In.Transparent.

Es wird immer schlimmer: Ich wollte nachsehen, ob es ein Kartenupdate für meine Navigation gibt, und was sie kostet. Kein grosses Ding – sollte man meinen. Aber ich wusste nicht, dass jetzt Intransparenz angesagt ist:

garmin_express.jpg

Preise? Fehlanzeige! Ich soll eine Software herunterladen und natürlich installieren, dann meine Navi mit dem Rechner verbinden und erst dann wird mir angezeigt, ob es ein Update gibt und ggf. der Preis. Vorab wird jedoch geprüft, ob meine relative »alte« Navi die neue Datenmenge überhaupt speichern kann. Bei meinem Gerät habe ich keine Möglichkeit, eine Speicherkarte hinzuzufügen.

Statt also eine einfache Tabelle bereitzustellen, in der ich anhand meines Gerätemodells die für mich relevanten Daten und Preise ersichtlich sind, erwartet Garmin von mir, dass ich erst einmal eine lausige Software installiere.

Tja, Garmin, das war es dann für mich. Ich lasse mich nicht verarschen. Immerhin haben wir in Deutschland eine Preisauszeichnungspflicht, in der die Preise für den Kunden inklusive Mehrwertsteuer genannt werden müssen.

Mit dem hinterhältigen Trick, die Software für meine Navi derart aufzublasen, dass sie nicht mehr auf dem Gerät gespeichert werden kann, wird mein Navi obsolet. Nun springt also auch Garmin auf den Zug der Wertevernichtung auf.

Ich will das nicht mehr. Jetzt habe ich den kostenlosen Mapfactor Navigator auf meinem Smartphone installiert, die kostenlosen Openstreetmap-Karten für Europa installiert, die Erweiterung für rund 7 Euro, dazu eine phänomenal gute Halterung und ein Ladekabel für mein Auto (bei kik für 6 Euro!) gekauft, und Garmin kann mich mal dort, wo die Sonne nie hinscheint. Seitdem ich die kostenlosen Updates aktiviert habe, stimmen auch die Karten.

Wenn wir alle diesen grosskotzigen Unternehmen den Zugriff auf UNSERE Rechner verweigern und ihre Strategie ablehnen, indem wir auf andere Quellen zurückgreifen, dann wird sich vielleicht etwas ändern. Im besten Fall gehen die Unternehmen dann über den Jordan — was sicherlich kein Fehler wäre.

Noch was: Ich spreche zwar fliessend Englisch, empfinde es aber für andere Kunden als Zumutung, in Deutschland ein englisches »Erklär-Video« zu präsentieren. Garmin macht Millionen mit den Geräten und Karten, aber eine deutschsprachige Version des Videos ist aus Profitgier nicht drin. Wie schräg ist das denn… Es wird Zeit, dass den gierigen Unternehmen der Kram um die Ohren fliegt — helfen wir doch bitte alle dabei, dass es möglichst schnell passiert!

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