Fotografie. Primär analog.

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Eine web site oder ein Portfolio im iNet ist eine Sache. Ein blog eine andere. Hier zeige ich die Dinge, die mich persönlich beschäftigen, skizziere ein paar Gedanken und gebe ein paar Informationen dazu. Sie informieren über weitere Aspekte und  Formen meiner Fotografie, die gut ankommt, weil sie eben nicht dem knallbunten und knackharten Trend und Zeitgeist entspricht.

In diesem blog kommt die traditionelle, filmbasierte Fotografie zum Ausdruck, die ein klares Konzept und mehr Zeit bei der Aufnahme erfordert als die schnelle Bilder-Maschinerie. Dazu natürlich die Begeisterung und die andere Art des Sehens – die Handschrift – mit der ich Motive und Szenen umsetze. Ausserdem hat nur die filmbasierte Fotografie einen Ursprung… Klar, dass hier keine Automatik zum Zuge kommt, nach dem Motto:

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Grafik © 2019 by Jens G.R. Benthien

Der Einsatz verschiedener Spezialkameras und diverser Filmsorten schiebt die Grenzen des Machbaren immer noch sehr weit nach oben. Licht, Farben, Kontraste und Auflösung sowie endlose Verstellmöglichkeiten der Fachkamera sind die Grundlage für hochauflösende Fotografien, die beispielsweise in Form von grossen Drucken für Messen und Ausstellungen oder im Corporate Publishing verwendet werden. Oder in der topografischen und topologischen Fotografie (herausragendes Beispiel sind die Fotografien von Hilla und Bernd Becher) oder dem US-Programm HABS HAER HALS als besondere Form der Dokumentation.

Bei flüchtiger Betrachtung mögen einige meiner Fotografien banal erscheinen. Aber genau das macht sie zeitlos. Sie sind keine Nachahmungen irgendwelcher Trends oder Hypes, die ein paar Wochen oder Monate anhalten und später als solche erkennbar und entsprechend klassifizierbar sind. Sie werden nicht mit einem Bildbearbeitungsprogramm so lange aufgehübscht, bis endlich etwas zu erkennen ist oder knallig schreiend und häufig überzogen daherkommt. Sie sind oft ein Festhalten einer Situation, an der viele Menschen einfach vorbeigehen, ohne sie bewusst wahrzunehmen. Und ganz wichtig: Sie tragen meine Handschrift**.

Diese – meine persönliche – Fotografie ist natürlich und authentisch – so, wie das menschliche Auge die Szene sieht. Dazu ein paar Gedanken in kurzen Sätzen, und das Resultat ist im Prinzip das, was heute unter dem Schlagwort Storytelling gehandelt wird. Storytelling mit Fotos mit sehr vielen Details, durch die der Betrachter mit den Augen gehen, das Motiv visuell erleben und somit in die Geschichte eintauchen kann. Jedes Bild ist eine Geschichte und hat eine Geschichte, durch die der Betrachter wandern kann. Natürlich nicht hier im blog mit kleinen JPEGs, aber im Print mit einem Format von 150 x 100 cm oder 3 x 2 Meter kann man auf Leseabstand drangehen und jedes Detail betrachten.

Menschen werden Sie in den Szenen selten finden, weil ich kein Interesse daran habe, mich mit dem deutschen Persönlichkeitsrecht oder der typisch teutonischen DSGVO auseinandersetzen zu müssen. Allein die Spitzfindigkeiten, ab wann Personen im Bild ‘Beiwerk’ sind, sind mir zu absurd. Sind Menschen in den Bildern, habe ich Genehmigungen. Sind sie mir ins Bild gelaufen, sind sie nach meinem Empfinden definitiv ‘Beiwerk’, denn bei Stadtansichten ist es unmöglich, die Szene weiträumig abzusperren.

In vielen Beiträgen habe ich weiterführende Links eingefügt – sie werden leider nicht farblich hervorgehoben, sondern nur unterstrichen. Ein Click darauf öffnet – je nach Einstellungen Ihres Browsers – einen neuen Tab oder ein neues Fenster mit weiteren Informationen.

Sie wollen einen Kommentar abgeben, suchen Informationen oder haben Fragen?

Dann schreiben Sie mir bitte hier.

Weitere Informationen finden Sie im Menu (das schwarze Quadrat mit den 3 Linien am linken Rand).

Übrigens: Wer hier Fotos oder Texte klaut, bekommt Post von meinem Anwalt.

Man sollte den Möchtegern-Fotografen an einem sonnigen Tag eine präzise mechanische Sucherkamera (ohne Entfernungsmesser), einen externen, kalibrierten Belichtungsmesser, eine konkrete Aufgabe und einen Diafilm in die Hand geben. Die Ergebnisse wären die perfekte Visualisierung all dessen, was sie nicht wissen und nicht können.

— photosubversive 

In Anlehnung an das berühmte Sprichwort der Cree-Indianer:

Erst wenn die neueste Kamera gekauft, jedes Motiv langweilig, das neueste Objektiv ohne Staunen bleibt, werdet Ihr merken, dass Ihr zum Fotografieren zu blöd seid.

— Jens G.R. Benthien

Wenn man alle sachlich falschen und beleidigenden Beiträge aus deutschen Fotoforen löschen würde, blieben nur noch knapp 5% übrig. Einige Foren müssten dann sogar komplett geschlossen werden.

— Jens G.R. Benthien

Wer glaubt, er könne mit einem neuen Kameramodell bessere Fotos machen, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

— Jens G.R. Benthien 

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FOTO © 2014 BY JENS G.R. BENTHIEN

** Bildstile sind allgemein gültige Merkmale für Fotografie und Kunst, während eine Bildsprache (=Handschrift) zusätzlich eng mit der Persönlichkeit des Fotografen verbunden ist und seine Gefühle, Gedanken und Visionen widerspiegelt. Bildsprache = Bildstile + die Individualität des Fotografen.

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Neu.Start.

Ich habe mich entschieden, diesen blog an diesem Punkt zu beenden, weil mich die Einstellungen von WordPress nerven und mir keinen Zugriff mehr auf meine Daten erlauben. Warum ich jetzt mit einem anderen Browser wieder einen Zugriff habe, weiss ich nicht.

Den blog führe ich ab sofort auf meinem eigenen Server hier weiter. Die Antworten zum Warum, Wieso, Weshalb finden Sie dort.

Stein.Kunst.

Gestern habe ich wieder für den bekannten Künstler Daniel Nagel ein paar seiner Kunstwerke fotografiert. Stein auf Holz. Die Steine sind jeweils Sammlungen aus verschiedenen geografischen Regionen, pro Region also ein Kunstwerk. Sehr eindrucksvoll und — logisch — sehr schwer. Das soll aber nicht heissen, dass es »Schwere Kunst« ist.

Kunstwerke © 2019 by Daniel Nagel • ALLE FOTOS © 2019 BY JENS G.R. BENTHIEN

Hund.S/W.

Ab und an hat meine Nachbarin den Hund ihrer Tochter als Gast. Inzwischen bellt er nicht mehr bei jedem Geräusch, sondern geniesst den kleinen Garten.

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FOTO © 2019 BY JENS G.R. BENTHIEN

Warum ist er nicht sofort zu mir gekommen? Ganz einfach: er war an einer Leine, die grade bis zu seinem Platz reichte, sonst hätte er schon längst mit seiner feuchten Nase auf die Frontlinse meiner Kamera gestupst. Die Leine habe ich aus dem Foto retuschiert, weil das leuchtende Pink wirklich störend war.

Das Foto ist ein Ausschnitt, weil die Brennweite meines Objektivs nicht lang genug ist. Aber ganz ehrlich: Nur um einmal im Jahr einen Hund abzulichten, werde ich mir kein 200er kaufen, zumal ich noch ein 300er habe. Allerdings bin ich enorm »wechselfaul« geworden, weil mich der unweigerlich in das Gehäuse und auf den Sensor rieselnde Staub beim Objektivwechsel nervt. Ich habe schlicht und ergreifend keine Lust mehr, später die Glitzerpunkte aus den Fotos zu retuschieren.

Wilder.Wein.

Samstagmorgen war ich wieder draussen und habe gesehen, dass der wilde Wein von der Nachbarin in sechs Tagen schon wieder rund 20 cm gewachsen ist. Schade, dass sich die Trauben nicht voll entwickeln…

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FOTO © 2019 BY JENS G.R. BENTHIEN

Vögel.Chen.

Ja, ich weiss, ab und an hat jeder einen Dachschaden. Ich hatte heute so einen Anfall.

Nachdem ich meiner Digiknips wieder einmal einen doppelten Reset gegönnt hatte, habe ich meine individuellen Einstellungen wieder geladen und — endliche einmal — neue hinzugefügt: Auf der ersten Speicherkarte landen die RAW Dateien, auf der zweiten die JPEGs der gleichen Aufnahme. Ausserdem eine »Diese-Kamera-macht-fast-alles-automatisch« Einstellung. Bisher hatte mich der Firlefanz nicht interessiert, die Kamera kannte nur die Einstellung »M«. Die Position des Knopfes war schon fast verklebt, ich hatte noch nie etwas anderes ausprobiert — wozu auch…

Aber jetzt mal anders. Belichtung automatisch, Fokus automatisch mit 3D-Verfolgung, automatisch zwei Formate auf die Karten schreiben, ein Script zum Automatisieren der JPEG-Verkleinerungen für e-mail und iNet, und fertig war der Foto-Rentner.

Heute Nachmittag gleich ausprobiert. Mit Anti-Wackel-Dackel und selber zusammengestöpselten Programm (nein, keins der Programme, die bereits in der Kamera sind, so viel »Kreativität« muss sein). KLICK. Das Vögelchen kam nicht aus der Kamera, sondern in die Kamera! Fokus und Farben stimmen. So ein richtiges LaLa-Simpel-Bild.

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Und weil es so einfach war, gleich noch welche:

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Boa ey, geil, ich habe nicht lange gefackelt, gemessen und eingestellt, sondern nur den Auslöser quasi im Vorbeigehen gedrückt, so wie die Edelamateure und Möchtegernprofis das machen! Den Rest zeige ich lieber nicht, sonst disqualifiziere ich mich hier noch mit nicht zu überbietenden Peinlichkeiten…

Theoretisch könnte ich jetzt die Kamera verleihen, denn mit dem Programm kann jede Nase, die einen Zeigefinger krümmen kann, knipsen und auch noch Resultate bringen. Ich bleibe dann mal zu Hause, weil ich damit flüssiger als Wasser bin: überflüssig 😉