Fotografie. Primär analog.

Eine web site oder ein Portfolio im iNet ist eine Sache. Ein blog eine andere. Hier zeige ich die Dinge, die mich persönlich beschäftigen, skizziere ein paar Gedanken und gebe ein paar Informationen dazu. Sie informieren über weitere Aspekte und  Formen meiner Fotografie, die gut ankommt, weil sie eben nicht dem knallbunten und knackharten Trend und Zeitgeist entspricht.

In diesem blog kommt die traditionelle, filmbasierte Fotografie zum Ausdruck, die ein klares Konzept und mehr Zeit bei der Aufnahme erfordert als die schnelle Bilder-Maschinerie. Dazu natürlich die Begeisterung und die andere Art des Sehens, mit der ich Motive und Szenen umsetze.

Der Einsatz verschiedener Spezialkameras und diverser Filmsorten schiebt die Grenzen des Machbaren immer noch sehr weit nach oben. Licht, Farben, Kontraste und Auflösung sowie endlose Verstellmöglichkeiten der Fachkamera sind die Grundlage für hochauflösende Fotografien, die beispielsweise in Form von grossen Drucken für Messen und Ausstellungen oder im Corporate Publishing verwendet werden. Oder in der topografischen Fotografie (herausragendes Beispiel sind die Fotografien von Hilla und Bernd Becher) oder dem US-Programm HABS HAER HALS als besondere Form der Dokumentation.

Bei flüchtiger Betrachtung mögen einige meiner Fotografien banal erscheinen. Aber genau das macht sie zeitlos. Sie sind keine Nachahmungen irgendwelcher Trends oder Hypes, die ein paar Wochen oder Monate anhalten und später als solche erkennbar und entsprechend klassifizierbar sind. Sie werden nicht mit einem Bildbearbeitungsprogramm so lange aufgehübscht, bis endlich etwas zu erkennen ist oder knallig schreiend und häufig überzogen daherkommt. Sie sind oft ein Festhalten einer Situation, an der viele Menschen einfach vorbeigehen, ohne sie bewusst wahrzunehmen.

Diese – meine persönliche – Fotografie ist natürlich und authentisch – so, wie das menschliche Auge die Szene sieht. Dazu ein paar Gedanken in kurzen Sätzen, und das Resultat ist im Prinzip das, was heute unter dem Schlagwort Storytelling gehandelt wird. Storytelling mit Fotos mit sehr vielen Details, durch die der Betrachter mit den Augen gehen, das Motiv visuell erleben und somit in die Geschichte eintauchen kann. Jedes Bild ist eine Geschichte und hat eine Geschichte, durch die der Betrachter wandern kann. Natürlich nicht hier im blog mit kleinen JPEGs, aber im Print mit einem Format von 150 x 100 cm oder 3 x 2 Meter kann man auf Leseabstand drangehen und jedes Detail betrachten.

Menschen werden Sie in den Szenen selten finden, weil ich kein Interesse daran habe, mich mit dem deutschen Persönlichkeitsrecht auseinandersetzen zu müssen. Allein die Spitzfindigkeiten, ab wann Personen im Bild ‚Beiwerk‘ sind, sind mir zu absurd. Sind Menschen in den Bildern, habe ich Genehmigungen. Sind sie mir ins Bild gelaufen, sind sie nach meinem Empfinden definitiv ‚Beiwerk‘, denn bei Stadtansichten ist es unmöglich, die Szene weiträumig abzusperren.

Sie wollen einen Kommentar abgeben, suchen Informationen oder haben Fragen?

Dann schreiben Sie mir hier.

Weitere Informationen finden Sie im Menu (das schwarze Quadrat mit den 3 Linien am linken Rand).

Übrigens: Wer hier Fotos oder Texte klaut, bekommt Post von meinem Anwalt.

Man sollte den Möchtegern-Fotografen an einem sonnigen Tag eine präzise mechanische Sucherkamera (ohne Entfernungsmesser), einen externen, kalibrierten Belichtungsmesser, eine konkrete Aufgabe und einen Diafilm in die Hand geben. Die Ergebnisse wären die perfekte Visualisierung all dessen, was sie nicht wissen und nicht können.

— photosubversive 

In Anlehnung an das berühmte Sprichwort der Cree-Indianer:

Erst wenn die neueste Kamera gekauft, jedes Motiv langweilig, das neueste Objektiv ohne Staunen bleibt, werdet Ihr merken, dass Ihr zum Fotografieren zu blöd seid.

– jens g.r. benthien

Wenn man alle sachlich falschen und beleidigenden Beiträge aus deutschen Fotoforen löschen würde, blieben nur noch knapp 5% übrig. Einige Foren müssten dann sogar komplett geschlossen werden.

– jens g.r. benthien

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FOTO © 2014 BY JENS G.R. BENTHIEN

 

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Analog.Lift.

Nun ist es also rechtzeitig zur Photokina 2018 amtlich:

Die Analog-Fotografie ist wieder im Kommen – so titelt zumindest ein Artikel des Heise Verlags:

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Foto: © Heise Verlag

In den USA gibt es den Trend schon erheblich länger, ebenso in Latein Amerika und Asien, weshalb Kodak jetzt den ‚alten‘ Ektachrome wieder ’neu‘ auf den Markt bringt.

Und einen Negativfilm, den Pro Image 100.

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Nein, so richtig Pro ist er nicht, denn der RMS-Wert (Körnigkeit) liegt bei 43, der des Gold 200 bei 44, und der des Portra 160 bei 23 (je kleiner der Wert, desto feinkörniger der Film). Mal schauen, ob das nur ein Marketing-Gag ist, um höhere Preise zu verlangen, oder ob er tatsächlich anders aussieht als der Gold 200. Ein paar Händler bieten den Pro Image 100 für rund 7,00 € an – das sind grade mal ein paar Cent weniger als der Portra 160 bei Calumetphoto in Hamburg kostet und würde sich dann nicht lohnen.

Es wird spannend… jetzt fehlt nur noch ein Hersteller, der wieder rein mechanische 35mm Kameras baut.

Apropos photokina. Sie kommt sehr reisserisch daher:

CREATE! DISCOVER! CONNECT! 26.-29.09.2018 | photokina

Mit neuen Themen, neuem Turnus und neuem Termin zeigt die photokina die rasante Entwicklung der Imagingbranche.

Das kotzt mich an. Eine Messe in Deutschland, die sich wie ein spätpubertierender Teenie benimmt und mit Englischen Schlagwörtern protzen will.

Ist Ihnen schon aufgefallen, was dort fehlt? Nein? Noch ein paar Sekunden warten? OK, es fehlt das Wort ‚Fotografie‘.

Soll ich mich jetzt auch ‚Imager‘ nennen, oder einfach warten, bis die Welt den absurden Furz der Fuzzies im Wind verdaut hat? Inquiring minds want to know…

Also, ab morgen gibt es in Köln wieder viele Schwanzverlängerungen zu sehen. Aber ohne mich, weil ich kein Imager bin!

Ich bin Fotograf und liebe Film:

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400% Ansicht eines Ausschnitts aus diesem Gold 200 Foto (Minox 35 GT):

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Nun raten Sie mal, wo der Ausschnitt hingehört…

Film.Gold.

Jetzt habe ich fast den ganzen Sommer mit den kleinen Kameras und Film fotografiert. Zuerst mit dem Kodak Gold 200, später mit dem Portra 160.

Ich wollte wissen, worin sich beide Filme unterscheiden. Fangen wir mal beim Preis an: Den Kodak Gold 200 mit 36 Aufnahmen gibt es im Dreierpack bei Rossmann für 7,95 €, den Kodak Portra 160 bei Calumet Photo für 7,49 € pro Stück. Das heisst, dass ich für den gleichen Preis drei Mal so viel Film bekomme, wenn ich den Kodak Gold 200 wähle.

Aber da ist noch mehr. Der Portra 160 hat ein feineres Korn als der Gold. Beide haben groberes Korn als ein Diafilm, das ist klar.

Die Farben sind etwas zurückhaltender, um nicht zu sagen ’natürlicher‘. Wobei der Gold in diffusem Licht ähnliche Eigenschaften aufweist. Belichtet man ihn hingegen in der Sonne bei blauem Himmel, werden die Farben etwas satter, aber nicht buntig.

Den Gold 200 bekomme ich in jedem Drogeriemarkt, d.h. ich muss mir keinen Karton auf Lager legen – sehr praktisch. Den Portra 160 kann ich in meiner Umgebung (Fotohändler in Bremen) nicht unter 12 € kaufen, ansonsten muss ich ihn bestellen, was manchmal eine Woche Lieferzeit beinhaltet.

So sehr ich für professionelle Filme bin, so gering sind die Unterschiede für mich, zumal es sich um 35mm Film handelt – da ist eh irgendwann eine Grenze erreicht.

Den Gold 200 habe ich mal mit richtig gutem Licht belichtet, und siehe da, dann ist das ‚Korn‘ kaum merklich grösser als beim Portra. Bei dunklen Szenen gehen aber schon mal ein paar Details in den Schatten verloren.

Wenn ich dann lese, dass Vicky Lambert den Gold 200 für ihre professionellen Hochzeitsfotos verwendet, die wirklich sehr emotional und grossartig sind, denke ich, dass ich damit nicht viel falsch mache, zumal mir der ‚Look‘ gefällt. Nein, nicht wegen irgendwelcher Bonbon-Farben, sondern weil es ein ‚ehrlicher‘ Film für jede Gelegenheit ist. Nur im Studio oder für Aufträge könnte ich ihn nicht verwenden, da es ihn nicht für grössere Formate als 35 mm gibt – manchmal ist die Welt recht simpel gestrickt.

Jetzt kommt das grosse ABER: Man sollte die Filme, wenn man gleichmässige Resultate haben und scannen will, unbedingt in einem Fachlabor entwickeln lassen, z.B. bei Fotolabor Görner oder Studio 13. Niemals bei den Massenanbietern.

Der Gold kommt mit einer sehr guten Auflösung daher. Es würde schwierig sein, ein Objektiv zu finden, das ihn überfordert. Und ja, man kann ihn problemlos um +1 bis +3 EV überbelichten. +1 EV ist meine Standardeinstellung für Negativfilme. Meiner Meinung und Erfahrung nach wird er dadurch sogar noch etwas feiner und gleichmässiger.

Mitzieher am späten Nachmittag mit relativ langer Verschlusszeit:

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Ausschnitt aus einem Hochformat, am frühen Morgen bei wolkenverhangenem Himmel aufgenommen (man könnte es einen ‚Norddeutschen Graustufentest‘ nennen):

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Kurz nach Sonnenaufgang mit Dunst über den Wiesen (schon wieder Wolken):

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Ebenfalls morgens, aber ein paar Wochen früher im Jahr, kurz nach Sonnenaufgang, ein Tag ohne Wolken:

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Am Ende des Tages (mit einem Mini-Stativ und Drahtauslöser):

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die letzten beiden Fotos hatte ich mit der Minox 35 GT aufgenommen, mit 2-fach sampling digitalisiert und dann auf 60 x 90 cm vergrössert. Die luftig, zarten Grüntöne kommen einfach phänomenal gut rüber, und wenn man nicht mit der Nase an den Druck geht, sieht man das Korn nicht. Ab 60 cm Betrachtungsabstand (mit Lesebrille, sonst sehe ich auf die Distanz nichts) ist das ein perfektes Foto, das ich bedenkenlos verkaufen würde.

Warum sind die Fotos alle am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen? Ganz einfach: Weil ich dann eine der kleinen Kameras dabei habe und die neu entdeckte ‚Leichtigkeit des Seins geniesse‘. Sie sind seit ein paar Monaten meine ständigen Begleiter in der Freizeit – ich hatte keine Lust mehr, die schweren Kameras zu schleppen. Und ganz ehrlich: Ich vermisse nichts. An 40 mm respektive 35 mm ohne Wechselmöglichkeit habe ich mich sehr gut gewöhnt. Als ich mit der Fotografie vor 50 Jahren anfing, hatte ich auch nur diese eine Variante zur Verfügung.

Was habe ich mit den Fotos gemacht? Nichts, nur digitalisiert und etwas beschnitten, weil ich beim Scannen immer den Bildrand mit abtaste. Das Digitalisieren geht recht schnell, weil ich je 12 Negative in einem Durchgang scanne – und während der Scanner vor sich hin werkelt, kann ich andere Dinge erledigen. Inzwischen bin ich so weit, dass ich mir einen Ablauf erstellt habe, bei dem ich keine Vorschau der einzelnen Fotos mehr brauche… So einfach kann das Leben sein. Da ist Digital doch aufwendiger.

Morgen werde ich in den Drogeriemarkt vor Ort flitzen und mir zwei 3er-Packs Kodak Gold 200 kaufen. Goldener Film regiert die Freizeitwelt 😉 Und anschliessend geht es direkt zu einem Projekt im Bereich Architektur…

Dämmerungs.Handel.

Nein, keine illegalen Geschäfte, sondern ein Flohmarkt um kurz vor 8:00.

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Park.Statue.

Ein ganz kleiner Park zwischen Wohngebieten in Bremen, sogar mit einer Statue. Ist aber schon länger her, dass die angefertigt wurde, damals war die Stadt noch nicht Pleite und es gab Mäzene (die es heute wegen der hohen Steuern nicht mehr gibt).

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Kurz vor Hell.

Ganz früh morgens beim Laufen, die ersten Nebel hängen schon in den Wiesen.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Kurz vor Dunkel.

Im letzten Moment nochmal die untergehende Sonne einfangen…

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Es ist toll, dass Negativfilm diesen gigantischen Tonwertumfang abbilden kann. Nein, keine Nachbearbeitung…

No.Moon.

Es sollte DIE Nacht werden, um den Mega-Blut-Mond aufzunehmen. Aber leider war der Horizont in Dunst gehüllt, somit war der Aufbau nur eine überflüssige Fingerübung.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Rolling.Hills.

Mitten in Norddeutschland ganz sanft rollende Hügel mit schnurgeraden Alleen.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Rund.Gepresst.

Das ist schon etwas länger her, dass die Strohballen auf den Feldern lagen. Dieses Jahr wegen der langen Trockenheit etwas farbloser und ausgeblichener als sonst:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Fassaden.Blumen.

Ist der Balkon noch so klein, ein wenig Farbe mit Blumen bringt Leben in die Welt:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Pampa.Turm.

Irgendwo in der ‚Pampa‘ in unserer Region:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

PPNV.

Privater Personen Nah Verkehr. Auf dem Dorf funktioniert die Alternative zum ÖPNV ganz einfach mit der ‚Mitfahrerbank‘ jeweils kurz vor dem Ortsschild:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Regen.Reise.

Im Juni 2018 war es soweit. Ich musste nach Hamburg. Klar, was da war, oder? Regen! Der einzige Tag in den vielen Wochen…

Am Ottersberger Bahnhof, mit dem Metronom, der an jeder Milchkanne hält:

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(Rollei 35 S mit Kodak Portra 160)

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(Minox 35 GT mit Kodak Gold 200)

Ich hatte mir vorgenommen, nach meinem Termin noch in die Deichtorhallen zu gehen, um eine Ausstellung anzusehen. Es goss in Strömen, aber ich hatte meinen Hut mit der breiten Krempe auf und konnte daher mit der kleinen Kamera Fotos machen, ohne dass der Regen in die Kamera laufen konnte: Ein sehr grosser Vorteil einer kleinen Kamera…

Von der Peripherie ins Zentrum mit der U-Bahn. Der Bahnhof war kurz nach der Abfahrt menschenleer:

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Vor der Oberhafenbrücke ein Dalben, der langsam vom Wetter und Wasser zersetzt wurde, inclusive einem Bäumchen:

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Auf der anderen Seite der Brücke die berühmte Oberhafen-Kantine. Sie steht schiefer als der Turm von Pisa:

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Würde der Turm von Pisa diese Schräglage erreichen, würde er umkippen:

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Gegenüber das Spiegel-Gebäude im Regen:

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Dann endlich das Haus der Fotografie in den Deichtorhallen. Regen und grauer Himmel satt:

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Die Ausstellung mit einem Blick ins Dach:

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Aus der Hand belichtet, ohne Bildstabilisator, Stativ (verboten!) oder irgendwelchen Tricks:

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Geht doch! Man muss ’nur‘ stillhalten, dann funktionieren auch Aufnahmen in schwachem Kunstlicht:

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Bis auf eine Aufnahme mit der Minox 35 GT alle Aufnahmen mit der Rollei 35S, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Klar können Sie jetzt sagen, dass Sie das mit einem guten Smartphone besser können. Dann machen Sie es doch einfach und freuen sich über die Würmchen-Muster in den stark komprimierten Bildern (nicht bei den teuren Modellen), wenn Sie das Bild gross drucken lassen. Mit ‚gross‘ meine ich Formate von 90 x 60 Zentimeter.

Ich habe halt mehr Spass und Freude an präziser Mechanik und Chemie, weil es mehr Sinne anspricht als eine glatte Glasoberfläche. Der Duft des Films, wenn ich die Dose öffne, das Einlegen in die Kamera, die Geräusche beim Filmtransport, das Auslösegeräusch mit dem Spüren des Druckpunkts, die manuelle Belichtungsmessung, das Rückspulen des Films, die Überraschung und Freude, wenn der Film aus dem Labor zurückkommt…

38 Aufnahmen (das schaffen diese kleinen Kameras durch den sehr schmalen Steg zwischen den Aufnahmen) sind genug. Abgesehen davon bin ich mit Blende und Verschlusszeit gross geworden – ich beherrsche das im Schlaf. Ausserdem weiss ich, wie ich die Belichtung messen und ggf. interpretieren muss, um das Bild zu bekommen, das ich mir vorgestellt habe.

Der grosse Vorteil einer echten Kamera: ich kann sie normal bedienen und halten, was mir bisher mit keinem noch so guten Smartphone gelungen ist. Vor allem kann ich mit diesen kleinen Kameras grosse Geschichten erzählen, und ich habe einen Ursprung: Das Dia oder das Negativ mit natürlichen und authentischen Farben, die kein Smartphone der Welt so abbilden kann.

Jedes Film-Bild hat einen Wert: Die Investition in den Film, die Entwicklung, das Digitalisieren. Ein Digitalbild hat keinen Wert, es schwirrt durch die berüchtigten Plattformen der Welt, bei Flickr, 500px, Instagram, Fratzenbuch. Aber es ist spätestens am nächsten Tag, meist schon nach wenigen Sekunden oder Minuten, wertlos, weil es eins von einer Milliarde des Tages ist.

Wasser.Staub.

Noch ein paar schöne Beispiele aus diesem extrem trockenen Jahr. Wo noch Wasser ist, spriesst das Grün. Wo keines ist, regiert der Staub. Ein Wunder, dass das Getreide ausreifen konnte.

An der aufgestauten Oberweser. Ein leider von der Landseite nicht zugänglicher Strand:

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Die Wümme im Landkreis Verden:

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Etwas weiter weg davon die Trockenheit auf den Feldern, die Wümmeniederung im Hintergrund:

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Der Blaustich kommt von dem alles überdeckenden, blauen Himmel (Radiosity).

Rudolf.Steiner.Schule.

Anfang des Sommers habe ich einen guten Bekannten und Mit-Sänger in der Rudolf-Steiner-Schule in Ottersberg besucht. Der Nutzgarten, der von Lehrern, einem Gärtner und Schülern gemeinsam bewirtschaftet wird, ist ein idyllisches Paradies.

Das alte Gartenhaus, in dem auch unterrichtet wird, mit unseren Rädern davor:

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Wässern per Hand:

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Immer wieder faszinierend mit den hauchdünnen, knittrigen Blütenblättern:

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Die kleine Ruhe-Ecke:

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Das Gewächshaus:

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Nass.Trocken.

Der Sommer war/ist sehr trocken. Das erste Mal in meinem Leben habe ich Sandbänke in der Oberweser gesehen.

Oberhalb der Staustufe Intschede:

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Viel Wasser und sattes Grün so weit der Blick reicht:

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Das Wehr:

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Unterhalb der Staustufe ist alles trocken, man konnte zu Fuss die Weser queren:

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Rollei 35s, Kodak Portra 160 mit ASA 100 belichtet, Digitalisierung mit einem Nikon LS 9000 und einer modifizierten Filmbühne @ 4.000 ppi @ 16/48 bit Farbtiefe.

Über.Einander.

Normalerweise sind Panos im Horizontalformat. Aber mit dem Vertikalformat kann man auch sehr schöne Dinge machen. Objekte zum Beispiel:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Einfach zwei Fotos übereinander aufnehmen – dazu braucht man nicht einmal einen Panoramakopf auf dem Stativ – ein normaler Getriebe- oder Kugelkopf reicht aus. Die Software macht das ‚Shift‘-Objektiv überflüssig, zumal sie im gleichen Arbeitsgang die Objektivverzeichnungen korrigiert. 

Eine schöne Alternative, wenn ich aus Zeitgründen mit Digital arbeite (‚Muss diese Woche noch in den Druck…‘)

Ganz.Breit.

Ebenfalls gestern gemacht: Ein Pano von einem Seminar- & Gästehaus:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

14 Aufnahmen im Hochformat resultierten dann in einem Pano von rund 45.000 Pixel Breite im Rectilinearen Format. Der Aufnahmeabstand war nicht sonderlich gross, aber ich habe eine spezielle Software aus Russland, die die Krümmung bei Panos verhindert und die Objekte mit atemberaubender Geschwindigkeit sauber und fehlerfrei durchrechnet. Für derartige Spässe muss ich allerdings links und rechts noch ein paar Aufnahmen dranhängen, weil die Ränder doch arg verzerren. Dann einfach das mittlere Drittel ausschneiden und speichern. So hat das Gebäude noch niemand gesehen, weil der Abstand effektiv nicht ausreicht (Nachbargebäude verhindert das). Genial – zumindest für mich.

Vielleicht sollten die Entwickler von Hugin sich mal mit den Russen zusammentun…

Kunst.Licht.Licht.Kunst.

Gestern am frühen Abend war ich nochmal für eine Dokumentation unterwegs. Die Aufnahmen gestalteten sich etwas schwieriger als geplant, weil Bildpartien effektiv ‚absoffen‘, d.h. zu dunkel wurden.

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die Giebelseite wurde zu dunkel, die Scheune hinten rechts unter dem Dachüberstand ebenfalls. Ich hatte nur einen ganz kleinen, uralten Hanimex Blitz dabei (besser einen Blitz mit Leitzahl 20 als gar keinen!). Also zwei Aufnahmen gemacht: Einmal mit Blitz – montiert auf einem Mini-Stativ – von Links auf den Giebel, dann den Blitz von rechts Richtung Treppe. Beide Fotos dann zu einem Sandwich verarbeitet und etwas aufgehellt, weil es gedruckt werden soll.

Ich habe mich geärgert, dass ich meine Blitzanlage nicht dabei hatte – die stand in der Werkstatt zum Aufladen der Akkus.

Ist das nun Kunstlicht oder Lichtkunst?

Dia.Film.

Samstag kamen die Filme aus dem Labor zurück. Einer davon war der Diafilm vom Basteltag.

Der Diafilm:

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Das Digitalfoto:

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Das bearbeitete Digitalfoto:

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die Ausschnitte und Aufnahmewinkel sind unterschiedlich. Der Diafilm erfordert keine Nachbearbeitung. Die Farben stimmen einfach auf den Punkt genau. Diafilm ist auf Tageslicht abgestimmt, ebenso wie die Blitzanlage – ‚a perfect match‘.

Ja, auch bei Digital kann ich ‚Flash‘ einstellen, aber das sieht – siehe oben – definitiv anders aus. Das Dia sieht für mich auf Anhieb perfekt aus. Offenbar kann der Diafilm die Farben besser erfassen: Die Bleilettern sehen nach Metall aus, ohne Warmton, und die rote Organza sieht etwas dunkler und satter aus (natürlich liegt sie auch etwas anders auf den Fotos). Das Schwarz des Untergrunds ist blauschwarz und nicht bräunlich, die Hammerschlag-Lackierung ist das richtige Maschinengrün.

Da ist immer noch ein grosser Unterschied zwischen Film und Digital. Ein Weissabgleich oder das Setzen eines Weisspunktes ist ganz offenbar noch nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn die Tonwerte der Farben effektiv nicht stimmen. Nun ja, Film hatte schliesslich viele Jahre länger Zeit, entwickelt zu werden, und offensichtlich schafft die ‚Chemie‘ es immer noch besser, die Farben präziser zu erfassen.

Das, was ich sehen wollte, sehe ich, und ich weiss jetzt, dass der Schärfekeil nicht so lag, wie ich es auf der Mattscheibe gesehen hatte (mit einer anderen Brille wäre das nicht passiert…). Also demnächst nochmal mit einem anderen Motiv.

Die anderen Filme werde ich nach und nach digitalisieren. Heute ist es schon zu spät, die Konzentration fehlt mir einfach dafür.

Wahn.Sinn.

Ich hatte vor ein paar Tagen ein Ersatzteil bestellt, einen Dichtungsring mit ca. 20 mm Durchmesser.

Heute klingelt der Postbote, hält ein Paket in der Hand, ich sollte unterschreiben. Dachte mir: Huh, ich habe doch nichts bestellt. Dann sah ich den Absender. Es war der Dichtungsring:

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Der kleine, schwarze Ring im Bild.

Für den kleinen, weniger als 2 Gramm leichten Ring eine mörderische Verpackung. Denkt niemand mehr nach? Haben wir noch irgendwo eine zweite oder dritte Welt herumliegen?

Ein Briefumschlag hätte es doch auch getan…

Muss ich den Wahnsinn noch verstehen, oder gibt es noch ein Land, das nicht derart abgedreht ist? Wenn Sie eins kennen, sagen Sie mir bitte, welches Land das ist.

Code.Quirl.

Ich könnte jetzt ganz protzig darüber schreiben, dass ich meine Web Site ‚relaunched‘ habe. Mache ich aber nicht. Reicht ja, wenn ich es erwähne, ohne dabei geschwurbelt und blöd auf die Sahne zu hauen.

Ein neues Farbschema, einen neuen, filmbasierten Hintergrund auf der Startseite und einen kleinen Trick mit jquery eingefügt. Ein paar Fehler ausgemerzt, Satzbau umgestellt, das war es auch schon.

Ausserdem sind alle ‚Mobilgeräte‘ von dem Zugriff ausgesperrt, weil es absolut nichts bringt, mit einem Smartphone auf eine Seite zuzugreifen, die von grossen Fotos lebt. D’accord?

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Huh? Kein Menu, nichts?

Nein. Wer in Panik gerät, hat verloren. Wer nicht auf der Überholspur lebt, wird belohnt. Damit kann ich die Klicker mit den nervösen Fingern schon mal aussortieren…

Hier geht es lang.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Gestern waren wir den ganzen Tag in Wremen an der Wurster Nordseeküste. Ein Traum, wir haben den Tag in einem Strandkorb genossen und sind beide rot wie Tomaten geworden. Fischbrötchen gab es natürlich auch wieder, eine Mini-Wattwanderung nachdem das Wasser wieder weg war, und ein Kodak Portra 160 in der Rollei 35S ist fast voll…

Druck.Format.

Der alte Mann ist jetzt ganz böse und zeigt ein Foto, das es mit einer modernen Digitalkamera nicht gäbe:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Warum nicht? Ganz einfach: Ich hätte sie in dem Moment – morgens beim Laufen kurz nach Sonnenaufgang – wegen der Grösse und des Gewichts niemals bei mir gehabt. In diesem Fall hatte ich aber die Rollei 35S dabei und das Hallenbad meines Heimatortes im weichen Sonnenlicht des samtigen Morgens aufgenommen. Die dreidimensionale Wirkung durch das Licht ist einfach eindrucksvoll.

Nun ist das nichts Besonderes, im Gegenteil, es ist recht banal und sieht prima aus, schliesslich ist es ja auch verkleinert wie alle Bildchen im iNet, gell?

Nix da, das ist kein Argument. Film ist gut und hat Seele, und man kann damit wunderbar grosse Prints machen. In diesem Fall 120×80 cm. Hier ist die Druckdatei.

Datei downloaden, die Darstellungsgrösse im Bildbearbeitungsprogramm wie z.B. PhotoLine auf 32% stellen (bei einer Monitorauflösung von 96 dpi) und 4 Schritte zurück gehen – so sieht es an der Wand aus.

Morgen geht es wieder an die Küste. Die Rollei wird dabei sein. Nächste Woche kommen 3 Filme aus dem Labor zurück – ich freue mich drauf, weil da viele Fotos drauf sind, die es mit einer grösseren Kamera nicht gäbe…

Technische Daten:

Rollei 35S, Kodak Portra 160 (Negativfilm!), Belichtung +1EV (entspricht ASA 80), MEDIS Entfernungsmesser, C41 Entwicklung im Fachlabor, Digitalisierung @ 4.000 ppi @16/48bit im Nassverfahren, ganz wenig Retusche, vergrössert auf 120×80 cm, gespeichert als JPG mit der Qualität ‚Best‘ und 95%, Farbprofil sRGB. Der reale Druck sieht noch besser aus als die Datei bei 32%, weil der Algorithmus des Druckers die Auflösung noch verbessert und andere Dinge ändert, die ich lieber nicht wissen will…

Die optische Leistung des Objektivs ist das A und O guter Fotos, und speziell das ZEISS/Rollei HFT Sonnar 2.8/40mm ist über alle Zweifel erhaben. 

Floh.Markt.

Letzten Sonntag waren wir auf dem Flohmarkt, ein paar exotische Sachen ‚jagen‘. Ein kleiner Stand an einer Ecke hatte jede Menge Kameras und – einen externen Entfernungsmesser der Marke Präzisa. Getestet, für gut befunden, mitgenommen. Jetzt haben beide ’subminiatur Vollformat-Kameras‘ einen:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Das zweite Highlight war die Aufnahme beider Kameras. Störende Reflexe abschatten, Kameras so drehen, dass die Objektivvergütung die unterschiedlichen Farben zeigt, die Schwarztöne gut ausdifferenziert sind. Produktaufnahmen sind manchmal richtig kontemplativ. Nicht nur ’neue‘ Technik kann richtig gut und appetitlich aussehen… Womit erwiesen ist, dass speziell kleine Dinge grosse Freude machen. Das Resultat ist wieder mal perfekt.

Dieses und andere Fotos habe ich auch bei flickr hochgeladen, dort kann man sie in grösserem Format ansehen. Bei WordPress arbeite ich grundsätzlich nur mit exakten Massen, weil WP zum Ersten die Fotos immer verkleinert und zum Zweiten einen grausamen Algorithmus für die verkleinerte Darstellung verwendet.

In den letzten 14 Tagen wurden zwei neue ’spiegellose‘ Vollformatsysteme der grossen Anbieter vorgestellt. Deren Objektive allein haben gigantische Frontdurchmesser – fast so gross wie eine der beiden oben gezeigten Kameras. Viel Geld und noch mehr Hype für was eigentlich? Spiegellos sind beiden Schätzchen oben auch. Leise beim Auslösen ebenfalls (eins der schlagenden Leica-Argumente).

Nicht, dass ich etwas gegen den technischen Fortschritt hätte, aber die Übertreibung sowie die übertriebene Anpreisung überschreiten für mich schon lange die Grenzen des guten Geschmacks. Die Frage nach dem Sinn kann niemand mit Fakten beantworten. Tragbar im wahrsten Sinne des Wortes sind die Systeme bereits lange nicht mehr, sehr im Gegensatz zu den beiden Kameras oben: Die eine passt locker in die Hemdentasche, die andere in die Jackentasche. Soll heissen: Sie sind IMMER dabei, ohne dass ich mir ein Joch (Tragetasche oder ‚Kamerarucksack‘) um den Hals oder einen fetten Marken-Gurt über die Schulter hängen muss. So, das musste ich mal los werden.

In diesem Zusammenhang: Was macht eigentlich die Photokina? Schwindende Besucherzahlen? Aber garantiert erheblich weniger seriöse Aussteller, weil die Veranstaltung immer mehr zu einem Mega-Event mutierte, zu dem die mit Minderwertigkeits-Komplexen und entsprechend riesigen Zoom-Objektiv beladenen Wichte pilgerten, um ihren ‚Objektiv-Park‘ zu zeigen und halbnackte Weiber auf den grossen Ständen zu knipsen, weil Mutti das grade noch erlaubt hat. Brot und Spiele, genau so wie Fussball, Silvester-Parties, Rockkonzerte, Festivals. 

Nun ja, jedem das Seine. Ich mache meine (in diesem Fall digitalen) Fotos immer noch mit einer unmöglichen, veralteten Kamera, die niemand mehr kennt, und einem Objektiv, mit dem man (laut Forenmeinung der Möchtegern-Experten) überhaupt nicht fotografieren kann, weil der falsche Markenname drauf steht. Perverse Welt, oder?

Bastel.Tag.

Heute war Basteln angesagt. Der böse, alte Mann hat mal wieder Grenzen verschoben. Fingerübungen mit Schärfenebenen nach dem Hinge-Prinzip gemacht. Nein, nicht Scheimpflug, das ist zu viel Fummelei. Da rechne ich lieber einmal richtig, stelle ein und scharf, und die Schärfe sitzt auf den Punkt.

Vorab schon mal ein Digitalfoto (Standard, nur konvertiert, ausgefleckt und verkleinert):

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Etwas, was ich sonst nicht mache – trendgerecht aufbereitet (It’s gonna pop, babe!):

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An die moderne Version werde ich mich wohl nie gewöhnen können . Da fehlen mir zu viele Tonwerte, die einfach weggebügelt werden: Im Unter- & Hintergrund, in den Rottönen, in dem goldenen Schriftmuster auf dem Griff, in den Schattierungen der Bleilettern, in der Hammerschlag-Lackierung der Schubladenvorderseite.

Heftig abgeblendet (f=16) mit einem Objektiv, mit dem man eigentlich nicht fotografieren kann. Heraus kam – Tataah – der Standard: zu viel Unschärfe. Nein, kein ‚Bokeh‘, weil wir hier nicht in Japan sind. Nein, auch kein Beugungsunschärfe. Einfach eine physikalische Unschärfe. Punkt, Ende der Spekulationen. Knipser liefern so etwas ab, ich definitiv nicht. Wie gesagt, dies ist nur ein simples Digi-Knips-Bildchen für ‚mal gucken, was der da so macht‘.

Die Dias (Fuji Provia 100F) gehen morgen ins Labor und werden nachgereicht. Also unbedingt dranbleiben, es lohnt sich!

Und so sah das Setup aus:

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BEIDE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Mitten in der kleinen, aber feinen Werkstatt. Links die Arca Swiss. Ja, ich weiss, sie sieht krumm und schief aus. Ist sie aber nicht. Deshalb sagte ich ja: Der böse, alte Mann. Ich bin richtig gemein. Warum sieht das Ding so schief aus, wenn es nicht schief ist? Nein, es ist nicht die Objektivverzeichnung der Digicam. Auf der linken Tischkante der Rechner für die Belichtungszeitenverlängerung (je länger der Auszug des Balgens, desto länger muss belichtet werden, oder der Blitz muss hochgedreht werden).

Übrigens: Diese Art der Aufnahmen funktionieren nicht mit Tilt/Shift-Objektiven an Kleinbildkameras, weil der Tilt-Winkel maximal + oder – 8° beträgt. Erforderlich sind hier 13,22°. Und nein, es hat keinen Zweck, die Kamera weiter zu neigen, das hätte keinen Einfluss auf den erforderlichen Winkel für die Schärfe-Ebene. Einzig das Positionieren der Kamera weiter an dem Objekt sowie fast direkt darüber (8° aus der Lotrechten) würde helfen, nur dann ändert sich die Perspektive gewaltig. Abgesehen davon gibt es für KB keine Objektive mit langen Brennweiten für Tilt und Shift.

Ja, der Griff der Schublade ist schief. Wirklich jetzt. Das hat der Erstbesitzer der Kästen verbockt, weil er handwerklich nicht sonderlich geschickt war. Dass es Lineale zum Messen gibt, hatte sich offenbar noch nicht bis zu ihm herumgesprochen. In der bearbeiteten Version ist er gerade gerückt…

In der Mitte der Test-Aufbau, rechts dann ein kleiner Reflektor, schwarzes Gaffa-Tape und zwei Papp-Streifen zum abnegern. Huh? Ja, so nannten wir das früher. Ein Neger war ein Abschatter und hatte nichts, aber auch gar nichts mit Rassismus zu tun. Ebenso wenig wie ein Negerkuss rassistisch oder diskriminierend ist. Den geniesst Kind, Mann oder Frau in 20 Sekunden, und gut ist, ob politisch korrekt oder nicht. Ende der Diskussion.

Die Plastikzwingen aus dem Baumarkt sind universelles und sehr effizientes Zubehör. Den Schwanenhals habe ich selber gebaut. Den Boom-Arm, an dem der Blitz mit dem Umbrella Deep (das ist kein normaler Schirm!) hängt, hätte ich besser auch selber gebaut. Heute ist eine wichtige Schraube daran ins Nirvana gegangen – genau die Schraube, die den Arm mit dem fetten Gewicht hinten dran hält. China-Schrott:

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20 Cent mehr, und es wäre eine unkaputtbare Edelstahlschraube gewesen. Würde mich ja nicht weiter stören, wenn die Blitzköpfe an jeder Ecke zu haben wären, aber die gibt es nur auf Bestellung und sind richtig teuer…

Meer.Tour.

Gestern musste es mal wieder sein: Bremerhaven, Fisch essen! Immer wieder erfrischend: Das Panorama der City an der Wasserseite

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Das Atlantic Sail City immer prominent im Zentrum. Die Lichtverhältnisse wechselten gestern sehr häufig und schnell, daher also gewisse Abweichungen in den Farben

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Bei derart gutem Wetter gehört natürlich der Weserstrand unter blauem Himmel dazu

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Wer nicht ganz hoch bis nach Cuxhaven will, kann auch hier einen Tag im Strandkorb verbringen

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Mit Blick ’nach hinten‘ auf den Richtfunkturm. Theoretisch kann man mit dem Lift bis auf 66 Meter Höhe fahren und den Fernblick geniessen, aber gestern war er leider aus betrieblichen Gründen geschlossen

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Vom Deich durch das Schifffahrtsmuseum – man muss zwei Mal hinsehen.

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Hinter der Röhre öffnet sich der Platz und gibt den Blick auf das AWI Helmholtz Institut frei

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Und natürlich auf den Giebel des Museums

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Diesmal ein ‚Hinterland‘-Panorama der Skyline

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Der Blue Giant wird grade für die nächste Versorgungsfahrt ausgerüstet. Zum Vergleich: Die Kabeltrommeln haben einen Durchmesser von ca. 3 Metern.

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Den habe ich gestern das erste Mal in meinem Leben entdeckt: Den ‚Pingelturm‘, ein Leuchtfeuer mit Nebelhorn südlich des Container-Terminals

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Der heisst wirklich so

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Nördlich der City der Schlepperhafen

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Dies ist noch eins der kleineren Modelle

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So knallig, wie er dort stand, musste ich ihn ablichten: Ein Spezialfahrzeug für Holzverladung

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Yup, die Kaiserschleuse. 305 Meter lang, 55 Meter breit, damit die Autotransporter durch passen

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Gegenüber ein Teil der berühmten Lloydwerft

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Und jetzt kommt es dicke: Ein Autotransporter wird von zwei Schleppern in die Schleuse bugsiert

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Präzisionsarbeit ist gefragt. Die UECC Auto Energy ist 181 Meter lang, 30 Meter breit und hat Platz für 4.000 PKW…

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Leinen runter zum Festmachen. Mit dem Unimog geht es einfacher

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Die Crew ist sicher froh, bald wieder Land unter den Füssen zu haben

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Im Hafen liegen bereits diverse Autotransporter, die meist mit auffälligen Farben versehen sind

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Ab.Grund.

Ich habe mir das Video angesehen und war anschliessend sprachlos. Verbrecher – verkleidet als Politiker in Deutschland und Brüssel (EU Kommissare) sowie Manager – regieren Europa.

Wer glaubt, mit dem Kauf von Bio-Produkten etwas Gutes für sich und die Bauern zu tun, sollte sich unbedingt dieses Video ansehen. Obwohl Bio draufsteht, ist Gift drin, und die Sklaverei gibt es noch als Sahnehäubchen oben drauf:

http://mediathek.daserste.de/Reportage-Dokumentation/Europas-dreckige-Ernte/Video?bcastId=799280&documentId=53915236

Zwei.Welten.

Ich wollte es wissen. Wie gross ist der Unterschied zwischen filmbasierter und digitaler Fotografie im Freizeitbereich?

Die beiden Aufnahmen habe ich im Abstand von rund 30 Sekunden mit fast identischen Brennweiten nacheinander gemacht. Nikon und Rollei 35S.

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Noch ein Beispiel, allerdings an verschiedenen Tagen aufgenommen. Nikon und Minox 35 GT.

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FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Oben ist jeweils die digitale, unten die filmbasierte Version. Von der Auflösung her sind sie ebenfalls fast identisch: 24 MP zu 22 MP. Die Nachbearbeitung der digitalen Version war aufwendig, weil ich die Schattenbereiche anheben musste, das Negativ habe ich nur digitalisiert. Mir gefällt der grössere Tonwertumfang des Negativ-Films wesentlich besser.

Portra.Farben.

Diesmal ein Portra 160 mit der Rollei 35S. Ganz andere Charakteristik, weichere Farben, höhere Auflösung. Die ersten Aufnahmen habe ich während meiner Morgenläufe bei Sonnenaufgang gemacht.

Nachbargrundstück mit Scheune

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Die neue Luther-Rose an der Kirche

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Bücherei Ottersberg, rechts das alte Rektorenhaus

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Das Hallenbad

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Notausgang der neuen Sporthalle

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Turngeräte bei Sonnenaufgang (selektive Schärfe)

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Allee zur Waldorf-Schule

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Ab hier im Laufe des Tages bis zum Sonnenuntergang.

Im Garten der Waldorf-Schule

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Der Brunnen – ganz andere Anmutung als mit dem Kodak Gold 200

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Den Namen dieser Pflanze habe ich im Moment nicht parat

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Rhododendron Park Bremen früh morgens

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Der Metronom von Hamburg nach Bremen in der Ottersberger Pampa

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Das Rennen Sonntags Nachmittags auf der A1 von den Küsten nach Hause

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Der Solitär an der Landkreis-Grenze

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Der Bullensee im Abendlicht

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Es ist nicht viel los

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Muss sein: Sonnenuntergang in den Wümmewiesen Richtung Fischerhude

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Die Sonne ist weg, jetzt leuchten nur noch die Wolken

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Und wieder ein ‚Moon Over…‘

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Technische Daten, Belichtung, Entwicklung und Digitalisierung wie in den nächsten beiden Artikeln unten.

Der Portra 160 ist m.E. absolut top und von der Auflösung her on par mit dem Fuji Provia 100 oder dem Kodak Ektachrom 100.

Am meisten Spass macht die Unbeschwertheit und Leichtigkeit, mit einer kleinen, leichten Kamera die Freizeit zu verbringen…

Abenteuer.Rollei 35S.

Gleicher Film – Kodak Gold 200 – andere Kamera: Die Rollei 35S.

La Strada 2018 in Bremen. Akrobatik pur.

DUO KAOS:

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MAN || CO:

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BARADA STREET:

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Szenen auf meiner morgendlichen Laufstrecke. Die Leuchtquader der Volksbank.

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Eine von drei Bäckereien

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Weg am Gemeindehaus

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Hintereingang der Spasskasse

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Rathaus und Gemeindeverwaltung

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Der Feuerhahn der Freiwilligen Feuerwehr im Gemeindezentrum

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Der Skulpturenpark

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Der Skulpturenpark hinter dem Gemeindehaus

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Morgenstimmung mit leichtem Dunst

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Die Wümme-Schule mit den drei Brunnen, seit Jahren leider ohne Wasser

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Selbsterklärend…

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Irgendwo in der Wümmeniederung am Ortsrand

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Es ist noch früh – ich laufe immer allein, begegne nur ab und an einem Radfahrer, der es eilig hat, zum Bahnhof zu kommen

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Die Kräuter blühen schon in den saftigen Wiesen

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Flachland. Endlos. Durchatmen.

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die Rollei 35S ist perfekt, um Geschichten zu erzählen. Etwas schwerer als die Minox 35GT, aber dafür auch einen Tick präziser mit einem traumhaften Objektiv.

Den Kodak Gold 200 habe ich durchgehend mit 100 ASA, also mit +1 EV, belichtet und ganz normal im Fotolabor Görner entwickeln lassen. Der Tonwertumfang (Dynamic Range) für diesen simplen Film ist schon enorm – erheblich grösser als der der meisten Digitalkameras.

Alle Bilder sind gescannt und entweder gar nicht oder nur leicht nachbearbeitet und verkleinert. Die Digitalisierung habe ich im Batch-Modus gemacht, d.h. ohne Vorschau und Veränderung der Einstellungen. Von 152 Aufnahmen waren nur 4 unscharf, weil ich vergessen hatte, den Fokus zu verändern. Die Scans habe ich mit einem Nikon Coolscan LS 9000 @ 4.000 ppi und 16/48 bit Farbtiefe gemacht.

Wie gross würde ich mit dem Kodak Gold 200 drucken? Ganz einfach: bis zum Format 60×40 cm (fast DIN A2). Wenn der Betrachtungsabstand ausreichend gross ist, auch 90×60 cm. Für mehr ist dieser recht simple und etwas grobe Film kaum geeignet. Auf der anderen Seite: Vor dem Zeitalter der Digiknipserei haben wir alle mit ähnlichen Filmen wie diesem gearbeitet und waren mit den Vergrösserungen oder Prints zufrieden.

Mit der Rollei 35S und der Minox 35GT zu fotografieren hat eine unglaubliche Leichtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes.

Abenteuer.Minox 35GT.

Nachdem ich vor ein paar Wochen einen Diafilm mit der Minox belichtet hatte, gibt es jetzt einen Negativ-Film: Kodak Gold 200 (ja, klingt grausam, ich weiss, aber irgendwie hat der was von ‚gestern’…)

Mit dem Medis Entfernungsmesser machen sogar kurze Distanzen Spass: Ein Blick auf die Terrasse, der Kaffee ist schon wieder leer…

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Das Stau am Mühlenbach

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Eine Gäste-Info des Nachbarortes

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Reste einer alten Saftfabrik

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Gebäude ohne Seele

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Skulptur vor dem Gemeindehaus des Nachbarortes

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Eine simple Bank am Strand des Sees um die Ecke

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Der Anleger des Angelvereins

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Windkraftanlagen um die Ecke

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Graffito an einer alten, leer stehenden Werkstatt

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Freiwillige Feuerwehr hinter Schloss und Riegel

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Der Metronom am Bahnhof Ottersberg

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Das alte Bahnwärter-Häuschen in Ottersberg

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Ein Torfschiffer am Osterholz-Scharmbecker Hafen. Das Freistellungspotential der kleinen Minox ist absolut ausreichend, wenn man weiss, wie es geht.

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Sagte ich Hafen? Nun ja, der liegt noch ein paar Meter weiter hinten rechts…

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So sieht es in der Nachbarschaft aus

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Da war es noch grün – vor der langen Trockenperiode 2018

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Main Street (siehe auch den Beitrag etwas weiter unten) mit Film…

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Ortszentrum. Leider gibt keinen Markplatz oder Ähnliches

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Eine Skulptur auf meinem morgendlichen Laufweg

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Turngeräte im Garten der Wümme-Schule

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Pferdekoppeln hinter dem Ort

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Die Zuwegung zur Waldorf-Schule

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Idyll Richtung Bahnhof

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Bei mir gegenüber

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Grün.Blau.Rot. – Bäume und Himmel.Farbig.

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Sonnenuntergang auf den Wiesen vor Fischerhude

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So langsam verbrennt der Rasen…

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Brunnen im Garten der Waldorf-Schule. Sogar im leichten Gegenlicht schlägt sich die Minox wacker. Ich hätte sie einfach über Kopf mit der Klappe nach oben zeigend auslösen sollen – das ist die ‚eingebaute‘ Sonnenblende…

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Ein Gebäude der Waldorf-Schule

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Das denkmalgeschützte Haupthaus der Waldorf-Schule

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Kunstatelier im Nebengebäude

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Durchgang zum Hauptplatz

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Ein Keller-Eingang am Hauptgebäude

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Der Ententeich in Stuckenborstel

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Alle Bilder sind gescannt und entweder gar nicht oder nur leicht nachbearbeitet und verkleinert. Entwicklung wie immer im Fotolabor Görner. 

Technische Daten für Belichtung, Entwicklung und Digitalisierung wie oben bei der Rollei 35S.

Ich frage mich die ganze Zeit, warum sich jemand eine Leica Q mit Weitwinkel kauft, die eben NICHT in die Hemdentasche passt… Wahrscheinlich ist der rote Punkt als Status-Symbol wichtig. Dafür hat meine Minox einen orangen Auslöse-Knopf mit Schraubanschluss für einen soliden Drahtauslöser!

Hoch.Auflösend.

Yup, da ist sie wieder, die IT8.7 Color Chart zum Kalibrieren. Ich hatte mir etwas Zeit genommen und damit eine Charge Portra 160 kalibriert.

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Der Portra hat einen recht grossen Farbraum (hier die LAB-Darstellung).

Das war der erste Schritt. Der zweite war erheblich zeitaufwendiger: Das Scannen von Negativen mit einer speziellen Glasbühne im Nass-Verfahren, also ‚wet scan‘. Nach diversen Tests mit verschiedenen KAMI Produkten habe ich eine Lösung gefunden, mit der ich auch Negative randscharf hochauflösend digitalisieren kann. Die Lösung für Dia-Positive hatte ich ja bereits im Dezember/Januar gefunden. Nur der Prozess mit den Negativen und dem Kami SC wollte nicht so richtig. Jetzt mache ich es mit Kami RC, also quasi nur mit dem Reiniger. Nachteil: ich muss zügig arbeiten. Vorteil: absolute Planlage der Negative, saubere Farben und eine traumhafte Auflösung und Schärfe bis in die Ecken.

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Eine Aufnahme des Wendebeckens am Holzhafen in Bremen, mit dem grössten Getreidespeicher Europas im Hintergrund. Rechts hinten das Verwaltungsgebäude von Lexzau, Scharbau, das schon sehr gross ist, wenn man davor steht. Aber gegen den Getreidespeicher und die Kräne ist es winzig.

Die Digitalisierung ist angelegt für einen Druck auf 3×2 Meter. Das sind Ausschnitte daraus (Simulation, der Druck ist noch besser als die Screenshots):

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Im Druck ist das ‚Korn‘ nicht mehr zu sehen. Einfach mal 1,5 Meter vom Bildschirm weggehen, dann ist der Eindruck realistisch. Normalerweise sollte der Abstand 3,6 Meter betragen (=’Optimaler Betrachtungsabstand‘). Aber das ist mir zu langweilig, weil das jeder kann. Hier zeigt sich der Unterschied der Systeme. Mit Grossformat und Fachkamera kann der Betrachter näher an das Bild und taucht somit in das Bild ein, weil er es in der gesamten Grösse nicht mehr auf einmal erfassen kann.

Wer mag, darf gern versuchen, das mit einer digitalen ‚Vollformatkamera‘ zu erreichen. Viel Spass dabei – der Frust ist vorprogrammiert.

Warum ein filmbasiertes Foto im Druck besser ist und mehr Details als ein digitales Bild liefert, hatte ich mal in einem Artikel zum Thema ‚Look des analogen Bildes‚ beschrieben. Ich hänge die Abhandlung hier einfach mal dran:

Der filmbasierte ‚Look‘ ist für uns Menschen angenehmer und besser, weil er auf dem Chaos der Farbpigmente und der Farbzusammenballungen – von Unwissenden und Digitalknipsern gern ‚Korn‘ genannt – basiert.

Da wir aus der Natur und somit aus dem Chaos entstanden sind, wurden wir mit Seh-Organen ausgestattet, die sehr spezielle Eigenschaften haben. Abgesehen vom räumlichen Sehen erfassen unsere Augen das Chaos der Natur um uns herum. Unser Gehirn ist so konzipiert, dass es durch die Überlagerung und den Vergleich in Echtzeit Details in absoluter Schärfe herausfiltert, die so per se nicht in der Natur vorhanden ist.

Ein Beispiel: Wir schauen in einer weitläufigen Landschaft in die Ferne. Ganz weit weg sehen wir einen Laubwald und würden Stein und Bein schwören, dass wir jeden Zweig und jedes Blatt erkennen. Das ist aber de facto falsch, denn so hoch können unsere inversen Augen (weil die Sehnerven VOR den Rezeptoren liegen und durch den blinden Fleck ins Gehirn geleitet werden, so dass wir nie richtig scharf sehen können wie beispielsweise ein Vogel) die Details gar nicht auflösen. Die Auflösung produziert das Gehirn aus mehreren Signalen oder Bildern, die übereinander gelagert und dann abgeglichen werden. Huh, mehrere Bilder? Ja, denn wir erfassen niemals nur ein Bild, sondern immer mehrere auf einmal, weil unsere Augen einen permanenten Tremor haben, d.h. sie zittern ganz leicht. Würden sie nicht zittern, könnten wir mit unseren vergleichsweise schlechten Augen kaum Details erkennen können. Ein Vogel kann wegen der direkten Augenkonstruktion (und monokularem Sehen) eine Zeitung auf 200 Meter Distanz lesen – davon sind wir Menschen sehr weit weg.

Kurz: Wir nehmen das Chaos in wahnsinnig vielen Bildern auf, unsere Gehirn erstellt daraus Details. Immer. Seit Jahrtausenden. Jetzt sehen wir ein glattes Digitalfoto und es erscheint uns wie ein Plastikbild. Künstlich. Warum? Weil der ‚eingebaute Algorithmus‘ (unser Gehirn) keinen Abgleich mehr fahren kann, da alle empfangenen Bilder identisch sind. Das natürliche Chaos fehlt. Daher sind wir bei Digitalfotos auf eine enorm hohe Auflösung angewiesen, wenn wir grosse Drucke davon erzeugen wollen.

Ein Foto, das mit einer Grossformatkamera aufgenommen, digitalisiert (das Chaos bleibt erhalten) und dann z.B. im Format 3×2 Meter gedruckt wurde, sieht aus sehr kurzer Distanz ‚körnig‘ aus. Aus etwas grösserer Distanz (dem üblichen Betrachtungsabstand) sehen wir die Tiefe und die Details in dem Bild, weil unsere Augen wieder das Chaos erfassen und unser Gehirn daraus ein Bild generiert, das mehr und schärfere Details zeigt als ein digitales Bild.

Die meisten Knipser sind der Meinung, dass sie ein filmbasiertes Foto nachschärfen müssen, bevor es gedruckt wird. Das ist so nicht richtig, weil wichtige Details in dem Chaos betont werden, die unser Gehirn während der Verarbeitung nicht zuordnen kann. Ich habe hierfür viele Tests gemacht und Versuchspersonen die Ergebnisse gezeigt. Ungeschärfte Fotos wurden als detailreicher und natürlicher empfunden und bewertet.

Beispiel Architekturfotografie: Ein filmbasierter Grossformatdruck enthält für den Betrachter mehr Details in den Texturen als ein Digitalbild, sehr ausgeprägt bei der Verwendung von Negativ-Film (bei Diafilm ist in den Lichtern zu wenig Zeichnung enthalten).

Diverse Gespräche mit Neurologen und Psychologen haben meine Theorie bestätigt.

Spannendes Thema, das ich hier aber aus Zeit- & Platzgründen nicht weiter ausführen kann.

Main.Street.

In den USA gibt es in kleinen Orten meist nur eine ‚Main Street‘. Dies ist die ‚Main Street‘ von Ottersberg, zwischen 5 und 6 Uhr morgens noch absolut leergefegt:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Im Sommer geht die Sonne im Nordosten auf, die ‚Main Street‘ in Ottersberg verläuft ziemlich genau nach Osten. Ab 7:00 kann man die Aufnahme nicht mehr machen, da wird man von dem nächsten LKW in den Asphalt gedrückt. Ganz schlimm sind die Tage, an denen auf der A1 von Hamburg nach Osnabrück ein Stau vor Bremen ist – dann steht hier LKW an LKW, weil die B 75 parallel zur BAB verläuft und alle dem Irrtum unterliegen, hier kämen sie schneller voran. Es ist also wie immer eine Frage der Zeit, wann etwas friedlich oder chaotisch aussieht…

Moon.Over…

Ein berühmtes s/w Foto von dem Altmeister Ansel Adams beginnt mit diesem Titel, und etliche Knipser haben sich grösste Mühe gegeben, das Foto an der gleichen Location (Hernandes, Mexico) nachzumachen. Die Resultate waren schlichtweg grausam…

Als kleine Persiflage dachte ich mir vor ein paar Tagen: OK, ‚Moon over Ottersberg on a Wednesday in summer at 5:38 in the morning‘ wäre ganz witzig:

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FOTO © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Das ist so ein typischer Moment mit einem Licht, das ich Zauberlicht nenne, weil ich damit richtig gut Stimmungen einfangen kann.

Band 39.Jahr 1878.

Vor 140 Jahren wurde die ‚Allgemeine illustrirte Zeitung‘ mit dem Titel ‚Ueber Land und Meer‘ herausgegeben, und ich hatte das grosse Glück, ein Repro davon machen zu können.

Es ist einfach atemberaubend, wie die Stahl- oder Kupferstecher (damals noch echte Handwerksberufe) Bilder nur mit Strichen in plastische, dreidimensionale Illustrationen umgesetzt haben, um den Lesern Bilder zu zeigen.

Noch besser ist es, dass es Sammler gibt, die sich die Bände zu Büchern binden lassen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Im Gegensatz dazu soll in Bremen das Staatsarchiv auf Mikrofilm gebannt und die Originale weggeworfen werden (wahrscheinlich nicht nur in Bremen, sondern in ganz Deutschland). Die Amerikaner finden grade zu einer neuen Wertschätzung alter Bücher und bauen eindrucksvolle Bibliotheken, die Europäer werfen in ihrer unendlichen Arroganz alles weg.

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Das Format dieser Zeitung ist ungefähr DIN A3 (DIN-Formate gab es damals natürlich noch nicht), und die Details der Zeichnungen sind wirklich eindrucksvoll.

Es ist müssig, darüber nachzudenken, weshalb diese Berufe nicht mehr da sind. Ob allerdings das derzeitige ‚Schneller, höher, weiter, besser, Internet‘ wirklich so sinnvoll ist, das wird die Menschheit in 100 Jahren wissen.

Ich finde es gut, dass immer mehr Menschen sich den ‚Megatrends‘ widersetzen und ihr Leben entschleunigen. Die ausgebuchten Kurse für altes Handwerk an den VHS zeigen, dass wieder mehr Interesse an den ‚alten‘ Werten gezeigt wird.

Schade, dass ich keine ‚alte‘ Reprokamera mit Vakuumplatte mehr habe. Wahrscheinlich gäbe es auch keine Filme mehr dafür…

Aus.Geblüht.

Die Schönheit des Vergehenden liegt im Detail. Statt knalliger Farben Pastelltöne, statt Grün Braun, statt Rot Altrosa, statt Hellgrün mattes Grün.

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Ein Elinchrom Parabol Deep Silver ohne Diffusor von links in gleicher Höhe wie das Objekt, nach hinten abgeschattet, rechts ein weit entfernter Reflektor matt silber. 500 Joule. Der Hintergrund ist ca. 2 Meter entfernt. Der Parabol Deep Silver liefert ein knackiges Licht, das die Konturen herausarbeitet. Ich mag das, weil damit sehr viele Details sichtbar werden. Die Blumensträusse trockne ich mit einem Trick, damit sie so gut wie möglich erhalten bleiben. Trotzdem sind sie extrem berührungsempfindlich – ein etwas zu herzhafter Griff, und alles bröselt in kleinen Schnipselchen zu Boden.

 

Seh.Erlebnis.

Gestern an einem etwas versteckt liegenden See in Norddeutschland. Ein UKU (UltraKurzUrlaub) für mich.

Die DD (Dicke Digitale) und die kleine Rollei 35S mit einem Portra 160 hatte ich dabei, um ein paar Fotos zu machen, damit ich sie von der Wirkung her vergleichen kann.

Die DD hat mich genervt. In der Freizeit will ich nicht mehr so viel schleppen.

Ein paar Impressionen, vorab nur mit der DD. Die Vergleichsaufnahmen mit dem Negativfilm kommen später. Ist schon witzig, wie man von der Industrie und dem ‚mainstream‘ konditioniert wird: Es fällt zu Anfang schwer, wieder eine Woche auf die entwickelten Filme zu warten, keine ‚instant gratification‘ durch sofortige Verfügbarkeit des Bildes zu haben. Aber meiner Meinung nach ist das nur eine Frage der Zeit, bis man sich wieder an die Normalität gewöhnt hat.

Die späte Nachmittagssonne liefert genau das richtige, weiche Licht:

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Zauberlicht, je später es wird:

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Viel Wasser und viel Wald:

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Relativ weit gucken, die Augen an grosse Weiten und Distanzen gewöhnen:

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Der See liegt mitten in einem Naturschutzgebiet:

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Bäume wachsen oder fallen ins Wasser, und es bleibt einfach so:

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Nicht viel los an dem einzigen, kleinen Strand:

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Es wird mindestens ein Kind geben, das jetzt sehr traurig ist, weil sein Spielzeug vergessen wurde:

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Kaulquappen fangen ist das Grösste für die Kleinen:

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Killer.Machine.

Meine Rollei 35S mit dem von ZEISS gerechneten HFT Sonnar 2.8/40 mm ist wieder zurück. Das fühlt sich an wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag an einem Tag.

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Repariert (=CLA) und justiert wurde die Killer Machine von dem Rollei-Spezialisten Paepke Fototechnik in Düsseldorf Rath (Click zur Web Site in neuem Tab).

Den Entfernungsmesser habe ich schon montiert, eine Rolle Portra 160 ist bereit. Damit die Zeit nicht so lang wird, bis der Portra belichtet, entwickelt und digitalisiert ist, hier schon mal ein paar Fotos, die ich vor ein paar Jahren damit gemacht habe.

Spanische Flagge im Zentrum von Granada

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Café in Mijas

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Zweier mit Steuermann auf der Weser

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Zentrum von Competa

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Fahrt mit der Trasmediterranea von der Insel zum Festland

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Gusseisener Sockel einer Plaza-Lampe in Granada

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Unterwegs in der Sierra de Tejada

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Wasserspiele eines Gebirgsbachs

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Olivenfelder vor der Sierra Nevada

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Die Welt am Haken

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Neue Generatoren werden aufgestellt

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Ballonverkäufer in Granada

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die Fotos oben hatte ich alle mit Fuji Provia 100F gemacht und mit einem Nikon LS 9000 digitalisiert.

Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie sich der Portra 160 verhält.

Oh ja, ich habe da noch ein paar noch ältere Fotos, die ich vor ein paar Tagen im Archiv gefunden und digitalisiert habe… ich hatte sie vor rund 12 Jahren auf Fuji S 100, Agfa 100 und Kodak FB 200-6 – in Deutschland unter Farbwelt 200 bekannt – aufgenommen. Im Vergleich zu einem heutigen Portra 160 oder 400 waren die grober, aber gut:

Ein Pano aus zwei Aufnahmen

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Picknick in einem Park in Spanien zur Zeit der Mandelblüte (Februar)

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Durch eine Glastür zum Steg aufgenommen

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Leuchtfeuer

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Blick von einer Steilküste bei Banyalbufar

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Ein kleines Fischerdorf irgendwo weit weg (Port des Canonge)

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Mein Mitkämpfer in ganz weichem Licht (in dem Ort war wirklich ALLES beige und braun und hellgrün ohne Kontraste – die Wände der Häuser, die Bürgersteige, die Holztische und Stühle, das Sonnenlicht…!) an einem späten Nachmittag vor rund 12 Jahren

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‚Zeig mal‘ (Er wollte damals nicht glauben, dass ich mit der Rollei 35S überhaupt irgendetwas Vernünftiges zu Stande bringen würde… Dies ist übrigens ein Ausschnitt)

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Was lernen wir daraus? Richtig, dass man auch mit einer Brennweite von 40 mm und solidem Film gute Portraits machen kann.

Somit ist klar, wie ich in Zukunft in meiner Freizeit unterwegs sein werde, oder? Mit leichtem Gepäck und Vollformat.

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Learning.Hardware.

Manchmal steckt der Teufel im Detail. So auch bei der Minox, für die ich den MEDIS Entfernungsmesser verwenden wollte.

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Wie man es so macht: Den Fuss des Entfernungsmessers in den Blitzschuh schieben und den ganzen Tag lang über schöne Motive und in einer Woche auf tolle Fotos freuen.

FALSCH.

Ein paar Fotos waren unterbelichtet. Hm, woran kann das liegen? Nochmal die Bedienungsanleitung gelesen (RTFM = Read the fucking manual!). Aha. In dem Moment, wenn etwas in den Blitzschuh geschoben wird, schaltet die Kamera auf 1/125 sec. Verschlusszeit um. Gnadenlos. Weil die Konstrukteure damals davon ausgingen, dass dort nur der FC 35 oder FC 35 ST oder ein anderer Blitz eingeschoben wird. Die beiden Minox-Blitze sind perfekt auf die Kamera abgestimmt – das nur nebenbei.

Was man leicht übersieht, ist die kleine Abdeck-Kappe für den Blitzschuh, mit insgesamt 3 Aussparungen: Eine flache vorn, eine Kerbe links vorn und eine Kerbe rechts hinten. Als ich in den Blitzschuh gesehen hatte, konnte ich vorne links einen schwarzen Nupsi erkennen – den Schalter! Die Kerben der Abdeckung sorgen dafür, dass je nach Modell der kleine Schalter NICHT zur Seite gedrückt wird und damit die 1/125 Sekunde aktiviert. Genial, was? Und nun?

Den MEDIS zerlegt und die Kerbe vorne links in die Fussplatte gefeilt, etwas grösser als in der Abdeck-Kappe. Das geht wunderbar, weil der MEDIS komplett aus Aluminium gefertigt ist.

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Wieder ein Problem gelöst. Warum steht so etwas nicht in dem ‚fucking manual‘ drin? Nun gut, jetzt steht es hier.

Noch etwas: Wenn der Anteil heller Partien (grauer bis hellgrauer oder weisser Himmel, Flächen, etc.) mehr als 40% bis 50% beträgt, sollte man bei der Minox 35 GT den Schalter ‚2x‘ aktivieren – dann stimmt die Belichtung wieder. Bei blauem Himmel braucht man den Schalter nicht zu aktivieren. Oder man schattet mit der linken Hand von oben oder seitlich auf das Objektiv fallendes Licht ab. Anhand der Bewegung der Verschlusszeitenanzeige sieht man sehr schön, was dann passiert. Man kann natürlich auch einfach die Kamera auf den Kopf drehen, dann schattet die Objektivklappe das Objektiv ab und es hängt garantiert nichts im Bild.

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Der Bonus-Trick: Die Belichtungs-Automatik hat ihre Grenzen, abhängig von der eingestellten Filmempfindlichkeit. Beispiel: Bei ISO/ASA 100 sind maximal 8 Sekunden Belichtungszeit drin. Im Prinzip kann man mit der Minox keine Nachtaufnahmen machen, es sei denn – tataaaa – man verwendet einen kurzen, feststellbaren Drahtauslöser der neben dem gelben Auslöser der GT eingeschraubt wird – dann bleibt der Verschluss so lange geöffnet, wie man drückt oder den Feststeller am Drahtauslöser arretiert.

Einen Artikel über die ‚Little Big Camera‘ mit diversen Bildbeispielen gibt es u.a. hier (Englisch)

Infos über die Besonderheit des Gehäuses gibt es hier (Deutsch)

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35.Millimeter.

Ich sage jetzt mal: Der Winter ist vorbei. Ich bin auch wieder gesund, es stehen nur noch 2 Untersuchungen aus…

Die letzten Monate habe ich mir sehr viele Gedanken über das Thema Fotografie (für mich) gemacht. Die erste Änderung kam vor 3 Wochen, als meine grosse Digitalkamera zur Reparatur musste (Staub, Öl, Verschlussprobleme, Bajonett verzogen). Verschluss und Bajonett wurden getauscht, der Sensor gereinigt, jetzt läuft sie wieder – nach über 3 Wochen.

Ich wollte in meiner Freizeit nicht mehr schleppen. Und ich wollte auch keine weitere Digicam, auch nicht als ‚Backup‘. Ein weiteres, kleineres System kam nicht in Frage, weil ich keinen Nerv habe, mich mit dem Handbuch und der Kamera über Wochen zu beschäftigen, nur um ein paar Fotos zu machen. Die grossen Fujis wollte ich auch nicht schleppen, für die Freizeit ist 6×9 Film einfach zu schwer. Aber ich hatte ja noch 2 Vollformat-Präzisionskameras im Schrank liegen. Eine stellte sich zickig an – der Verschluss wollte seine Zeiten nicht mehr einhalten. Also eingeschickt zu einem Spezialisten – dort ist sie immer noch in Behandlung. Somit kam das letzte Exemplar zum Einsatz. Unbeschwert das Leben geniessen, keine Objektivkorrekturen machen müssen, weil sie eine Festbrennweite hat, einfach herrlich.

Das ist dabei herausgekommen:

Ein Besuch in Wremen, der Leuchtturm ‚Kleiner Preusse‘

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Mitten in der Pampa steht dort eine riesige Wasserrutsche

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Immerhin liefert sie spannende Perspektiven

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Ein Sonnenbad auf dem Deich ist bei dem Wetter Pflichtprogramm (Nein, ihr Bauch ist nicht so dick, sie hat sich die dicke Wolljacke auf den Schoss gelegt, weil es morgens noch recht frisch war)

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Dort tobt ein Bekannter von uns rum – im Siebhaus in Wremen. Ein idealer Platz im Aussendeich-Gelände direkt neben dem Hafen, mit den besten Fischbrötchen im Umkreis von 300 Kilometern und traumhaftem, selbst gebackenem Apfelkuchen

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Eine Holzbrücke über die Wümme bei mir um die Ecke

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Das gleiche nochmal von der Seite inclusive Anfänger-Fehler (mein Schatten ist mit drauf…)

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Die Wümme-Niederung

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Gegen Abend hatte ich das Glück, einen Ballonstart mit zu erleben. Da konnte die kleine Vollformat gleich zeigen, was sie so drauf hat, und ob sie für Dokumentationen und Geschichten (Neudeutsch ‚Storytelling‘) geeignet ist.

Ist sie!

Es ist Wind aufgekommen, und es steht noch nicht fest, ob die Fahrt stattfinden wird…

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Bevor die Brenner gezündet werden, wird der Ballon einfach mit einem grossen Ventilator aufgeblasen

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In die Gondel passen 7 Passagiere und ein Ballonfahrer hinein. Etwas eng, aber man fährt durch die Lüfte und kann die Welt aus der Vogelperspektive bewundern

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Grösser, höher, schöner. Ohne Werbung geht das nicht. (Man kann bei Rewe Hamburg anrufen und eine Ballonfahrt buchen – die Telefonnumer steht auf dem Ballon.) Die Gondel ist am Landrover befestigt, damit sie während des Befüllens mit Luft nicht wegfliegt

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Jetzt erst kommt der Brenner zum Einsazt

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Plötzlich geht alles sehr schnell, und der Ballon zieht wie wild am Seil

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Dann geht es los – Leinen los und gute Fahrt

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Muss ein erhabenes Gefühl sein!

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Ein paar Tage später bin ich mit dem Rad durch die Wümmeniederung gefahren. Insgesamt 70 Kilometer

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Ein kleiner Bach im Künstlerdorf Fischerhude – die Festbrennweite hat bei offener Blende doch ein ansehnliches Freistellungpotenzial

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Die Kirche in Fischerhude in der Nachmittagssonne

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Ein Wümme-Arm im Nirgendwo

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Ach ja, der Weg führt mal wieder an meiner berühmten Staustufe mit dem Moorwasser (nein, das ist keine Alkoholsorte!) vorbei

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Die Waldorf-Schule in Ottersberg mit ihrer grosszügigen Auffahrt, die allerdings nur für Fussgänger freigegeben ist. Der Tonwertumfang in dieser Aufnahme ist genial! Die Farbe der Zufahrt ist wirklich leicht rosa durch das vom hellbraunen Sand teilweise verdeckte rotbraune Kopfsteinpflaster aus uralten Zeiten

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Ein Feuerwehr-Häuschen in einem verträumten Mini-Dorf. Wieder ein irrer Tonwertumfang… Dieser braun-rosa Boden scheint hier in der Gegend überall zu sein. Dazu noch die braun-rosa Wand und der Eindruck eines schlechten Weissabgleichs ist perfekt .

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ALLE FOTOS © 2018 BY JENS G.R. BENTHIEN

Uihhh, jetzt wollen Sie wissen, welche Vollformatkamera das ist?

Sie ist schon etwas älter… von 1982:

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Eine Minox 35 GT mit dem Color-Minotar 1:2.8/35mm (da sind sie wieder, die 35 Millimeter!). So klein wie eine Handfläche (zum Vergleich ein Notizbuch im Postkartenformat DIN A6 und ein Stück 35mm Film). Alles noch im Originalzustand, mit Ledertasche (‚Bereitschaftstasche‘ – blöder Begriff in Deutschland).

Oben drauf ein Entfernungsmesser nach dem Triangulationsprinzip. Früher (ja, ja, ich weiss…) waren die der Standart. Meistens als Zubehör, selten bereits eingebaut. Das Objektiv ist über alle Zweifel erhaben, wenn man richtig fokussiert – immerhin wurde es damals von Leitz (heute Leica) gerechnet. Schätzen im Nahbereich bis 6 Meter ist Murks, deshalb der Entfernungsmesser. In diesem Fall ein Medis, Made in Germany (als das noch ein Qualitätsmerkmal war). Aber: Der ist brandneu, erst heute eingetroffen. Leicht verstellt, was nach den vielen Jahren normal ist. Wofür habe ich Feinmechaniker-Werkzeug? Eben!

Für die Aufnahmen oben hatte ich noch einen ‚human rangefinder‘ auf einer Pappkarte im Visitenkartenformat benutzt:

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Wer mehr dazu wissen will, klickt hier und setzt sich mit der Physik auseinander. Somit kann ich die f=2.8 wirklich nutzen, wenn ich freistellen will. Wie auf dem Foto mit den Blättern, das man eigentlich in einem grossen Format sehen müsste. Hier ein 1:1 oder auch 100% Ausschnitt aus einer Druckdatei 60×40 cm:

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Bevor jetzt wieder ein Pixel-Pooper über die Körnigkeit herzieht: Im Druck ist kein Film-Korn zu sehen.

Das ist der Ausschnitt – wie gesagt, wir sprechen hier von 60 x 40 Zentimeter Druckformat:

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Übrigens hat Eduardo Pavez Goye das gleiche ‚System‘ und macht damit traumhafte Aufnahmen in New York:

Wer jetzt meint, das wäre Fummelkram, hat die Fotografie noch nicht verstanden. 

Wenn Sie noch eine Minox 35 haben und wieder zum Leben erwecken oder einfach nur checken lassen wollen: Minox und Hüble bieten immer noch einen Super-Service für Minox an.

Der Film war ein 8 Jahre alter Kodak Elite Chrome, der nach der Einstellung vor 6 Jahren jetzt wieder von Kodak Alaris zum Leben erweckt wurde. Für einen Diafilm hat er einen verdammt grossen Tonwertumfang. Ich hoffe, dass es ihn demnächst auch in Europa wieder geben wird.

Der Medis passt auch wunderbar auf die Rollei 35S, die derzeit noch in Reparatur ist. Die Kamera wird – ebenso wie die Minox – mit in den Urlaub genommen.

 

Das Ende.

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Ich möchte nicht wissen, was die Polit-Verbrecher des ‚Nicht-mehr-mein-Land‘ sich für das neue Jahr ausgedacht haben.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Neues Jahr.

Aus.Die Maus.

Weil ich nur noch wenig Zeit habe, und weil es im Moment ein paar Probleme über das Thema gibt, welche Fotos ich veröffentlichen kann/darf/soll oder nicht, stelle ich diesen blog vorläufig ein. So eine Art Winterpause, bei der ich mir vorbehalte, wie lange ich sie ausdehnen werde.

Ich werde diesen blog nicht gleich schliessen, sondern einfach so stehen lassen, bis ich eine neue Idee habe.

Mein Dank geht an 1.534 Interessenten und Leser, die mir 2 Jahre und 7 Monate in über 286 Beiträgen gefolgt sind.

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FOTO © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Saison.Ende.

Der Sommer und Spätsommer sind dieses Jahr ins Wasser gefallen. Zu viel Regen und grauer Himmel. Wir sind mitten im Herbst, die meisten Blätter sind von den Bäumen runter. Am kommenden Wochenende werden die Uhren wieder auf Winterzeit gestellt: Eine Stunde zurück – dann kommt die elend lange, dunkle Jahreszeit.

Bevor das eintritt, bin ich nochmal zum See um die Ecke gefahren. Ein Mann war noch schwimmen (die Menschen müssen definitiv andere Gene für ein anderes Wärmeempfinden haben!).

Herbst-Stille:

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Shades of Grey:

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Die Wolken ziehen sehr schnell über den See hinweg – es soll am Wochenende stürmisch werden:

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Das Restaurant ‚Zum See‘, der Strand menschenleer:

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Die Stühle sind schon auf den Tischen zusammengelegt und warten auf den Abtransport:

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Spielzeugreste im Sandkasten:

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Ein Griff fehlt, das Rad ist weg – die Schubkarre ist definitiv hinüber. Ob sie im nächsten Frühjahr immer noch dort liegen wird?

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ALLE FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Die ersten 4 Aufnahmen habe ich mit einem GND 0.9 Filter gemacht, damit der Himmel noch Zeichnung hat. Die vierte Aufnahme ist zusätzlich mit einem ND 3.0 (1000x) gemacht, um den See ‚glatt‘ zu bekommen und die Wolken zu verwischen. Belichtungszeit 4 Minuten 35 Sek. Alle Aufnahmen wie meistens mit einem Objektiv, mit dem ‚man‘ eigentlich keine Fotos machen kann 😉

Leben.VERBOTEN.

Ich wollte heute nach längerer Erkältung einfach mal raus an die Luft. Die Weiden entlang der Mittelweser sind bei Sonne ideal dafür.

Leider wurde ich ausgebremst. Die Staats- oder besser Beamtenwillkür hatte wieder zugeschlagen: Verbote an allen Ecken, Enden und Wegen. Wie krank ist das eigentlich: Da werden Strassen durch die Wiesen und Weiden von den Geldern der Steuerzahler gebaut, aber benutzen dürfen die Bezahler sie nicht. Absurd, oder? Es dürfen nur die Bauern mit ihren Monster-Trekkern dort fahren. Wenn die Bauerntölpel die Strassen aus eigener Tasche bezahlt hätte, könnte ich diese Schilder noch nachvollziehen…

Aber so, und dann noch mit Bedienungsanleitung, damit die Bauerntölpel niemandem – auch keinem schwächeren Radfahrer! – ausweichen müssen:

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Noch eins an der nächsten Ecke:

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Es steht direkt an der Einmündung einer Prachtstrasse entlang eines Kanals:

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Wie gesagt: Wir alle haben die Strassen bezahlt, werden aber davon ausgesperrt.

Das kann kein Zufall sein: grade heute erschien ein Artikel zu diesem Thema in der WELT.

Und noch ein Verbot (offenbar der Deutschen Lieblingswort):

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Da wird sogar mit der ‚Strompolizei‘ gedroht. Nun ja, irgendwann werden in diesem Land sicher wieder die Blockwarte eingeführt. Vor allem, damit niemand im Sommer wegen des mangelnden Winterdienstes die Treppe herunterfällt.

Auch hier: Von den Steuerzahlern bezahlt, aber sie dürfen nicht einmal die Treppe hinunter gehen, um sich das Gelände anzusehen.

Frage: Hat sonst niemand das Wahrnehmungsvermögen und sieht solche Diskrepanzen? Sind alle nur hohl im Kopf und zufrieden mit ihrem gekrümmten TV in Megaformat?

Nun gut, die staatliche Willkür geht mir am Arm vorbei, und ich habe noch ein paar Aufnahmen auf verbotenem Terrain gemacht. Die ganze Gegend videoüberwacht. Könnte ja Terror-Ziel #1 sein… So ein ausgemachter Quatsch, Terroristen klauen lieber beladene LKW und fahren damit auf Märkten Menschen platt.

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Wie Hühner – ähm Möwen – auf der Stange. Viel zu banal.

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Aber näher ran wird das was: Spalier-Trara!

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FOTOS © 2017 BY JENS G.R. BENTHIEN

Fratzen.Zwang.

Jetzt geht es auch hier los: Der Besucher wird ausgesperrt und diskriminiert.

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Bisher konnte man (ich) problemlos die öffentliche Bereiche des Fratzenbuchs sehen.

Wenn das so weitergeht, werden wir demnächst nur noch weisse Seiten im Netz haben, weil die Anbieter und Betreiber vom Zwang besessen sind.

Ich hoffe, dass sich möglichst viele Menschen darauf besinnen, dass es noch andere Medien gibt, die keine Willkür walten lassen. Oder einfach mal abschalten.

Sollte WordPress ebenfalls eine Zwangsregistrierung für Besucher einführen oder sie auffordern, Ad Blocker abzuschalten, werde ich meine blogs sofort killen. Versprochen!

De.Maskiert.

Sehen Sie sich das Gesicht der Person rechts im Bild an.

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Foto: © ZEIT Online

Darin sehen Sie:

  • Arroganz
  • Verachtung
  • Hass
  • Eiskalte Berechnung
  • Alles Negative dieser Welt

Das Foto wurde am Wahlabend nach der Wahl des niedersächsischen Landtags 2017 gemacht. Es ist perfekt, weil es die Person komplett demaskiert.

Unglaublich und unvorstellbar, dass mehr als 30% der Deutschen so ein Gesicht an erster Stelle des Staates haben wollen. Oder können die Menschen einfach nicht mehr sehen?

Der Fotograf sollte mit dem Preis des ‚World Press Photo Award 2017‘ ausgezeichnet werden.

 

Stasi.Willkür.

Sonntag Morgen. Ich wollte in aller Ruhe mal schauen, was so in den Amateurkreisen los ist. Besuche das DSLR-Forum, klicke auf einen Bereich und:

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Man will mich also zwingen, visuelle Hundescheisse zu akzeptieren. Nun, nachdem die Staatsratsvorsitzende Merkel den Deutschen gezeigt hat, wie sie ohne parlamentarische Legitimation autokratisch die Grenzen öffnet und den Bürger zwingt, das Unerwünschte zu fressen, ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Bürger an Willkür gewöhnen und Unternehmen ähnliche Methoden entwickeln.

Dass die Deutschen schon immer ein Willkür-Gen hatten, zeigt die Geschichte (Nazis mit Blockwarten, Stasi). Offenbar ist das Gen nicht aus den Deutschen heraus zu bekommen, sonst gäbe es diese Willkür nicht.

Steht das Forum vor einem finanziellen Kollaps? Dann wäre es an der Zeit, ein anderes Geschäftsmodell zu wählen, wie beispielsweise bessere Inhalte zu generieren, die nur zahlenden Mitgliedern zur Verfügung stehen. Aber nein: Man will mir – und allen anderen Besuchern – Dreck servieren. Das ist schlimmer als eine Mafia-Schutzgeld-Erpressung!

Da ich eine extrem grosse Abneigung gegen Willkür, Dreck und Hundescheisse habe, werde ich derartige Plätze im Internet einfach nicht mehr ansteuern. Gut, dass ich fliessend Englisch spreche und auf freie Seiten rund um den Globus ausweichen kann, die bereits erfolgreich und komplett ohne Willkür ein neues Geschäftsmodell implementiert haben.

Deutschland schafft sich wirklich ab, da muss ich Thilo Sarrazin inzwischen Recht geben.

Oh, bevor jemand fragt, was das Thema mit Fotografie zu tun hat: Es ist ein Forum für Kamera-Technik.

Gute Nacht Deutschland!