende Meinung: Viel hilft viel. Nun ja, wenn man weiss, was man tut, eventuell. Wenn nicht, wird es flau und ausdruckslos.

Ein einziges Licht und ein Reflektor bieten viel mehr Spielraum und liefern plastische Fotos mit der Technik des ‚Single Light Portraits‘:

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FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Wenn man ein grosses ‚key light‘ so ausrichtet, dass es nah genug an dem Model steht und ausserdem noch einen Teil des Hintergrund ausleuchtet, ist das Resultat perfekt. Ein Reflektor verhindert das Absaufen der Schatten. Im oberen Bild schräg von unten, im unteren Bild auf der linken Seite. In diesem Fall war es ein Silber-Reflektor, weil ein weisser zu weiches (diffuses) Licht gegeben hätte (Streu-Effekt).

Ein mittelgrauer (‚Smoke Grey‘) Hintergrund*, eine Rotalux Deep Octa 100 mit Innendiffusor (mit einer normalen Soft Box geht das nicht, weil sie zu sehr streut), ein Silberreflektor – mehr braucht es nicht für ausdrucksstarke Fotos. ISO 100, f=10, Blitzdauer 1/4000 Sekunde, t=1/200. Konvertierung 1:1, Umwandlung in s/w, Nachbearbeitung nur Anhebung der Kontraste um ca. 10% und Verkleinerung.

*Warum ein mittelgrauer Hintergrund? Ganz einfach, weil ich den nach Belieben weiss oder schwarz machen kann, indem ich das Licht entsprechend ausrichte oder die Distanz vergrössere (inverse square law). Warum f=10? Weil ich es kreuzdämlich finde, wenn nur die Augen scharf sind. Warum s/w? Weil ich grade mal Lust dazu hatte…

Papier.Werk.

Am Sonntag war es soweit: Wir haben auf ‚Tauschendschön‘ in Bremen ausgestellt. Die Gruppe PAPIERWERK mit Seth (Illustration + Props), Günter (Druck + Kunst), Sieglinde (Buchbinderei und Buchgestaltung) und mir (Fotografie).

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Um 8:00 Treffen in der Werkstatt, einladen, ab zur Messehalle und Aufbau unseres 10-Meter Gemeinschaftsstands. Die Tische hatten wir bereits am Samstag von der Firma Kampen geliehen, die einen Super-Service haben und nicht in irgendwelchen höheren Sphären schwirren.

Was uns alle an der Messe störte: Der Veranstalter hatte etwas davon gefaselt, dass jeder Aussteller persönlich begrüsst und zu seinem Stand geleitet wird. Die Realität sah anders aus: Ein komplett überlasteter Mitarbeiter am Haupteingang, der einen A4-Plan hatte, in dem die Namen in ca. 3 Punkt Schriftgrösse (unlesbar) eingedruckt waren. Die Messehallen ziemlich verdreckt (an den Wänden und Säulen jede Menge Spinnweben und Dreck – kann denn da niemand mal mit einem Piassava-Besen langgehen?), keine Mülleimer, keine Aschenbecher vor den Messehallen, die Toiletten komplett verdreckt. So sehr verdreckt, wie ich es noch nie vorher gesehen hatte… Man bezahlt also in Deutschland dafür, dass man in ein Dreckloch gesteckt wird (so könnte man es sehen).

Unser Messestand lag an einer strategisch günstigen Position, wir waren guter Dinge. Kurz vor 11:00 wurden die ersten Besucher in die Messehallen gelassen.

So stellten wir uns dar:

Von links nach rechts der Stand von Günter, Sieglinde, Seth und mir.

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Hier fehlte Seth noch, weil sie sich erst umziehen musste

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Ein atemberaubendes Zeichentalent… Von einem Smartphone-Foto zeichnet sie ein Gesicht!

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Günter beim Holzschnitzen

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Es ist nicht nur die Kunst, sondern auch die Drucktechnik, die Günter so einmalig macht

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Die Initiatorin des Gemeinschaftstands beim Erklären Ihrer Produkte vor mässig interessiertem Publikum

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Als gegen Mittag immer noch kein Durchbruch zu spüren war, bin ich zu den anderen Ausstellern gegangen. Alle waren enttäuscht: Viel zu wenig Umsätze. 99% der Besucher waren selbst 2 Euro noch zu viel. Bremen halt – Geiz ist obergeil. Die Einzigen, für die sich die Messe gelohnt hat, waren die Grossmarkt Bremen GmbH und der Bratwurststand zwischen den Messehallen. Alle anderen Beteiligten hatten draufgezahlt und nicht einmal die Standgebühren herausbekommen.

Für uns war das fast ok, denn es war das erste Mal, das wir einen Gemeinschaftsstand hatten, und unser Ziel war die Präsenz vor Ort.

Wir haben daraus sehr viel gelernt. Nochmal werden wir das nicht machen. Wenn, dann höchstens auf einer Messe, die von den Besuchern Eintritt verlangt, mit konkreten Besucherzahlen aufwarten kann und den Ausstellern mehr und besseren Service bietet. Ausserdem mit erheblich weniger Produkten, was uns die Vorbereitung, den Transport, Aufbau und das Handling erleichtert.

Wenn Sie im Detail sehen wollen, was auf Sieglindes Stand ausgestellt war: Click! und dann bis zum zweiten Teil der Beispiele runter scrollen. Dass beispielsweise diese wunderschöne Handarbeit überhaupt kein Interesse fand, ist mir ein Rätsel:

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Günter brachte den spürbaren Werteverfall auf den Punkt:

Haben wollen es alle, aber bezahlen will niemand.

Und ich sage: Die Wertschätzung für Handwerksprodukte ist fast bei Null angelangt. Wobei mir die Weissagung der Cree-Indianer wieder durch den Kopf ging:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Von Leben und leben lassen ist unsere Gesellschaft weiter denn je entfernt.

Die Traverse, an der ich die Fotos aufgehängt hatte, ist leider durchgebogen. Ich hätte doch eine andere nehmen sollen, aber für ausführliche Tests vor der Messe hatte die Zeit leider nicht gereicht. Die Qualität der Fotos mögen Sie mir verzeihen – es war wieder die kleine Knips, die zum Einsatz kam.

Unendlich.Gucken.

Fangen wir mal  mit der Definition von Unendlich an. Unendlich (weitere Infos hier) ist unvorstellbar weit weg, irgendwo am Rande des Universums. Eigentlich. In der Fotografie ist das meist die Entfernung jenseits der Objektiv-Gravur von 10 oder 20 Meter. Bei Super-Weitwinkel-Objektiven ist Unendlich häufig schon nach 4 Metern erreicht… Manchmal ist die Welt sehr einfach gestrickt, oder?

Nun ja, gestern war es soweit: Der ausserordentlich selten zu sehende Himmelskörper mit der Bezeichnung ‚Sonne‘ war mal wieder nach langer Zeit zu sehen. Und das an einem Sonntag! Dazu knallblauer Himmel, ein leichtes Lüftchen und zwei Gehirne, die sich in den letzten Wochen nur im Kreis gedreht hatten. Was macht man an so einem Tag? Genau: Ab nach Bremerhaven und Unendlich gucken! Was ich damit meinte? Ganz einfach: Geringe Luftfeuchtigkeit, Sicht mindestens 10 Kilometer, blauer Himmel, Sonne.

Unendlich gucken ist wichtig für uns, um die Augen zu entspannen. In der Werkstatt oder in der Wohnung sind die Grenzen der Fernsicht stark begrenzt durch Wände, Fenster oder Türen. Selbst wenn man aus dem Fenster sieht, ist meistens nach 20 Metern Schluss.

Aber in Bremerhaven kann man viel weiter gucken – eben Unendlich. Allein schon die Anfahrt am Fischereihafen entlang (Strasse: Am Lunedeich, nicht die Touristen-Nepp-Ecke ‚Schaufenster Fischereihafen‘!) lässt bei klarer Sicht das Fokussieren der Augen auf Unendlich zu. Am Horizont direkt hinter der Strasse sieht man das spinnakerförmige Atlantik Hotel und die Innenstadt. Tief einatmen ist angesagt!

Am Ende des Fischereihafens, weit ab der Touristenmassen, liegt das Café ‚Grete‘, wo es selbst gebackenen Kuchen, herrlichen Tee (Schlürfli) und einen anständigen Pott Kaffee gibt. Dort kann man neben dem Kaffee wunderbar in vor einer Wand in der Sonne sitzen und die Seele baumeln lassen, und man kann immer noch Unendlich gucken…

Wir haben den Tag in Sonne, Wind und mit Wellen der Flut genossen ohne Ende, und die Köpfe klar bekommen.

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Ein paar Fotos von uns für unser Buch mussten natürlich auch noch sein…

Jedem Gebäude haushoch überlegen…

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oder lausig auf der Bank am Kai…

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Ob da jemand kommt und schreit, wenn ich die Leiter runtergehe? (Es kam niemand)

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Zufrieden mit sich und dem Tag und ahnend, dass er nicht als Bikini-Model taugen wird:

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Mann mit Schlepper oder: Je oller, desto Poller… Ausserdem der Beweis, dass Buchbindemeisterinnen sehr gut fotografieren können.

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Es war inzwischen sehr frisch geworden, und die Sonne verschwand hinter den aufziehenden Wolken. Wir werden wiederkommen…

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN & SIEGLINDE HOIDIS

Ein Traum-Tag für uns!

Zur Technik: Ich hatte einfach den eingebauten Blitz aktiviert und auf -1 EV gesetzt, damit wir im Gegenlicht nicht komplett absaufen. An der ISO-Schraube drehen ist nicht mein Ding <seufz> Habe ich noch nie gemacht, aber einmal ist immer das erste Mal. Links statt rechts abbiegen muss sein.

Ich wollte eine Karte von google maps für das Café Grete einbinden. Geht nicht. Als ich bei google die Daten für das Embedding suchte, musste ich feststellen, dass Gockel mir eine ‚lite‘ Version untergeschoben hatte. Also erstmal suchen, wie ich wieder zur Vollversion zurückkehren kann. Dann das Embedding aufgerufen und hier getestet. Fehlanzeige. Gockel zeigt dann nur die Weltkarte.

Es nervt gewaltig, dass die Unternehmen im Netz immer mehr Krieg gegeneinander führen. WordPress löscht Links ohne Nachfrage, Gockel verhindert ein Einbetten von Daten – Willkommen im Zeitalter Willkür 4.0.

Ich will den ganzen Mist nicht mehr. Apple stellt nur noch Rechner und Betriebssysteme her, die keine Kabel mehr vorsehen oder CD oder DVD den Zugriff verweigern. Bei jedem Update werden meine Daten automatisch in die Cloud verschoben, ohne mich zu fragen, obwohl ich die Cloud dauerhaft deaktiviert habe. Lösche ich die Daten auf der Cloud, sind sie auch auf meinem Rechner weg – das Spiel spiele ich nicht mehr mit. Der Idiot Jonathan Ivy reduziert die Kabelverbindungen auf einen einzigen, lausigen USB C Stecker, damit das Design besser wird. Dafür muss man dann diverse Adapter dranhängen… Was wohl beschissener aussieht: Ein FireWire-Kabel oder 5 Adapter hintereinander? Eben!

Aber das ist wie mit Politikern, die in einer Parallelwelt leben, vom Leben und der Kriminalität durch Bodyguards gut abgeschirmt. Wenn das so weiter geht, gibt es bei mir in Zukunft Linux, damit kann ich wenigstens noch CDs und DVDs lesen und schreiben. Oder USB oder Firewire nutzen. Oder, oder, oder. Das lässt MIR die Wahl und schreibt mir nicht vor, was ich wann zu tun habe oder nach Meinung der Entwickler machen darf.

Ich hatte letzte Woche überlegt, mir ein iPhone zuzulegen, als Rechner in der Tasche. Das Thema ist jetzt auch durch, denn ich will mich nicht dem Zwang beugen, nach 4 Jahren ein neues Gerät kaufen zu müssen, weil die Funktionen des alten mit einem Update deaktiviert wurden. Mir reicht es, deshalb gibt es kein Geld mehr von mir für diesen Zwangsmüll.

Übrigens hatte ich bereits vor einem Jahr durchgegriffen und meinen Grossformatdrucker schlicht und schmerzlos entsorgt: Erst zeigte er mir an, ich solle ihn mit einem bestimmten Fotopapier neu kalibrieren. Teures Fotopapier gekauft, weil er die grossen Formate für die Kalibrierung nicht akzeptiert. Dann wollte ich kalibrieren, bekam aber die Meldung, ich solle neue Druckköpfe kaufen. Anruf bei HP und Problem geschildert. Antwort: ‚Haben Sie einen Support-Vertrag?‘ Ich: ‚Äh, ich will nur wissen, ob neue Druckköpfe das Problem wirklich beseitigen!‘ HP: ‚Dann müssen Sie einen Support-Vertrag abschliessen.‘ Ich habe nachgesehen, was der kostet, bin dann aufgestanden, habe meinen Grossformatdrucker unter den Arm geklemmt und bin damit direkt zur Mülldeponie gefahren. Jetzt muss ich mich nicht mehr über das Unternehmen HP und deren unausgereiften Produkte ärgern, habe einen sehr guten Dienstleister für meine Drucke und bin glücklich.

Nachtrag: Meinen Fernseher hatte ich schon vor rund 10 Jahren entsorgt, weil ich von dem Staatsfunk das Kotzen bekam. 

Velvia.Limited.

So schön der Fuji Velvia 50 (alte Emulsion) ist, so gross ist sein Nachteil, dass er nur einen kleinen Tonwertumfang abbilden kann. 4 bis 5 EV, dann ist definitiv das Ende der Fahnenstange erreicht.

Bei korrekter Belichtung auf die Lichter saufen die Schatten in kontrastreichen Szenen schnell ab. Auf der anderen Seite ist die Detailauflösung einfach genial, und die Farben sind Velvia-typisch intensiv. Den kleinen Grünstich kann man schnell filtern.

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Plaubel 69W proshift, Fuji Velvia 50 (alte Emulsion), Stativ, Belichtung auf die Lichter. Die Farben sind genial, täuschen sie doch einen amerikanischen  Südstaaten-Himmel vor (ganz so tiefblau war er nicht). Aber für das grau-same Wetter in Norddeutschland kann auch der Velvia nichts…

Up.Date.

Wie vor vier Wochen geschrieben, hatte ich mit zwei Kameras gearbeitet. Jetzt habe ich ein Vergleichsfoto in den Beitrag gesetzt. Click!

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Fuji Velvia 50 (alte Emulsion), aufgenommen mit der Plaubel 69W proshift auf einem Stativ, Objektiv um 10 mm nach oben verschoben, digitalisiert @ 4.000 ppi @ 48bit.

Zweifach.Fuji.

Wie oft bin ich schon gefragt worden, was der Unterschied zwischen der Fuji GW 690 III Professional und der Fuji GSW 690 III Professional ist.

  • Die Fuji GW 690 III ist eine 6×9 Kamera mit dem EBC Fujinon 3.5/90 mm, entsprechend 40 mm bei Kleinbild
  • Die Fuji GSW 690 III ist eine 6×9 Kamera mit dem EBC Fujinon 5.6/65 mm, entsprechend 28 mm bei Kleinbild.

So weit die Technischen Daten. Und nein: es sind keine Plastik-Kameras, die Gehäuse sind aus Metall mit einer sehr griffigen Polycarbonat-Beschichtung. Das Gewicht liegt bei rund 1.600 Gramm ohne Film. Alle anderen Angaben aus dem Netz haben ihre Ursprünge in den Köpfen der Neider…

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Fuji GW 690 III

Böse Zungen haben irgendwo verbreitet, dass Fuji sich damals die Objektive bezahlen lassen und den Filmhalter als Geschenk mit in den Karton gepackt hat. Wie auch immer, die beiden Schwestern sind Präzisionsinstrumente. Dass sie mal für japanische Fotografen entwickelt wurden, um Bus-Touristen zu knipsen, ist ein Ammenmärchen, das immer wieder hervorgeholt wird. Fakt ist, dass diese Kameras bewusst ausserordentlich robust und zuverlässig konstruiert und gebaut wurden, und deshalb von Fotografen gekauft und eingesetzt wurden, die sich auf ihre Ausrüstung verlassen mussten.

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Fuji GSW 690 III

Da sie pure Präzisionsmechanik und absolut keine Elektronik haben, funktionieren sie bei minus 50° C ebenso gut wie bei plus 50° C, in absoluter Trockenheit und in Gegenden mit mörderischer Luftfeuchtigkeit. Ein externer Belichtungsmesser ist somit zwingend erforderlich. Ausserdem sollte man über ein stabiles Stativ verfügen, wenn man längere Belichtungszeiten umsetzen will.

Der Mess-Sucher basiert auf einem ausgefeilten trigonometrischen Prinzip, ist hell und klar und zeigt auch Dinge ausserhalb des Aufnahmeformats respektive Leuchtrahmens.

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Fuji GW 690 III

Perfekt ist der Zentralverschluss mit der kürzesten Zeit von 1/500 Sekunde. Die längste Verschlusszeit ist 1 Sekunde sowie T für Zeitaufnahmen. Im Boden ist ein Zählwerk für die Anzahl der Auslösungen, es gibt einen Blitzschuh (der hervorragend für einen Pocket Wizard oder Elinchrom Skyport geeignet ist!) und einen sogenannten PC Anschluss, der nichts mit einem Rechner zu tun hat, sondern in den sich ein Synchronkabel stecken oder schrauben lässt.

Die Kameras haben zwei Auslöser. Einen oben in der Achse des Spannhebels, der ein Gewinde für einen normalen Drahtauslöser hat, sowie einen an der Vorderseite. Beide Auslöser lassen sich mit einem Hebel sicher sperren.

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Die Bodengruppe mit Zählwerk ist bei beiden Kameras identisch

Der Bildtransport erfolgt mit ca. 1,5 Hebelbewegungen, wobei auch gleichzeitig der Verschluss wieder gespannt wird. Mit einem 120er Film macht sie 8 Aufnahmen, mit einem 220er Film (gibt es kaum noch) 16 Aufnahmen. Man konnte sogar halbe Filme mit 4 Aufnahmen, die es nur in Japan gab, damit belichten, wenn man den Zählwerk-Schalter verstellte.

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Von hinten sind beide Kameras identisch

Eine eingebaute Wasserwaage oberhalb des Suchers war Gold wert, um die Kamera horizontal auszurichten. In dieser Aufnahme ist noch ein ‚Cold Shoe‘ mit einer weiteren Libelle eingesetzt worden, um auch die vertikale Ausrichtung grob zu vereinfachen (sonderlich präzise sind die Dinger nicht).

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Fuji GSW 690 III

Blende und Verschluss wurden am Objektiv eingestellt, nachdem die Gegenlichtblende ausgezogen war. Der Clou: Einmal eingestellt, kann man beide Ringe synchron verstellen, um bei gleichbleibender EV (Belichtung) mit unterschiedlichen Werten arbeiten zu können.

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Das Innenleben beider Kameras ist identisch

Von der Nikon F4s wurde erzählt, dass man damit Nägel in die Wand schlagen konnte (kann ich bestätigen, wenn man einen Adapter unter die Kamera geschraubt hat). Aber die Nikon war im Gegensatz zu den Fujis noch ein Leichtgewicht…

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Fuji GSW 690 III

Die meisten Amateure der heutigen Zeit gähnen nur müde und faseln irgendetwas von ‚Dafür 2 verschiedene Kameras?‘, ‚Wie, kein Wechselobjektiv?‘ oder ‚So ein Unsinn‘. Nun ja, Amateure halt, die kaum Ahnung von Fotografie haben, und noch viel weniger von Abbildungsleistung.

Die EBC Fujinone stammen von den Fuji Grossformatobjektiven und liegen Qualitativ auf gleicher Höhe wie Zeiss T, Schneider oder Rodenstock/Linos Objektive. Sie sind halt nur etwas schärfer, kontrastreicher, absolut verzeichnungs- und verzerrungsfrei und frei von chromatischer Aberration (Davon träumen heutige Fotografen immer noch, weil sie für viel Geld lausig gerechnete Objektive kaufen müssen, um die Aufnahmen später durch mit Algorithmen überfrachtete Software jagen zu müssen, um überhaupt ein einigermassen sauberes Foto zu bekommen).

Abgesehen von den verschiedenen gestalterischen Möglichkeiten sehen die unterschiedlichen Bildwinkel so aus:

Fuji GSW 690 III Professional

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(Café Varadero) Fuji GSW 690 III, Fuji Provia 100F, Stativ, Scan @4.000 ppi @48bit Farbtiefe, Bildgrösse 12.916 x 8.611 pixel, keine Nachbearbeitung

Fuji GW 690 III Professional

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(Café Varadero) Fuji GW 690 III, Fuji Provia 100F, Stativ, Scan @4.000 ppi @48bit Farbtiefe, Bildgrösse 12.858 x 8.674 pixel, keine Nachbearbeitung

Fuji GW 690 III Professional

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(Islas Malgrat) Fuji GW 690 III, Fuji Provia 100F, Stativ, Scan @4000 ppi @48bit Farbtiefe, Bildgrösse 12.839 x 8.550 pixel, Schatten im unteren Bereich leicht angehoben
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Mit fortschreitender Dämmerung wurde leider auch die relative Luftfeuchte höher, wie man auf der zweiten Aufnahme des Café Varadero sehen kann. Das ist ein Nachteil der Insellagen im Mittelmeer.

Das letzte Foto profitiert von dem Dunst, der die Landzunge im Hintergrund etwas abdunkelt und damit die Dreidimensionalität erhöht. Das Dia auf dem Leuchttisch oder als Grossformatdruck ist atemberaubend. Und nein, es ist nicht aus einem Flieger heraus gemacht – ich habe allen Mut zusammengenommen und an der Kante eines recht hohen Felsens gestanden. 

Vergrösserungen oder modern ausgedrückt ‚Prints‘ bis zu 180 x 120 cm sind kein Problem, nicht einmal, wenn man sie aus einem normalen Lese-Abstand betrachtet.

Übrigens werden die Fujis gern ‚Texas-Leica‘ genannt, weil sie ähnlich wie eine Leica aussehen und nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Oder liebevoll ‚Ziegelstein‘, was einleuchtend ist, wenn man sie neben einer Vollformat-DSLR sieht (links die GSW, rechts die GW, in der Mitte die ‚Vollformat‘-Digi-Knips):

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Es laufen viele angebliche Fotografen durch die Welt, die behaupten, dass eine Anfangsöffnung von f/5.6 oder f/3.5 nicht mehr zeitgemäss sei. Das ist falsch, denn bezogen auf das KB-Format muss man den Wert der grössten Blendenöffnung bei dem Format 6×9 (immerhin ½ Grossformat) durch den Faktor 3 Teilen, um einen identischen Effekt der dünnen Schärfentiefe zu erreichen. Bei der GSW hiesse das, man müsste ein f 1.8/28 mm einsetzen, bei der GW ein f 1.1/40 mm. Bei diesen Werten sind die Objektive für die Mini-Kameras erst in im Jahr 2017 angekommen und werden dafür gehypt, weil man damit angeblich einen Mittelformat-Look zaubern kann. Kann man nicht, weil schlicht und ergreifend die Auflösung im Detail fehlt.

Da die Schärfentiefe extrem dünn ist, lag die Entscheidung für ein Mess-Sucher-System nahe, denn ein präzises und punktgenaues Fokussieren auf einer Mattscheibe ist kaum möglich. Der Nachteil eines Mess-Suchers ist natürlich, dass man die Wirkung einer Abblendung nicht sehen kann – aber man kann sie sich gut vorstellen, wenn man länger mit den Systemen arbeitet.

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Fuji GW 690 III. Die dünne Schärfentiefe und der weiche Verlauf von Scharf zu Unscharf (Neudeutsch ‚Bokeh‘) ist eine Domäne der 6×9-Fujis.
FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Ein weiterer, von Möchtegern-Knipsern gern vorgebrachter Nachteil, ist, dass die Gegenlichtblende einen kleinen Teil des Sucherfelds abdeckt. Auch das ist ein unsinniges Argument, denn wenn die Kamera auf einem Stativ steht, wählt man mit dem Sucher nur den Bildausschnitt und fokussiert, den Rest hat man ohne Sucher bis zum Auslösen im Blick. Wenn dann der berühmte Hund unten rechts in die Szene läuft, sieht man das.

Dass diese Systeme nichts für Knipser sind, die ‚mal eben‘ (geht daneben) ein paar Aufnahmen ’schiessen‘ wollen, liegt auf der Hand. Der Einsatzzweck sind keine Reportagen, Eventknips-Reihen oder Sportfotografie, es sei denn, man weiss, was man will. Nach 8 Aufnahmen ist Schluss – kein Dauerfeuer, kein AF, keine 256 Messpunkte. Dafür liefern Systeme dieser Art – richtig eingesetzt – atemberaubende Aufnahmen, die man nicht auf einem Display, sondern im Grossformatdruck an der Wand oder in hochwertigen Druckerzeugnissen geniessen will.

Da es zu viele hirnlose Spacken gibt, die Fotos klauen, habe ich mir erlaubt, die Kamera-Fotos mit einem Wasserzeichen zu versehen.

Herbst.Markt.

Bei uns im Ort war von Freitag Abend bis heute Abend Herbstmarkt. Ich wollte noch die Count-Down-Uhr ablichten, aber die ist letzte Nacht von den Besoffenen Jugendlichen (ich vermeide aus politischer Korrektheit das Wort ‚Flüchtlinge‘) umgeworfen worden. Ich sag ja: Die Gesellschaft läuft so sehr aus dem Ruder, dass jetzt schon harmlose Dinge zerstört werden. Aber wenn dämliche und dumm-dreiste Wahlplakate übersprüht werden, schreitet die Polizei sofort ein. Es ist erbärmlich geworden!

Gestern war der Umzug, mit dabei die Monster-Trekker der jungen Bauern-Tölpel mit Überbreite und Anhängern, auf denen gigantische Lautsprecher standen, die den Boden in Schwingungen versetzten. Tradition? Ach was, brauchen wir nicht mehr. Lärm ist doch auch nicht so schlimm, nicht wahr die Herren Richter und Staatsanwälte, wir könne die Ohren ja schliessen. Finden Sie den Fehler!

Letztes Jahr war es wenigstens noch warm und die Sonne schien, dieses Jahr war grauer Himmel und es regnete (muss man das in Norddeutschland eigentlich noch erwähnen?)

Neben zahlreichen Migranten (oder heisst es jetzt offiziell ‚Geschützten‘?) waren ein paar Menschen dort, die schon länger hier leben (nennen sich Deutsche, aber nur hinter vorgehaltener Hand, damit sie nicht gleich als Nazis verschrien werden!). Das Bild der Stände hat sich ebenfalls geändert. Stark Pigmentierte mit den üblich schlimmen Gürtel, Taschen und Klamotten-Ständen. Was bitteschön, hat das mit einem Herbstmarkt oder Erntedank zu tun? Eben, Sie haben den Fehler gefunden!

Im Zelt der Gewerbeschau war es – ganz ehrlich – absolut grausam. Viel Tamtam, infantil ausgeführt, man tut wichtig, hofft gesehen zu werden, hängt an prozentigen Inhalten (ein Sektglas auf dem ‚Gesprächstisch‘ soll offenbar Kunden anlocken). Nein, liebe Leute, so wird das nichts. Macht mal ein vernünftiges Konzept abseits des Rummelplatzes!

Ein paar Fotos mit Regen gibt es trotzdem. Das Kettenkarussell, der absolute Klassiker, immer noch  beliebt bei allen Altersgruppen.

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Der Polyp, zwar falsch geschrieben, aber das soll wohl Kreativität zeigen.

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Merkt eigentlich niemand, dass der Krempel nur noch hässlich ist? Im Original sind die Tintenfische erheblich hübscher…

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Wie schön dagegen das kleine Kinder-Riesenrad mit glücklichen Kindern. In ein paar Jahren werden auch die vor den Bass-Boom-Boxen bei den Autoscootern ‚abhängen‘.

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Und noch ein Klassiker: Der Wagen mit den gebrannten Mandeln, der den ganzen Markt mit einem zauberhaften Duft versorgt. (Nein, ich habe keine gebrannten Mandeln bei Anke gekauft, weil meine Zähne nicht mehr so gut sind wie vor 20 Jahren…)

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Schade, dass das Wetter so bescheiden war.

Heute war Bundestagswahl. Hoffentlich haben Sie die beste Alternative zum derzeitigen Polit-Kasperle-Theater gewählt, damit die Grenzen geschlossen werden und dies wieder unser Land wird.

Update: Die AFD zieht mit 13,2% der Stimmen in den Bundestag ein.

 

Herbst.Nebel.

Was heisst hier Herbst? Es ist noch Spätsommer, aber in diesem Jahr fing der Herbst gefühlt bereits im Juli an…

Die Nebelbänke werden immer dicker, die Sonne geht immer später auf – die Änderungen sind so rapide, dass man bereits nach 3 Tagen einen Unterschied wahrnimmt.

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Die besten Fliegenfänger haben bereits grosse Wagenräder als Netze gewoben und sich dick und fett gefressen.

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Es ist immer wieder faszinierend, wie sie es schaffen, die Netze in einer Ebene zu spinnen, egal, wo die Aufhängungen sind. Und das alles ohne Algorithmen oder Industrie 4.0!

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Singen.Löhne.

Am Samstag war es soweit – ein Teil unserer Singing Group ist nach Löhne gefahren, um Rüdiger zu helfen, dort eine Sacred Harp Gruppe auf die Beine zu stellen, damit er Donnerstags nicht mehr 2 Stunden nach Bremen und anschliessend wieder zurück fahren muss (das ist jetzt natürlich etwas übertrieben…).

Gegen 8:30 haben wir angefangen, die Brötchen für die Wegzehrung zuzubereiten, Getränke, Sacred Harp Bücher, Pullover und Jacken einzupacken. Um kurz nach 8 ging es los zu Harald und Ulrike, die uns angeboten hatten, uns mitzunehmen. Jasmina war schon dort. Nach einer kurzen Pause und einer kurzen Umpack-Aktion ging es los – das Quintett wurde von Harald entspannt und leger in Richtung Löhne gelenkt.

Wir hatten wahnsinnig viel Spass während der Fahrt. Von ‚Popofummeln‘ bis ‚Kurvenkuscheln‘ in den norddeutschen ‚Serpentinen‘ im Raum Varrel (nicht das oben Richtung Nordsee, sonder das südliche mit zwei ‚R‘ !), vielen Rechtskurven (wenn man lange genug rechts im Kreis fährt, kann man auch links abbiegen, oder wenn man 3 Mal rechts abbiegt hat man sich einmal links abbiegen erspart) und vielen Tränen vom Lachen in den Augen ging es ohne Pause (‚Oh man, jetzt ein Brötchen‘ wurde ignoriert, ist ja auch total überbewertet) nach Löhne. Eine Bilderbuchstrecke durch eine Gegend, die ich noch nicht kannte. Dazu allerbestes Wetter – der perfekte Start für einen perfekten Tag!

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Ja, doch, ich habe es dann doch bis zum Gemeindezentrum der Martin-Luther-Gemeinde in Löhne ohne Brötchen ausgehalten… Dort angekommen, trafen wir auf den zweiten Teil der Bremer Crew mit Eva, Inga und Ekkehard.

Das Gemeindezentrum ist wirklich eindrucksvoll, der Empfang war sehr herzlich. Nach einer kurzen Pause (endlich konnte ich mein Brötchen atomisieren) und Orientierung in dem lichtdurchfluteten Gemeindesaal fingen wir an zu singen.

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Zu meiner Überraschung funktionierte das sehr gut, denn das waren alles erfahrene Gospel-Sänger, die Noten lesen und singen konnten (im Gegensatz zu mir, für den Noten immer noch wie verstreute Kringel auf Papier aussehen).

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Kurz und gut, Harald machte dann einen kleinen Workshop über die Besonderheiten von Sacred Harp, die Shapes (sehen aus wie Noten), den Hintergrund von Sacred Harp, Dur, Moll, Keyen, Leaden, etc. Für mich besonders gut: Das Singen der verschiedenen Stimmen, als da wären Bass, Tenor, Alt und Treble (Sopran)! Als Bass ist es gar nicht so einfach, den Treble zu singen – das war mir effektiv zu hoch, weil ich dann so gut wie eine schlecht geölte Tür im Wind klinge <seufz>.

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Unsere Gastgeber hatten alles perfekt organisiert, jeder hatte etwas zu Essen vorbereitet. Es war alles sehr reichhaltig, sogar Rote Grütze mit Sahne und Kuchen gab es als Dessert.

Nach der Mittagspause und vielen Gesprächen las Christian als gebürtiger Ostwestfale eine interessante Geschichte aus der Region vor, und anschliessend machten wir weiter. Womit? Singen natürlich!

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Das Singen war etwas entspannter als bei uns in der ‚Capella della Musica‘ und ging nicht so sehr auf die Stimmbänder. Warum auch immer… Von der Akustik her etwas anders als in der Capella, aber stimmgewaltig war es trotzdem. Nun ja, wenn Sänger dabei sind, die singen können, ist das kein Wunder.

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Gegen 16:00 haben wir die Tische wieder umgeräumt und noch ein wenig im Garten gesessen, bis uns die Gartenmaschinen-Vorführungen eines Nachbarn neben dem Gemeindezentrum auf den Nerv ging (Mein Gott, der Mann hatte nicht nur einen grossen, zu gut sortierten Maschinenpark, nein, er hatte auch die lautesten Geräte aus der ganzen Republik aufgetrieben!).

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Also packen und Richtung Balkangrill zum Brunnen, wo Rüdiger uns für 17:30 einen Raum reserviert hatte. Aber das mit dem Raum wurde nichts, weil die einen Sommergarten in idyllischer Ruhe hatten.

Dort haben wir nicht nur sehr gut gegessen, sondern auch noch gesungen. Erst ganz leise, was nicht wirklich gut klang, und dann mit 90% Leistung, was erheblich besser klang.

Ein wunderschöner und netter Ausklang eines tollen Tages! Ganz lieben Dank an unsere Gastgeber in Löhne!

Nach Sonnenuntergang ist unser Quintett wieder mit vollem Programm (siehe oben) in den nautischen Sonnenuntergang durch die heile Welt des ländlichen Raumes Richtung Bremen gefahren.

Danke an Ulrike, Harald und Jasmina für eine der unterhaltsamsten und humorvollsten Fahrten der letzten Jahre!

P.S.: In 14 Tagen wird uns eine Abordnung der Löhner Gruppe in der ‚Capella della Musica‘ in Bremen besuchen. Meine Bitte an die ‚Singer‘ der Bremer Gruppe: Es wäre toll, wenn Ihr alle kommen würdet, um einen stimmgewaltigen Abend zu gestalten! Schaufelt Euch den Termin frei – es lohnt sich. Vielleicht hören wir dann auch ein Gospel-Stück von unseren Gästen?

Für die Technik-Freaks: Die Fotos habe ich mit einer ganz simplen Knips gemacht, weil ich mich nicht mit der grossen Tasche abschleppen wollte… und jetzt sage bitte niemand, dass ich die auch mit einem Smart Phone hätte machen können. Solange ich smarter bin als ein Phone, gibt es das bei mir nicht 😉

Wer mehr über Sacred Harp wissen will, wird hier glücklich.

Sun.Rise.

Gestern Nacht hatte ich gesehen, dass Nebel aufsteigen. Ergo würde die Nacht kalt und klar werden. Heute Morgen habe ich gesehen, dass der Himmel fast wolkenlos ist und bin dann gegen 6:00 los zum Standort, den ich schon lange im Blick hatte. Es hat sich gelohnt.

Die Sonne steht noch unter dem Horizont, das Licht erreicht nur die Wolken, der leichte Nebel hängt noch über dem Boden.

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6 Minuten später: Die Sonne kommt grade über den Horizont.

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Das obere Foto ist Digital, das untere Film, und zwar der Fuji Velvia 50 (alte Emulsion), aufgenommen mit der Plaubel 69W proshift auf einem Stativ, Objektiv um 10 mm nach oben verschoben. Film erfasst den Lichtabfall am Himmel besser, was sicher auch an dem erheblich grösseren Aufnahmewinkel liegt. Und nein, ich habe den Center Filter nicht vergessen. Der Velvia hat nur einen Tonwertumfang von 4 bis 5 EV, dafür ist er aber im Bereich der Lichter präziser als ein Sensor (richtige Belichtung vorausgesetzt).

Das obere musste ich nachbearbeiten, das untere habe ich nur digitalisiert und verkleinert. Digital ist die Stimmung etwas blass, weil es so etwas wie einen Weissabgleich gibt, der automatisch (oder nach technischen Daten) gemacht wird. Film ist lebendiger und bringt die Stimmung vor Ort wesentlich besser rüber. Wenn ich es schaffe, werde ich noch eine Aufnahme mit einem Kodak Portra 160 machen, um die drei Medien zu vergleichen…

Die Farben bekommen Leben – man muss sehr schnell sein, weil sich der vertikale Winkel sehr schnell ändert.

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Statt einer Totalen mal näher ran – auch spannend.

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Ich war heute Morgen mit 2 Kameras unterwegs. Mal schauen, wie die 2 (!) Aufnahmen mit der anderen geworden sind. [Update habe ich oben eingefügt] Für mehr Aufnahmen hatte ich leider keine Zeit… Diese Aufnahmen wurden ohne Stativ gemacht, weil die zweite Kamera auf dem Stativ montiert war und ich immer darum herum laufen musste.

Oben.Unten.

Vorhin habe ich mir eine Location angesehen. 9. Etage in der Bremer City, Dachgarten, voll vergittert, aber mit Ausschnitten, wo eine Kamera durch passt. Nichts Atemberaubendes, vor allem nicht bei dem üblichen, grauen Wetter.

Einmal am Gebäude nach unten, Kamera durch das Loch im Gitter und dann im Blindflug:

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Die Flächenverschwendung der Strassenbahngleise wird von oben klar:

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Da ich meinen GND-Filter dabei hatte, habe ich ihn gleich eingesetzt.

Ohne GND ist der Himmel zu hell und überstrahlt die Details in der Distanz:

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Mit GND gibt es Struktur:

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Der Himmel wurde immer dunkler, aber ich wollte ein paar Layout-Aufnahmen haben:

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Ein Pano über den nordwestlichen Stadtbezirk war auch noch drin:

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Alle Aufnahmen ohne Stativ…

Sollte demnächst mal wieder blauer Himmel sein, kommt eine Super-WW-Kamera zum Einsatz. Es wird spannend.

Friedens.Buddha.

Vergangenes Wochenende wurde der erste und einzige Friedens-Buddha in Europa geweiht. Er steht zur Zeit noch im japanischen Garten in Bremen, bekommt aber bald ein eigenes Gebäude.

Die Zeremonie war ergreifend und sehr interessant. Aus Achtsamkeit und Respekt gegenüber den tibetischen Mönchen habe ich dabei keine Fotos gemacht, sondern bin erst am Dienstag hingegangen.

http://www.botanika-bremen.de/de/spenden/friedensbuddha.html

http://tinyurl.com/ybo6ztnw

http://www.friedens-buddha.de/DE/friedensbuddha.html

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Anschliessend habe ich noch einen Abstecher in den botanischen Garten gemacht

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Lange.Anna.

Seit 14 Tagen war die Tour geplant, alles, was wir wollten, war gutes Wetter. In Bremerhaven schien noch manchmal die Sonne bei einer steifen Brise. In der Wesermündung wurde es dann rauer – sehr rau. Dazu Regen und starker Wind, die Wellen wurden höher, und die ‚Fair Lady‚ stampfte durch die Wellenberge und – täler. Da der Rumpf ähnlich dem der Seenotrettungskreuzer geformt ist, brauchten wir uns keine Sorgen zu machen – das Schiff hatte schon viel schlimmere Stürme und Wellen überstanden.

Bremerhaven, ganz früh am Morgen

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Die Seebäderkaje – wir hatten noch einen Platz auf dem Oberdeck bekommen

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Leuchtturm Robbennordsteert – die Schlechtwetterfront zieht auf

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Helgoland empfängt uns mit Sonne und Schönwetterwolken

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Das übliche ‚Ausbooten‘ mit den Börtebooten

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Übersicht über Helgoland

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Auf dem Weg zur langen Anna

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Oberland liegt nicht ganz oben, die Insel hat noch höhere Punkte…

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Die Nistplätze der Lummen in den Felsen – ein beissender Guano-Geruch liegt in der Luft

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Ganz am anderen Ende: die Lange Anna

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Eine Lumme beim Start – sie springen einfach los in die Tiefe

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Die Lange Anna bei bestem Wetter

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Dick eingepackt gegen den starken Wind auf der Insel

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Blick von der Langen Anna zur Mole auf der anderen Seite der Insel

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Panorama über das Oberland bis zur Helgoländer Düne

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Zahlreiche Neubauten im Hafen, die beim letzten Besuch vor über 20 Jahren noch nicht dort waren

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Die Düne mit dem Leuchtturm

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Die Schiffe ‚Fair Lady‚ (vorn) und ‚Funny Girl‘ (hinten) auf Reede vor Helgoland

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Blick über das Unterland zur Düne

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Leuchtturm ‚Alte Weser‘ in der Wesermündung

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Windpark neben dem Leuchtturm ‚Alte Weser‘

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Es war eine traumhafte Tour mit dem krönenden Abschluss in Bremerhavens bestem -Fischlokal, dem Fischrestaurant Am Theaterplatz

Einzig die ‚Selfie-Manie‘ einer grossen Studenten-Gruppe trübte die Hinfahrt. Die Typen waren rücksichtslos und fummelten ewig mit ihren Selfie-Sticks an uns vorbei… Totalversager des menschlichen Zusammenlebens.

So ungefähr stampfte die ‚Fair Lady‘ auf unserer Hinfahrt in der Wesermündung durch die Wellen:

So etwas 3 Stunden aushalten zu müssen ist dramatisch… Da hatten wir Glück, dass wir die schwere See nur rund 1 Stunde durchhalten mussten!

Sicht.Weise.

Weil mal wieder Stau ohne Ende auf der Autobahn war, hatte ich beschlossen, mit dem Metronom zu fahren. In ⅓ der Zeit ans Ziel hat was. Da ich dann noch knapp 2 Stunden Zeit haben würde, habe ich mir gesagt: OK, Du spielst jetzt Tourist und knipst einfach drauflos. Nein – nicht mit dem Smartphone, so etwas habe ich nicht. Einfach nur zwanglos, es darf gern schief sein. Mal sehen, ob ich das kann.

Am Start-Bahnhof habe ich dann einen Mit-Singer getroffen.  Der wollte auch noch durch die Stadt schlendern. Er fragte mich, ob er sich mir anschliessen könne – klar doch, gehen wir zusammen.

Er war begeistert, sagte, dass das so eine Art Urlaubstag für ihn sei, weil er durch mich Dinge zu sehen bekam, die er noch nie vorher gesehen hat. Ein Fotograf geht eben mit ganz anderem Blick durch die Welt…

Also so richtig schief wurde nichts, da läuft wohl immer ein Algorithmus im Hinterkopf ab, aber spannend war es allemal, zumal ich in der Menge der echten Touristen nicht weiter aufgefallen bin.

Bremen Hauptbahnhof

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Ein Tabakladen im Hauptbahnhof

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Ausblicke nach oben

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Die obligatorische Bahnhofsuhr

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Geschäfte in der Strasse zum Bahnhof

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OPEN – Hinweis in einer Bratwurstbude

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Die Wall-Anlagen mit Bremer Flagge in Form eines Blumenbeetes

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Gut, dass da niemand das Werder-Logo in den Rasen geschnitten hat…

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Kunstausstellung im Swissotel mit archaischen Holzfiguren in Übergrösse

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Bombastisch: Körbchengrösse Doppel D oder mehr…

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Naja, das ist zwar Kunst, aber nicht unbedingt was für mich

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Die Mühle am Wall

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Noch viel mehr (muchos más)

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Bronzefigur eines berühmten Mannes – Wilhelm Kaisen – in den Wallanlagen

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Mit Blick auf seine symbolischen Häuser

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Ganz neu: Markthalle Acht. Muss man nicht gesehen haben. Möchtegern auf schlicht, einfach und alt getrimmt, wirkt jedoch sehr primitiv. Hat absolut kein Flair eine Marktes, zumal dort nur Fressbuden ohne Ketten-Bindung zu finden sind. Das gleiche ‚food‘, nur anders verpackt.

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Der Auftritt eines Chors – das mussten wir uns als Sänger doch mal ansehen

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Grosse Erwartungshaltung, die Spannung steigt

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Banale Szene mit 80er Jahre Architektur vor dem Justiz-Bollwerk der Stadt

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Hochsicherheitstrakt im Innenbereich – früher war das mal abschreckend

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Kennt kaum jemand: Den Paula-Modersohn-Becker-Steg in den Wall-Anlagen neben der Kunsthalle

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Das waren 90 Minuten als Tourist verkleidet. Einfach mal was Anderes. Anschliessend haben wir uns 2 Stunden in der ‚Capella della Musica‘ heiser gesungen… Click!

Unikat.Wolke.

Das war eigentlich ein Gag, aber als der Film aus dem Labor kam, fand ich sie schön. Andere Fotografen verkaufen so etwas als Kunst.

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Fuji GSW 690 III, Fuji Provia 100F, Stativ

Stroh.Rolle.

Es ist wieder so weit – die ersten Strohrollen werden geformt. In 5 Monaten ist schon wieder Neujahr…

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Fuji GSW 690 III, Fuji Provia 100F, Stativ

Stille.See.

Vor einiger Zeit haben wir einen See wiederentdeckt. Der Wald wächst bis ans Wasser, teilweise noch ein kleiner Schilfgürtel, ein winzig kleiner Strand, das war es dann. In der Nähe ein Parkplatz, der aber selten voll ist. Damit er demnächst nicht überlaufen ist, gibt es hier keinen Namen…

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Arca Swiss mit Rodenstock Apo Grandagon 4.5/45 mm auf Kodak Portra 160. Wie man sieht, ohne Center Filter (leider hatte ich den im Schrank liegen lassen…). Warum die Ecken nicht symmetrisch abgedunkelt sind, weiss ich noch nicht. Per Software kann man den  asymmetrischen Lichtabfall nicht korrigieren. Der Bildwinkel entspricht in etwa einem 17mm-Objektiv im 35mm-Format.

Schön.Stark.

Immer wenn ich über angeblich wichtige, neue ‚Features‘ moderner Kameras lese, denke ich: Und – was bringt das jetzt?

Bisher sind die Fotos nicht besser mit den neuen Kameras geworden. Im Gegenteil, der Anteil guter Fotos hat abgenommen. Nur insgesamt ist die Online verfügbare Menge grösser geworden.

Im Prinzip sind alle ‚modernen‘ Kameras starre, unbewegliche Kästen, deren Fähigkeiten sehr stark limitiert sind, sieht man einmal von der Aufnahmegeschwindigkeit ab. Wird ein Foto besser, nur weil es mit ‚8K‘ aufgenommen wurde? Eher nicht. Dafür verzeichnen die Objektive wie Sau und müssen erst durch eine Korrektur gejagt werden. Perspektiven kann man damit ebenfalls nicht richtig in den Griff bekommen. Licht auch nicht. Passt die Belichtung nicht, wird am Regler gedreht.

Mit den hochauflösenden Digitalrückteilen (‚Digi Backs‘) kann man theoretisch wieder so arbeiten wie früher. Theoretisch, weil sie praktisch unbezahlbar sind, ebenso wie die dazu passenden Fachkameras. ‚Alte Systeme‘ werden per se als unbrauchbar abgeurteilt, dabei wissen 99,9% der heutigen Fotografen kaum noch, was man damit machen kann.

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Die ‚alte‘ Arca Swiss ist ein Paradebeispiel für die grenzenlose Versatilität von Fachkameras. Wenn man weiss, was man damit machen kann, versteht man, was Fotografie wirklich heisst.

So ganz alt ist sie ja nicht: Die Basis-Kamera ist Baujahr 1984, viele Komponenten sind neueren Datums. Die Bauweise basierte auf einem Marken übergreifenden System, d.h. man kann die Komponenten wie z.B. Objektive ganz einfach an anderen Kameras nutzen. Rückteile, Sucher, Kassetten oder Filmmagazine sind austauschbar… Dagegen sind die heutigen ‚Möchtegern-Standards‘ kalter Kaffee.

Mini.Bücher.

Gross kann jeder, klein nur wenige:

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Mit guten Augen oder einer Brille kann man ein Gedicht in die kleinen Wunderwerke schreiben. Oder eine Widmung. Oder kleine Skizzen festhalten.

Schön, dass es neben Hyper, Giga, Tera, Peta und Konsorten noch Wertiges gibt, das man anfassen und selbst gestalten kann.

Wo es die gibt? Na hier: buchbinderei-focken.de

Identitäts.Verlust.

Vor einiger Zeit bin ich über ein Szenenfoto eine Videos in einem Online-Portal gestolpert. Es soll eine Innenstadt zeigen. Zuerst dachte ich: Da hat schon wieder jemand ohne Überlegung ein Foto einer US-Stadt genommen. Aber nein, dann sah ich das Fähnchen mit der Aufschrift ‚Eis‘. Also ist es eine deutsche Innenstadt.

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Dunkin‘ Donuts, King of…, Fashion Discount, Food Lounge, Snipes, New Yorker, Jack…, etc. So richtig Deutsch ist da kaum noch etwas. Womit können wir uns eigentlich noch identifizieren? Von oben werden wir mit ‚Denglisch‘ malträtiert, von unten mit angeblichen Kulturbereicherern, die wir nicht wollten, aber teuer bezahlen müssen, und die dafür sorgen, dass die Kriminalitätsrate enorm steigt.

Wo bleiben wir Deutschen eigentlich? Was macht uns noch aus? Merkt das denn niemand?

Wasser.Spiegel.

Nachdem wir gestern den ganzen Tag Sonne satt hatten, hat es heute von morgens bis nachmittags ordentlich geregnet. Somit mussten die Bäche und Flüsse (eher Flüsschen) recht gut gefüllt sein. Also los zur alten Wassermühle und nachsehen. Yup, der Wasserspiegel unterhalb der Staustufe war ca. 15 cm höher. Da musste ich gleich mal den ‚Big Stopper‘ (ND -10 EV) testen.

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Belichtungszeit 238,9 Sekunden mit f=8.0. Da wird jede Wasseroberfläche glatt wie ein Kinderpopo, so dass sich die Objekte darin spiegeln…  Die Messung der Szene habe ich mit einem Gossen und Objektmessung nur im unteren Bereich gemacht, die Zeit um den Faktor + 10 EV verlängert und click. Rechnerisch wären es 240 Sekunden gewesen, faktisch 1,1 Sekunde weniger, weil die Verschlusszeiten nicht so lang einstellbar sind. Somit musste ich auf meine Armbanduhr schauen, und da kann man nicht so exakt sein, vor allem nicht als Brillenträger, der erst die Brille aufsetzen muss, bevor er im Nahbereich etwas erkennen kann <seufz>.

Die gesamte Aufnahmezeit für dieses Foto lag übrigens bei knapp 8 Minuten, weil die Kamera nach der Belichtung noch eventuell vorhandenes Rauschen des Sensors aus dem Bild rechnen muss. Das ist ein sehr grosser Nachteil der Digitaltechnik – Film ist da einfacher: Belichten, fertig…

Das Licht war etwas ungewöhnlich, weil die tief stehende Abendsonne durch das Blätterwerk nur partiell die Szene beleuchtete – sehr schön am unten aufgehellten Baumstamm und dem hellen Zaun der Abtrennung des Beckens zum Wassertreten zu erkennen. Somit bekommt das Bild einen leicht mystischen oder gespenstischen (Englisch: eerie) Touch. Fehlen eigentlich nur noch ein paar Feen und Elfen auf der Treppe…

 

Filigran.Fedrig.

Klar kann man im Schmuckbereich mit ‚focus stacking‘ arbeiten, d.h. diverse Fotos mit verschiedenen Schärfeebenen zusammenrechnen. Will ich aber nicht. Ein Makroobjektiv hatte ich nicht dabei, also musste ein ganz normales Objektiv herhalten. Bei f=16.0 war die Schärfentiefe ausreichend.

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Das ist ein Ausschnitt aus dem Original. Ich finde die filigrane Arbeit einfach eindrucksvoll.

Gleiches Spiel mit der Maske und den Federn.

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Das Objekt ist etwas grösser, der Schärfebereich erstreckt sich nur auf die vorderen ⅔ der Maske.

Drinnen.Draussen.

Oder: Wanted. Vossi.

Heute habe ich eine Session mit ‚Vossi‘ gemacht. In der Werkstatt und um die Ecke vor einem Graffito.

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Das ist nur eine kleine Auswahl der Fotos von heute. Die Session hat uns sehr viel Spass gemacht, nachdem wir erstmal ordentlich gefrühstückt hatten. Es war glücklicherweise nicht zu heiss bei uns, so dass uns der Schweiss weder auf der Stirn stand noch den Rücken runterlief.

Wer genau hinschaut, der sieht, dass das Gesicht immer scharf ist – nicht nur die Augen oder Nasenspitze.

Making of: Ein Elinchrom Blitz, eine Elinchrom Deep Octa auf Stativ mit Innendiffusor, damit es etwas knackiger ist, einen einfachen Silberreflektor in grösserem Abstand zum leichten Aufhellen der Schatten (nur in der Werkstatt, draussen nicht). Die extreme ’single light‘ Aufnahmetechnik. Alle Aufnahmen mit t=1/200 und f=8.0, Blitzdauer 1/4000 s. 

Netz.Nixe.

Was macht ‚man‘, wenn der Plan für das Wochenende wenige Stunden vorher gekippt wird? Als Norddeutscher kann man zur Küste fahren – immer an der Weser lang Richtung Norden. In Bremerhaven abbiegen zum Fisch essen, dann am Containerterminal vorbei, am Deich lang bis Wremen. Anhalten lohnt nicht – da krauchen gefühlte 1 Milliarde Menschen rum. Also weiter am Deich lang, die ganz kleine Strasse, vorbei an kleinen Höfen bis Dorum zum Hafen. Pause. Aber nicht, weil es dort leer wäre, nein, weil die Fahrerei erstmal reicht. Auch dort gefühlte eine Milliarde Menschen und hunderte Motorräder. Was gibt es ausser der Überfüllung sonst noch? Richtig, ein paar maritime Impressionen (im Volksmund ‚Schnappschüsse‘ genannt).

Was fällt einem zum Dorumer Siel ein?

Krabbenkutter.

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Fanggeschirr.

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Kennzeichen am Bug.

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Netze, respektive deren Reste.

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Der vorwitzige Leuchtturm in mattschwarz gestrichen (perfekter Trauerflor für die Hochzeiten, die dort stattfinden).

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Flaggen.

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Ich werde es mir überlegen, ob ich nochmal hinfahren werde. Im Sommer ist es überlaufen, mit permanenter, sehr lauter Musikbeschallung des Strandes und Hafens und somit unerträglich, im Winter ist es so grau, dass man in eine tiefe Depression verfällt und einen kurzfristigen Termin beim Psychologen braucht.

Zumindest konnten Sie auf den Fotos die kleinen Ausschnitte sehen, die die Reste der heilen Welt symbolisieren. Glauben Sie bitte nicht, dass immer Wasser im Hafen ist – ist es nicht. Das war Zufall, dass grade Hochwasser war. Die meiste Zeit leuchtet Ihnen nur der Schlick im Hafen entgegen…

Sommer.Farben.

Endlich ist der lang ersehnte Sommer da. Die Farben der Natur sind noch frisch, aber schon intensiv.

Ein mächtiger Solitär mitten auf einer Wiese im weiten Land:

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Die Farbflecken am Waldrand:

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Mitten im Bach und ohne Smartphone – zwei Jungs bei einer Angelpartie:

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Da geniesst jemand den Weg mit Kopfsteinpflaster entlang der Rhododendron:

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Der Mühlenteich hat eine Decke aus Weidenflusen, die dort zu Millionen umherfliegen.

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Einer der schönsten Plätze um die Ecke in Licht und Schatten – die alte Wassermühle:

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Ich weiss, das sieht nach heiler Welt aus, und das ist es auch. Ich bin froh darum, in dieser Umgebung leben zu können, wo ich einfach ‚mal eben‘ um die Ecke zum Abschalten fahren oder gehen kann. Im Prinzip kann das jeder, die Menschen müssten nur genauer hinschauen und die Welt um sie herum in allen Dimensionen entdecken.

Natürlich sind das nur kleine Oasen, die übrig geblieben sind, um die herum der Krieg tobt – auf den Strassen, in den Köpfen, in Unternehmen, in der Politik und in den Familien. Natürlich könnte ich Fotos von ‚dort draussen‘ machen. Das wäre jedoch fatal, da die meisten Anderen das bereits seit Jahrzehnten machen um die konditionierte Sensationsgier der Menschen zu befriedigen und daraus Profit schlagen.

Ich will dem Krieg und Terror keinen Raum geben – niemals.

Dynamic.Range.

Ich bin immer wieder überrascht, zu welchen Leistungen ein nicht mehr so ganz aktueller Sensor fähig ist, wenn man die richtige Software verwendet und etwas tiefer in die Materie eintaucht. Dazu gehört auch etwas Nachbearbeitung wie in der Dunkelkammer, d.h. dunkle Partien etwas aufhellen und helle etwas abdunkeln, ohne die Endpunkte der Kurve zu verändern.

Vor rund einem Jahr hatte ich ein Pano generiert und hier präsentiert. Jetzt habe ich die NEFs nochmal mit dem RAW-Konverter des Kamera-Herstellers bearbeitet und ein neues Pano rechnen lassen.

Die alte Version:

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die neue Version:

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Die alte Version ist in den Lichtern komplett ausgefressen, die Wolkenränder haben kaum Details. Die neue Version hat alles. Hm, warum jetzt das? Da muss doch im Original eine Menge mehr an Informationen sein. Ergo kann es nur am RAW-Konverter liegen, denn sowohl Hugin als auch Affinity Photo arbeiten in beiden Fällen identisch.

OK, in der neuen Version habe ich den Weissabgleich nicht auf den Kamera-Werten gelassen, sondern auf ‚direct sunlight‘ gesetzt. Aber das allein kann es nicht sein. Die Farbunterschiede in den Blau- und Grüntönen sind klar. Aber der Tonwertumfang ist damit nicht zu erklären. Hugin zeigt mir an, dass ein Tonwertumfang von 15,34 EV vorhanden ist. Das ist mehr, als diverse Tests ergeben haben, und ich denke, dass ich mich auf Hugin verlassen kann, zumal das Resultat eindeutig ist. Ein Tonwertumfang von 11 EV war klar, aber 15,34 ist für eine Digitalkamera mehr als eine Überraschung.

Die Projektion oben war Equirectangular (Sphärisch), unten Cylindrical (Zylindrisch) – daher ergeben sich unterschiedliche Bildhöhen.

Werde ich jetzt nicht mehr mit Film arbeiten? Doch, da ist noch mehr drin: Mit Standard-Belichtung und Standard-Entwicklung 14 EV. Mit veränderter Belichtung und anderer Entwicklung geht da noch was. Mehr dazu demnächst. Morgen werde ich erstmal einen neuen Film mit einem IT 8.7/2 Target profilieren…

Wasser.Stein.

Nicht weit von mir ist ein kleines Flüsschen, dessen Quelle im Moor liegt. Irgendwo ist ein Mühlenteich und somit auch eine kleine Staustufe.

Es war schon Dämmerung, die Szene liegt im Schatten grosser Bäume. Das heisst, es waren perfekte Voraussetzungen für Langzeitaufnahmen.

Leider hatte ich keine Gummistiefel dabei, habe dann trotzdem das Stativ ins Wasser gestellt und von einem Stein im Wasser aus die letzten 3 Aufnahmen gemacht. Ich weiss, das ist nicht gesund für den Rücken, aber das sind ja noch harmlose Übungen. Der interessanteste Effekt: Ich habe jetzt auch mal ein Nebelwasser- oder Wassernebel-Bild gemacht. Es hat sich so ergeben, ohne Notwendigkeit <seufz>. Dafür sehen Sie, dass Sie nicht nach Norwegen, Island oder Neuseeland reisen müssen, um interessante Fotos zu machen.

Noch etwas: Jetzt weiss ich, wie ich die Belichtungszeit ‚B‘ wählen kann. Sie wird unsinniger Weise mit ‚- -‚ dargestellt – darauf muss man erst einmal kommen. Ich weiss wirklich nicht, wo das Problem ist, dass dort nicht ein ganz deutliches ‚B‘ angezeigt wird… Früher konnten die Japaner doch auch ‚B‘ und sogar ‚T‘ auf die Objektiv-Tuben respektive Verschlüsse aufdrucken.

So sieht es dort aus:

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Alle Aufnahmen wurden (wie immer) mit einem Objektiv gemacht, mit dem man eigentlich nicht fotografieren kann (Forenmeinung der Spacken). Ausserdem mit f=22. Laut der Besserwisser in der Welt hätte ich hier aufgrund der Beugungsunschärfe höchstens eine Gauss Weichzeichnung erhalten dürfen. Da kann man mal sehen, wie bescheuert die Besserwisser dieser Welt sind. Und ja, eine Belichtungszeit von 40 Sekunden verursacht laut der Besserwisser ja ein gewaltiges Rauschen im Bild. Sorry Leute, ich weiss wirklich nicht, war Ihr raucht, wenn Ihr so einen Unsinn in die Welt blubbert… Da ist keine Beugungsunschärfe und kein Rauschen drin. Ich würde die Bilder locker in 60×40 cm (dem Standardformat für Galeriehängungen in den USA) oder grösser drucken lassen und aufhängen, ohne auch nur die leisesten Zweifel zu haben.

Spannend ist, dass hier gleichzeitig Stillstand und Bewegung in einem Bild sind. Da passt der Spruch: Es ist alles nur eine Frage der Zeit.

Zum Vergleich drei Aufnahmen mit f=11 und einer erheblich kürzeren Belichtungszeit. Die Bewegungen des Wassers im flachen Bereich sind nicht so cremig verwaschen wie bei 30 s.

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Zum Schluss noch einmal das Motiv von oben:

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Posting.Printing.

Fängt beides mit ‚P‘ an, klingt ähnlich, aber der Unterschied in der Fotografie ist gravierend.

Das Eine ist maximal eine Stunde später vergessen, das Andere können noch die nächsten 6 Generationen (wenn man 1 Generation = 25 Jahre rechnet) ohne Strom und Geräte ansehen.

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Mann mit Mops.Frau mit Möpsen.

In Bremen steht die Loriot-Couch mit dem Mops, und eine Bank mit einem Knollennasen-Männchen von Loriot. Da haben wir was draus gemacht:

Mann mit Mops.

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FOTO © 2017 BY SIEGLINDE HOIDIS

Frau mit Möpsen.

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Wenn Sie beim zweiten Bild die Möpse suchen, haben Sie den Witz noch nicht verstanden. Schauen Sie nochmal genau hin.

 

Film.Spannend.

Zum langen Wochenende gibt es ein paar Videos über filmbasierte Fotografie. Viele Interviews, warum die Fotografen Film bevorzugen.

Hier gibt nach einer etwas schrägen Einleitung einen Einblick in ein Labor. Das ist ja der Vorteil der filmbasierten Technik: Der Fotograf kann sich voll und ganz auf die Aufnahme konzentrieren, das Labor macht den Rest. Weil es – im Gegensatz zu Digital – Standards gibt, kann man sich immer 100% darauf verlassen, dass die Farben, Tonwerte und Anmutungen so rüberkommen, wie man es gewohnt ist. Wie der Labormitarbeiter so schön sagt: Was zählt, ist der Druck (Print, Abzug). Bei Digital weiss man nie, wie der Bildschirm des Betrachters aussieht, denn kalibriert ist er in den seltensten Fällen.

The print is the final result!

I see something that makes sense:

Time for a change. Zeit für Änderungen. Nicht anderen folgen, sondern eigene Wege wiederfinden.

Portrait.Amerikanisch.

Wir haben mal ein wenig mit Licht gespielt…

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Eine grosse Version gibt es im blog auf meiner neuen web site, wo niemand etwas klauen kann.

Keine hauchdünne Schärfentiefe, wie derzeit der Hype diktiert, sondern eine grosse Schärfentiefe. Ich bevorzuge es, jedes Detail im Bild sehen zu können.

Ein Experiment am frühen Nachmittag:

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Huh? Ja, wirklich. Es war 17:09, die Sonne stand hinter meinem Model, der Himmel war gleissend hell. f=10 und trotzdem schön freigestellt (alles eine Sache der Relationen). Mit Neutralgraufilter ND 0.9, weil bei höheren Filterwerten der AF nicht mehr funktioniert. Minus 3 EV sind schon heftig, zu viel für manuelles Scharfstellen. Deep Octa 45° links und 45° von oben, Distanz ca. 2 Meter.

Schwebende Papierstreifen:

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Nein, die sind nicht aufgehängt. Die kurze Blitzzeit von 1/4000 s (oder war es noch kürzer? Ich weiss es nicht mehr) macht es möglich. Der Spot mit 20° Grid von hinten und unten auf die Schnipsel bringt das Leuchten in die Schnipsel.

Robo.Shit.

Neuronale Netze sollen jetzt unsere Fotos bewerten.

Aha.

Hier der Artikel:

https://www.dpreview.com/news/8594541449/everypixel-aesthetics-uses-neural-networks-to-judge-your-photographs

Hier die web site zum Testen:

https://everypixel.com/aesthetics

Ich habe mal ein paar Fotos aus diesem blog dort hinein geworfen. Meistens hatte ich einen sehr hohen Wert erreicht. Aber die Fotos, die für mich am eindrucksvollsten waren, lagen eher gegen Null…

Bin ich froh, dass es noch Menschen gibt, die sich auf ihren Verstand und Bauch verlassen. Man stelle sich nur vor, die Personalmanager würden dort die Bewerberfotos prüfen lassen – das wäre ein Desaster für die Unternehmen und die Bewerber.

Wie tief sind wir gesunken. Erst die ‚Votings‘ des Pöbels, jetzt angeblich künstliche Intelligenz. Wir werden alle flüssiger als Wasser werden – überflüssig.

Meister.Werke.

[Update am 2017-04-07] Hier werden sie hergestellt, die Meisterwerke der letzten und ältesten meistergeführten Sortimentsbuchbinderei im Raum Bremen (von der holländischen Grenze bis vor die Tore Hamburgs!):

In der Buchbinderei Focken e.K. in Bremen (Telefon 0421 – 45 26 11).

Dass dazu ein paar Maschinen erforderlich sind, ist den wenigsten Menschen klar. Die meisten assoziieren mit Buchbinderei Künstler, die ein paar Bücher machen und später auf Gewerbeschauen verkaufen.

Das ist definitiv falsch. Eine richtige Buchbinderei fertigt Kunstwerke, Sonder- & Einzelstücke sowie Kleinstauflagen – auf immer gleich hohem, handwerklichen Niveau, jederzeit reproduzierbar. Dass da oftmals sehr kreative Lösungen entstehen, versteht sich bei dem Jahrhunderte alten Handwerk von selbst.

Das Spektrum reicht von Gästebüchern, Alben, Familienchroniken, Dokumentationen und  dem Binden von Fachzeitschriften über Bachelor- & Masterarbeiten bis hin zu Kassetten, Schubern, Schachteln und Speisekarten.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden statt einer Bildergalerie bei flickr für Ihre Kinder die besten Fotos auf säurefreiem Papier drucken und zu einem Buch binden lassen. Ihre Kinder würden sich jetzt vielleicht noch nicht freuen, aber in 30 oder 50 Jahren, wenn es flickr nicht mehr gibt und ihre digitalen Bilderchen sich in Wolken aufgelöst haben.

Abgesehen davon ist ein Buch nicht nur ein optisches, sondern auch ein haptisches Erlebnis. Sie können es aufschlagen, lesen, die Bilder betrachten, ohne einen Computer starten, Software updaten und eine Internet-Verbindung haben zu müssen, nur um dann festzustellen, dass irgendein ‚Admin‘ ihre Daten gelöscht hat, weil Sie eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt haben oder Ihre Kreditkarte am Tag der Abbuchung mit einem Euro im Minus war.

Ein Buch hat nach wie vor einen Wert. Das mag im Zeitalter der iPad- und Eierföhn-Generation anachronistisch, alt und antiquiert klingen, es ist aber so.

Zurück zum Thema: Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden ihr liebstes Paperback von einer Buchbinderei hochwertig neu binden lassen, mit Prägung, einer Widmungsseite dazu, evtl. ein paar Negativen oder handschriftlichen Notizen. Ich habe es getan und kann nur sagen: Das ist ein Erlebnis und macht Freude.

Während der letzten Wochen durfte ich ein paar Eindrücke in der über 100 m² grossen Werkstatt festhalten.

Die Buchbindemeisterin mit der ältesten Innungslade Deutschlands:

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Die grosse Buchpresse:

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Die letzte voll funktionstüchtige Fadenheftmaschine im Grossraum Bremen, Baujahr 1965 – älter als die Inhaberin:

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Warum braucht ein Buchbinder eine Fadenheftmaschine? Ganz einfach: Weil Bücher mit Fadenheftung nicht zerfleddern, die Seiten sich nicht aus der Verklebung lösen können. Wer also lange Freude an seinen Büchern haben möchte, die häufig in die Hand genommen und in denen häufig geblättert wird, sollte ganz direkt danach fragen. Die modernen Klebebindungen halten selten länger als die Platzierung auf der Bestsellerliste…

Diese Maschine läuft rein mechanisch und wird über Steuerkurven, Stangen und Hebel präzise wie ein Uhrwerk bewegt. Sie ist ein Wunderwerk deutscher Maschinenbauingenieure, das den Qualitätsanspruch ‚Made in Germany‘ begründet hat. Im Bild unten ist die Antriebswelle mit der Metallscheibe und den Steuerkurven für die komplexen Heftvorgänge zu sehen:

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Bücher für die Reparatur (nicht Restauration, das ist ein anderer Beruf). Diese hier haben eine ganz besondere, aus Papier handgefertigte Mechanik: Einen Sprungrücken. Sie schlagen grundsätzlich plan auf, egal, an welcher Stelle man sie aufschlägt.

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Fachzeitschriften vor dem Schneiden in neue Buchblöcke zum Lumbecken/Klebebinden:

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Die 1,5 tons Schneidemaschine mit geschnittenen Blöcken für die Weiterverarbeitung im Vordergrund:

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Eine grosse Pappschere mit einer weiteren Buchpresse und Deckenmaterial rechts und in den Fächern, von der Decke hängend Lederfelle vorn und in dem Seitenraum diverse Schriftschränke:

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Material für die Einbände – Gewebe, Papier, Pergament, Leder, Kunststoff:

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Der Anschlagwinkel der Pappschere:

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Die Verstellmechanik der Pappschere:

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Die Einschlagmaschine:

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Einer von vielen Schriftschränken mit originalen Bleilettern:

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Der Blick vom Tresen mit dem aufgeschlagenen Buch in die Werkstatt, am linken Bildrand eine Hydraulikpresse:

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Der Empfangsbereich mit den Meisterurkunden:

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Die Meisterurkunden, darunter Gläser mit Heftklammern, die innerhalb eines Jahres aus den Fachzeitschriften entfernt werden, um bei der weiteren Verarbeitung keinen Schaden an den Präzisionsmaschinen anrichten zu können:

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Die Prägepresse für Titelprägungen auf dem Vorderdeckel und Rücken:

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Ein paar Produkte, die in dieser besonderen Werkstatt von der Buchbindemeisterin hergestellt werden:

Ein Musterbuch mit  Schraubung

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Ein Fotoband mit Klappkassette:

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Ein Gästebuch mit Goldprägung nach Kundenentwurf und Lesezeichenband:

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Bücher für die Reparatur im Anlieferungszustand – mit Tesa (!) verunstaltet:

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Das Ergebnis rostiger Heftklammern. Damals wurden grössere Auflagen mit Heftklammern gefertigt – niemand konnte ahnen, dass die Bücher die nächsten 10 Jahre überleben würden.

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Vielleicht schaffe ich es, die reparierten Bücher nach Fertigstellung nochmal abzulichten.

Nachtrag: Ich habe es geschafft – so sieht ein Bildband nach der Reparatur aus:

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Die Reparatur einer Lexika Serie aus 18 Bänden. Die Deckel und Rücken müssen repariert werden, d.h. die alten Lederteile werden in aufwändigen Prozessen manuell von der Papierunterlage gelöst, aufgearbeitet und anschliessend mit den Deckeln verbunden.

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Traumhaft schöne Illustrationen aus Zeiten, in denen es noch nicht möglich war, Fotografien zu drucken:

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Ein Kästchen mit eingelassenem Deckel, Aussenbezug aus Strukturpapier, Innenfutter aus Seide und als Schmuckelement auf der Deckel-Innenseite ein Foto.

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Eine Reparatur: Im Original hatten sich nach über 30 Jahren alle simpel geklebten Seiten vom zellophanierten Einband des Taschenbuches gelöst, der Kleber war hart und brüchig geworden, das Titelbild war zerstört. Jetzt sieht es besser aus als vorher.

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Ein Gästebuch im A4 Format mit fadengeheftetem Büttenpapier, einem Einband aus Ziegenleder mit einer Klischeeprägung in Gold auf dem Vorderdeckel.

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Ein Meisterstück: Ganzfranzband in Oasenziegenleder in passender Klappkassette mit aufgesetzten Deckeln. Bezug der Kassette und des fliegenden Blattes aus Monotypiepapier.

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Die Reparatur einer Bibel mit 2-3 mm dicker Decke aus Rindsleder und einer Goldprägung:

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die rein mechanisch arbeitenden Maschinen und die Präzision des Handwerks ermöglichen es, Bücher zu produzieren, die man gern anfasst, deren Haptik man geniesst und die lange halten – länger als jedes iPad oder Tablet-PC.

Ist mir grade eingefallen:

Ein iPad hält 4 Jahre. Ein gutes Buch 2 Leben lang. Wann gehen Sie mal wieder in eine Buchbinderei? Die Buchbinderei Focken macht Einzelanfertigung von Gästebüchern, Alben, Familienchroniken, Dokumentationen, Schachteln, Kassetten, Fachzeitschriften und repariert Ihre lädierten Lieblingsbücher.

Anti.Wackel.

Systeme für Bildstabilisierung gibt es wie Sand am Meer. Kaum noch eine Kamera, die kein OS oder IS oder sonstwas entweder im Objektiv oder im Gehäuse hat. Teilweise schon mit 5 Achsen (Huh? Der Raum hat nur 3 Achsen, wozu 5? Einfach mal Tante Gurgel fragen).

Die Film- & Video-Industrie kennt schon seit Jahrzehnten die Steadycam-Systeme. Jetzt gibt es ein neues System, das wirklich atemberaubend ist:

Was man damit machen kann, zeigt dieses Video:

Da können die Bildstabilisatoren von normalen Kameras nicht mithalten. Ist aber auch ein Preisunterschied – dieses System kostet fast so viel wie ein Kleinwagen. Dafür spart man die Investition in ein Stativ 😉

See.Haus.

Ein kleines Idyll mit Spielhaus direkt am See:

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Und natürlich etwas Schilf vom letzten Jahr, mit dem gelben Tuff einer Forsythie im Hintergrund – sieht nach Frühling aus:

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Dazu blauer Himmel – endlich wird es wieder heller. Nach 5 Monaten Winter ist klar, woher der Wind überwiegend weht: Südwest. Die Blütenähren wurden vom Wind nach Nordosten gedrückt:

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Sun.Set.

Ich musste heute Abend unbedingt raus an die Luft, bevor die Sonne hinter dem Horizont versinkt. Es sieht da draussen nach zartem Frühling aus.

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Natürlich wächst das Schilf nicht im Himmel. Witzig, wie unser Gehirn ins Stottern kommt, wenn so kleine Details nicht passen. Die Lösung: Ich habe das Bild nur um 180° gedreht. Die Logik: Nur der Horizont spiegelt sich im Wasser, sonst würde man meine Füsse sehen. Das geht aber nicht, weil Einfallswinkel = Ausfallswinkel ist. Das Schilf ist im Vordergrund, das andere Ufer des Sees im Hintergrund. So sieht das Original aus, und das Gehirn stottert nicht mehr:

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Der kleine See um die Ecke ist einfach wunderbar, mit vielen spannenden Motiven. Er zeigt mir, dass ich nicht um die halbe Welt jetten muss, um starke Fotos machen zu können. Ja, ja, man möge mir nachsehen, dass ich Sonnenuntergänge zum Entspannen mag…

Kunst.Bücher.

Zumindest im weitesten Sinne sind es Bücher über Kunst. Sie stehen in der Bibliothek der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg. Und genau um diese Bibliothek geht es – sie steht derzeit in meinem Fokus.

Ich höre schon die Fragen: Wie, das soll eine Bibliothek sein? Sieht doch aus wie ein Wohnhaus. Richtig. Das war einmal ein Wohnhaus, oder besser gesagt ein Bauernhaus. Seit 2009 wurde es sukzessive zur Bibliothek der HKS umgebaut.

Die alten Stilelemente wurden bei Umbau und Sanierung wieder aufgegriffen, im Inneren wurden grosszügige und helle Räume für die Studenten geschaffen.

Der Hof und Eingangsbereich

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Der Kernbereich der Bibliothek

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Die Rückseite mit dem hinteren Anbau und der Sitzgruppe im Garten

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Die Scheune hinter der Bibliothek, die noch umgebaut werden soll

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Der alte Giebel auf der Rückseite sowie der Anbau mit Wohnung

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Der Raum mit den Stahlregalen

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Blick durch die Regale

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Viel Information auf kleinstem Raum

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Die Bibliothek in den Abendstunden

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In der Dämmerung werden die Details der Fassade sichtbar

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Alter Baumbestand gibt dem Ensemble Flair…

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Links die Bibliothek, rechts das Hochschulgebäude

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Tagsüber sind nicht alle Katzen grau

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Licht und Luft in der Sitzecke hinter dem Gebäude

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Regale und Kaffeeküche im Untergeschoss

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Sitzecke gegenüber der Kaffeeküche im Untergeschoss

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Blick in 3 Räume im Untergeschoss

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Leseraum

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Der Raum mit den Stahlregalen, und überall der Blick ins Grüne

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Alles eine Sache der Perspektive – fächern wir doch die Regale auf wie Bücher

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Der Lesebereich

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Der Kernbereich – aufgeschlagen wie ein Buch

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Der Studienbereich mit Internetanschluss für Recherchen im Obergeschoss

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Der Studienbereich mit WLAN und Beamer im Obergeschoss

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Nachtrag vom 2017-05-02

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Ich habe lange überlegt, wie ich die teilweise engen Räume im Untergeschoss darstellen soll. Immer nur Ausschnitte wären langweilig und würden keinen Überblick geben. Mit einem Super-Weitwinkel wäre zu viel Beschnitt erforderlich gewesen: Der Betrachter will weder Decken noch Fussböden sehen.

Also ein ganz anderer Ansatz: Saubere Panoramen. Sie erlauben Einblicke in mehrere Räume gleichzeitig, zeigen einen sehr schönen Überblick und lassen – im wahrsten Sinne des Wortes – Raum zum Atmen.

Rechteckprojektionen funktionieren bei Bildwinkeln grösser als 120° nicht, bzw. verzerren. Also mussten es zylindrische Projektionen sein.

Dass sich ‚die Balken biegen‘ ist mir klar, aber in diesem Fall macht es die Räume spannender und ist für mich ein interessantes Stilmittel bei diesem Projekt.

Der Raum mit den Holzregalen zeigt es deutlich: man kann in und zwischen die Regale schauen, einmal von rechts, einmal von links – es ist fast dreidimensional und somit spannender als eine normale Staffelung der Regale hintereinander wie in einem der oberen Fotos, wo man immer auf die gleiche Seite der Regale schaut.

Der Tonwertumfang von max. 10 EV im Innenbereich war gut beherrschbar, ein wenig ‚Nachbelichten‘ brachte die Leichtigkeit und das Licht in die grossen Räume des Obergeschosses.

Werkzeug.Amerikanisch.

Jay Dusard war Architekt, bis er feststellte, dass ihm die Architortur (seine Worte) nicht gefällt. Also ist er Fotograf geworden. Holzstativ, s/w Film und eine Fuji GW 690 III sind alles, was er braucht.

Freude.Chinesisch.

Mr. Yang hat sie endlich entdeckt: Die Fuji GW 690 III. Seine Begeisterung ist grenzenlos. Nur in einem Punkt liegt er daneben: Das Gehäuse ist komplett aus Metall, was jedoch seine Freude nicht schmälert. Im Gegenteil, ihm gefällt das Objektiv extrem gut.

Becken.Krumm.

Heute im Hafen in Bremen. FoV horizontal 217°, vertikal 59°, Belichtungsumfang 14,8 EV. Grösse 20.682 x 5.180 px @ 48bit.

Eine grössere Version gibt es auf meiner neuen web site im blog.

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Spasseshalber mal ein 100% Ausschnitt daraus:

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Streifen.Schmal.

Letzten Monat war das Wetter mal für ein oder zwei Tage einigermassen gut, und ich habe ein paar Panoramen gemacht.

Diesmal gibt es keine grossen Versionen, weil DropBox nicht mehr so funktioniert wie sonst, und ich hier garantiert keine grossen Bilder einstellen werde.

Am ersten Tag: Wolkenloser Himmel, kackbrauner Rasen

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Der Knaller ist der Kondensstreifen und die Spiegelung in der Fassade. Die Farben sind im Winter leider etwas merkwürdig <seufz>

Am zweiten Tag: Ein paar Wolken, immer noch öder, brauner Rasen

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Holy Shit – WordPress hat schon wieder Änderungen durchgeführt – jetzt ist die unterste Zeile beim Schreiben mit 50% Weiss überdeckt. Was denken sich die Spacken eigentlich dabei? Prüft das niemand mehr, sind die da draussen alle nur noch gaga und ändern um des Änderns willen?

Hinzu kommt, dass ich bei jedem Dateiupload hier eine Fehlermeldung erhalte. Wenn das so weitergeht, werde ich alle blogs löschen und die Wortquetsche kann mich mal dort, wo die Sonne nie hin scheint.