Velvia.Fünfzig.

Wie bereits angekündigt, kommen jetzt die Aufnahmen, die ich mit der Arca Swiss und zwei seit Jahren abgelaufenen Fuji Velvia 50 Diafilmen gemacht habe.

Die Location: der flächenmässig grösste Friedhof in Bremen, der Osterholzer Friedhof, der zu 75% aus einem Park und nur zu 25% aus einem Friedhof besteht.

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© 2019 by Openstreetmap

Obwohl er direkt an ein Mercedes-Werk angrenzt und von zwei grossen Strassen in Bremen eingefasst wird, ist es auf dem Gelände sehr leise – man hört nichts. Dafür kann man aber sehr gut Wild von Enten, Gänsen Hasen bis zu Rehen sowie vielen Vögeln beobachten. Was mich überrascht hat: Der Friedhof hat einen eigenen Jäger.

Mit Grauverlaufsfilter für düstere Stimmung.

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Die Kapelle mit der für den damaligen Baustil typischen Kuppel und dem Vorbau.

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Näher dran und von der Seite.

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Irgendwo an einem der vielen Wasserläufe des Parks.

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Jede Menge Brücken aus verschiedenen Epochen auf dem Gelände.

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Breite Wasserläufe zwischen der Hauptkapelle und der Nord- und Südkapelle.

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Einer der zwei langen Laubengänge entlang der Westseite der Wasserläufe.

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Die Kapelle von Südwest mit dem Säulenportal.

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ALLE FOTOS © 2019 BY JENS G.R. BENTHIEN

Reden wir über den Film. Die Farben sind etwas intensiv im Grünbereich. Etwas sehr intensiv! Die Belichtung ist nicht optimal, was an den sich schnell ändernden Lichtverhältnissen durch die zahlreichen, kleinen Wolken verursacht wurde. Der Tonwertumfang ist arg schmal – eine der »Eigenschaften« des alten Velvia. Beide Filme habe ich mit einem etwas ungewöhnlichen Rückteil belichtet: Ein motorgetriebenes Rückteil mit dem Format 6×8 cm statt 6×9 cm. 6×8 entspricht dem für meinen Geschmack eher unsäglichen 3×4 Format der kleinen Digitalkameras. Aber irgendwann muss das Rückteil nach der Wartung ja auch mal eingesetzt werden, oder? Und zum Testen des Films sowie der Verstellung der Schärfeebene ist es doch perfekt; wenn nur die Farben nicht so intensiv und bunt wären <seufz>.

Im zweiten Foto ist schön zu sehen, dass die Schärfe mit f=8.0 von den Grashalmen ganz vorn bis hinten zum Gebäude dank der Verlagerung der Schärfeebene perfekt ist. Bei ein paar anderen Aufnahmen hatte ich mich irgendwie verrechnet, weil ich an dem Tag nicht »auf Sicht«, sondern nach Berechnung gearbeitet hatte.

Das drittletzte Foto ist ebenfalls perfekt mit f=11: Obwohl die Schärfentiefe mit grösseren Formaten immer kleiner wird, ist durch die Verlagerung der Schärfeebene alles scharf — ausser links oben, wo der Schärfekeil noch viel zu schmal ist.

Test fast gelungen, ich überlege jetzt, ob ich die restlichen 20 Velvia verkaufe – es gibt ja viele Fotobegeisterte, die die Farben mögen – oder mich auf weitere Abenteuer einlasse. Die Zeit wird es zeigen. Die anderen Fotos, die ich mit einem anderen System auf dem Friedhof gemacht habe, sind bereits verkauft…

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