Netz.Nixe.

Was macht ‚man‘, wenn der Plan für das Wochenende wenige Stunden vorher gekippt wird? Als Norddeutscher kann man zur Küste fahren – immer an der Weser lang Richtung Norden. In Bremerhaven abbiegen zum Fisch essen, dann am Containerterminal vorbei, am Deich lang bis Wremen. Anhalten lohnt nicht – da krauchen gefühlte 1 Milliarde Menschen rum. Also weiter am Deich lang, die ganz kleine Strasse, vorbei an kleinen Höfen bis Dorum zum Hafen. Pause. Aber nicht, weil es dort leer wäre, nein, weil die Fahrerei erstmal reicht. Auch dort gefühlte eine Milliarde Menschen und hunderte Motorräder. Was gibt es ausser der Überfüllung sonst noch? Richtig, ein paar maritime Impressionen (im Volksmund ‚Schnappschüsse‘ genannt).

Was fällt einem zum Dorumer Siel ein?

Krabbenkutter.

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Fanggeschirr.

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Kennzeichen am Bug.

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Netze, respektive deren Reste.

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Der vorwitzige Leuchtturm in mattschwarz gestrichen (perfekter Trauerflor für die Hochzeiten, die dort stattfinden).

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Flaggen.

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FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Ich werde es mir überlegen, ob ich nochmal hinfahren werde. Im Sommer ist es überlaufen, mit permanenter, sehr lauter Musikbeschallung des Strandes und Hafens und somit unerträglich, im Winter ist es so grau, dass man in eine tiefe Depression verfällt und einen kurzfristigen Termin beim Psychologen braucht.

Zumindest konnten Sie auf den Fotos die kleinen Ausschnitte sehen, die die Reste der heilen Welt symbolisieren. Glauben Sie bitte nicht, dass immer Wasser im Hafen ist – ist es nicht. Das war Zufall, dass grade Hochwasser war. Die meiste Zeit leuchtet Ihnen nur der Schlick im Hafen entgegen…

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