Leucht.Tisch.

Gestern war ein grosser Tag. Dank meiner Liebsten, die ihre Ohren überall hat, sind wir gestern zu einer Druckerei gefahren, richtige Leuchttische – nicht die kleinen Leuchtpulte – ansehen. Da stand er. Komplett aus Metall, mit Diffusor und 6 mm Glasplatte (!) oben drauf. Leicht eingestaubt und vernachlässigt, ansonsten wie neu. Etwas mehr als einen Meter breit, 74 cm tief. Mit Hydraulik zum Kippen, d.h. die hintere Seite wird nach oben gekippt. Das Sahnehäubchen: Es passen normale Neonröhren hinein, die auf Tageslicht abgestimmt sind. Konstruktionsbedingt verdammt schwer, richtig solide. Etwas, das man vererben kann. Definitiv resistent gegen Erdbeben. Diese Tische wurden nicht zum Betrachten von Dias oder Negativen gebaut, sondern für Lithografen, die Seitenfilme darauf montierten (weiss noch jemand, wie das geht?), als die Welt noch nicht digitalisiert war – da ist richtig viel Fläche zum Arbeiten, in der richtigen Höhe gegen ‚Ich habe Rücken‘.

Freue ich mich? Und wie – das ist ein Traum! Also rein ins Auto – er passte so grade eben noch rein – und ab in die Werkstatt damit. Er hat erst letzte Woche noch ein Klebchen (das gelbe Siegel vorn rechts)  von der Berufsgenossenschaft bekommen…

Bin ich jetzt ‚Retro‘? Nein. Ich habe den Eindruck, dass das der Schubser in eine andere Richtung für mich sein soll.

Und so sieht das Prachtstück mit 6 x 9 Zentimeter Filmen bestückt aus:

_DSC4999_blog.jpgFOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN
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