Null.Regler.

Der Film ist aus dem Labor zurück. Ein Fuji Provia 100F aus dem Jahr 2008 mit Ablaufdatum 12/2008, d.h. er war 8 Jahre ‚überlagert‘. Was wurde im Internet und in einschlägigen ‚Expertenmagazinen‘ für ein Unsinn über abgelaufene Filme geschrieben – keiner der Hanswurste hatte jemals einen Film 8 Jahre nach dem Ablaufdatum gelagert, um darüber zu schreiben.

Wie habe ich die gelagert? Ganz einfach: Bei Zimmertemperatur. Immer um die 18° bis 23° Celsius. Natürlich in der Originalverpackung, d.h. die Filmrollen stecken noch in der unversehrten Folie.

OK, genug der Theorie und Praxis, jetzt kommt Diafilm im Vergleich zu den Bits und Bytes vom letzten Beitrag:

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FOTO © 2016 BY JENS G.R. BENTHIEN

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Update: Ich zeige hier nur 7 Fotos, weil ich vom vorletzten 2 Versionen mit minimal unterschiedlichem Ausschnitt gemacht hatte und nichts langweiliger ist als Wiederholungen. Also: 8 Fotos belichtet, 8 Fotos perfekt.

Alle Fotos habe ich mit der Fuji GW 690 III Professional gemacht, Belichtungsmessung mit dem Sekonic – ein einzige Mal vor den Aufnahmen, weil sich das Licht nicht verändert hat. Digitalisiert @ 4000 ppi @48 bit Farbtiefe, als TIFF gespeichert und später dann verkleinert. Keine Regler, keine Retusche, keinen Himmel umfärben, nix. Objektivverzeichnung gleich Null. CA oder Purple Fringing gleich Null. Schatten aufhellen oder Lichter dämpfen – wozu? Wir reden hier von Film und nicht von elektrischer Eierei. So geht Fotografie…

Ja, klar, jetzt kommen die Digitalfreaks: Digitalisieren dauert zu lange. Stimmt nicht. Pro Foto 8 Minuten, 2 Stück passen auf die Bühne, d.h. ich stosse den Prozess an und kann mich 16 Minuten mit anderen Dingen beschäftigen. Ich höre die Digitalfraktion schon schreien ‚Wir sind schneller‘. Quatsch, ich muss nicht tagelang ein paar Fotos aus 600 RAW Dateien raussuchen, keine Konvertierung machen. Die sind da, sogar wenn der Strom ausfällt. Und die Auflösung? Hm, erst kürzlich hat PhaseOne ein Rückteil auf den Markt gebracht, das in etwa die gleiche Auflösung bietet. Das kostet fast so viel wie ein kleines Haus oder ein grosses Auto. Macht aber viel her, weil man allein für den erforderlichen Monitor und die Kabel einen Assi braucht, dann noch einen für die Akkus und das Zubehör… Das ist mir zu fett und ohne Sinn. Übrigens, Martin Schoeller arbeitet mit der gleichen Kamera.

Die Farben sind – zumindest für mich – ein Traum. Dagegen ist Digital irgendwie flau. Die Dias auf dem Leuchttisch sind ein Augenöffner. Da fällt mir ein: Ich wollte noch eine Rolle Kodak Portra 160 testen…

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