Innen.Leben.

‘Dann drehe ich mal eben die ISO hoch und shoote.’

Ein Spruch, den ich häufig in Foren lese. Da wird mir schlecht und ich könnte k*tzen. Die Typen haben die Sache mit dem Belichtungs-Dreieck (Blende/Zeit/Empfindlichkeit) nicht verstanden. Aber sie behaupten, dass man es so machen muss, weil es anders nicht geht. Und anschliessend erschiessen sie jemanden, weil sie nicht wissen, was sie sagen…

Genau. Deswegen mache ich gerne das, was angeblich ‘nicht geht’. Zum Beispiel im Inneren eines Leuchtturms, wie dem hier in Wremen. Er wird heute gern für Trauungen gebucht. Das Innenleben wurde so erhalten, wie es früher war.

Der Arbeitsplatz eines Leuchtturmwärters, absolut unvereinbar mit den heutigen Anforderungen der Berufsgenossenschaften. Ganz schlimm für die Besucher: Dort drin gibt es keinen ‘Händy-Empfang’. Gut so. Wer einen Rücksprung in vergangene Zeiten macht, braucht kein Fratzenbuch oder ‘Was-ist-los’.

Die kleine Hexe (die Ofen-/Herd-Kombination) hat wahrscheinlich den ganzen Leuchtturm heizen müssen, der natürlich nur eine Stahlhaut ohne Isolierung hatte. Ob das wirklich romantisch war, wage ich zu bezweifeln…

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35S, Kodak Portra 160. ASA 80. Entfernungsmesser Watameter II. Dazu eine ruhige Hand und KEINEN Anti-Wackel-Dackel über 5 Blenden. Geht doch – was zu beweisen war.

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