Wasser.Spiegel.

Nachdem wir gestern den ganzen Tag Sonne satt hatten, hat es heute von morgens bis nachmittags ordentlich geregnet. Somit mussten die Bäche und Flüsse (eher Flüsschen) recht gut gefüllt sein. Also los zur alten Wassermühle und nachsehen. Yup, der Wasserspiegel unterhalb der Staustufe war ca. 15 cm höher. Da musste ich gleich mal den ‚Big Stopper‘ (ND -10 EV) testen.

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Belichtungszeit 238,9 Sekunden mit f=8.0. Da wird jede Wasseroberfläche glatt wie ein Kinderpopo, so dass sich die Objekte darin spiegeln…  Die Messung der Szene habe ich mit einem Gossen und Objektmessung nur im unteren Bereich gemacht, die Zeit um den Faktor + 10 EV verlängert und click. Rechnerisch wären es 240 Sekunden gewesen, faktisch 1,1 Sekunde weniger, weil die Verschlusszeiten nicht so lang einstellbar sind. Somit musste ich auf meine Armbanduhr schauen, und da kann man nicht so exakt sein, vor allem nicht als Brillenträger, der erst die Brille aufsetzen muss, bevor er im Nahbereich etwas erkennen kann <seufz>.

Die gesamte Aufnahmezeit für dieses Foto lag übrigens bei knapp 8 Minuten, weil die Kamera nach der Belichtung noch eventuell vorhandenes Rauschen des Sensors aus dem Bild rechnen muss. Das ist ein sehr grosser Nachteil der Digitaltechnik – Film ist da einfacher: Belichten, fertig…

Das Licht war etwas ungewöhnlich, weil die tief stehende Abendsonne durch das Blätterwerk nur partiell die Szene beleuchtete – sehr schön am unten aufgehellten Baumstamm und dem hellen Zaun der Abtrennung des Beckens zum Wassertreten zu erkennen. Somit bekommt das Bild einen leicht mystischen oder gespenstischen (Englisch: eerie) Touch. Fehlen eigentlich nur noch ein paar Feen und Elfen auf der Treppe…

 

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