New York Times.Archiv.

Es ist soweit: Das gigantische Bildarchiv der New York Times wird digitalisiert. Google hilft NYT dabei. Das Archiv, von den Mitarbeitern liebevoll ‘the morgue’ (Das Leichenschauhaus) genannt, beherbergt rund 7 Millionen Fotos; genau weiss das niemand.

Die Aufgabe ist nicht ganz einfach, denn die Fotos sind auf der Rückseite mit dem Namen des Fotografen, Artikeln, Bildunterschriften, Hinweisen, Erscheinungsdaten, Archivnummer, handschriftlichen Notizen, etc. versehen, die erkannt und in maschinenlesbare Schrift umgewandelt werden müssen, um einen suchbaren Katalog mit Schlagworten erstellen zu können.

Ganz ehrlich, ich würde gern mal in dem Archiv stöbern dürfen. Allein die Haptik, die Geräusche in dem Raum, die Ehrfurcht, die Ergriffenheit ob der riesigen Anzahl von hochwertigen Fotos der letzten 120 Jahre – das muss ein Erlebnis sein. Selbst wenn man nur einen Teil der Bilder sehen kann, so kann man sich von dem Leben der Menschen in den letzten Dekaden ein besseres Bild machen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Weitere Infos gibt es hier.

Ich frage mich, was mit den Originalen passieren wird. Hoffentlich werden sie nicht wie in Deutschland vernichtet, denn ob Datenträger oder Datenwolken die nächsten 12 Dekaden überleben werden, wage ich zu bezweifeln.

Dazu passen die alten Bücher, die ich vor kurzem fotografiert habe. Das älteste stammt aus dem Jahr 1753, ist also 165 Jahre alt. Kein elektronischer Datenspeicher hat bisher ein derart hohes Alter erreicht und war noch lesbar:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN
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